Drogen im Chaco: Es gilt die Unschuldsvermutung

Filadelfia: Schon am vergangenen Donnerstag stellte sich ein Mennonit der Staatsanwaltschaft mit dem ausdrücklichen Wunsch auszusagen, um so seinen Namen rein zu waschen. Er wurde verhaftet und angeklagt.

Daniel Herbert Fischer kam zur Staatsanwaltschaft nach Filadelfia, um vor Staatsanwalt Andrés Arriola aussagen zu können. Fischer argumentiert, nichts mit dem Fall zutun zu haben, da er nur jemand einen Gefallen tat, in dem er Päckchen auf die Post in Asuncion brachte, von wo sie nach Filadelfia geschickt wurden.

Daniel Herbert Fischer wurde schon am 9. August 2017 wegen Drogenschmuggel angeklagt, laut Artikel 44 des Strafgesetzbuchs, mit einer maximalen Gefängnisstrafe von 15 Jahren.

Fischer erklärte, dass er innerhalb eines Jahres einige Päckchen nach Filadelfia aufgab.

„Ich hatte schon seine Festnahme angeordnet. Sie haben ihn hier festgenommen, als er sich in der Staatsanwaltschaft freiwillig präsentierte. Kurz darauf wurde er zu Gericht gebracht, wo Richter Gaspar Rodríguez Untersuchungshaft anordnete. Er ist Teil der Untersuchung, die noch andauert“, so Arriola.

„Da davon auszugehen ist, dass es mehr Involvierte gibt, geht die Untersuchung weiter um der Sache auf den Grund zu gehen“, fügte Arriola hinzu.

Fischer gab zu Protokoll, dass er zwischen 8 und 10 Päckchen von Asuncion in den Chaco in einem Zeitraum von sechs Monaten bis ein Jahr versendete. Arriola sagte auch noch weitere Sachen zu untersuchen, da anscheinend viele Drogen in der Stadt zirkulieren. Bald wird es dazu Neuigkeiten geben.

Der Empfänger der Drogen, wie am vergangen 12. Juli war immer Alexander Wieler Friesen, bei dem man 1,96 kg Marihuana und 15 Gramm Kokain fand. Auch er ist angeklagt und in Haft.

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2 Kommentare zu “Drogen im Chaco: Es gilt die Unschuldsvermutung

  1. Soweit ich informiert bin, gilt in Paraguay eben nicht das Prinzip der „Unschuldsvermutung“! Hier ist der Verdächtige bzw. Beklagte in der Pflicht, seine Unschuld zu beweisen. Eine völlige auf den Kopf stellende Rechtsansicht, gemessen an deutscher Rechtssprechung. Dies sollten alle hier lebenden Ausländer dringend beachten, denn wie schnell kann man Opfer einer falschen Anschuldigung werden! Überhaupt sollte keine Ausländer in dem Irrtum leben, DACHLER-Straf- und Zivilgesetze bzw. Handelsgesetze wären in Paraguay ebenfalls Grundlage der Rechtssprechung. Hier ist vieles komplett anders, offen und verhandelbar.

  2. Nicht nur in PY Mani, ganz lateinamerika tickt ganz anders als die DACHLER Länder. Ein drittweltland mit Deutschland zu vergleichen ist schon heftig, PY kann man nicht mal mit die Nachbarländer vergleichen.

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