Ein Anstieg vom USD könnte erhebliche Folgen haben

Asunción: Der Generalkontrolleur der Republik warnt vor Turbulenzen bei den Auslandsschulden des Landes. Ein Anstieg vom US Dollar könnte fatale Folgen für Paraguay haben.

Paraguay hat 71,5% seiner mittelfristigen Darlehen in der amerikanischen Währung vorgenommen. Aus einem Bericht von dem Büro des Generalkontrolleurs (CGR) geht hervor, dass eine Aufwertung vom USD gegenüber dem Guarani erhebliche Auswirkungen auf die Staatsverschuldung und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) haben kann.

Derzeit wird der USD mit 5.600 Guaranies gehandelt, für 2018 gehen die Prognosen von 5.922 Gs. aus.

Laut den Experten vom CGR wird empfohlen, ein Verfahren zur Verringerung der Auslandsschulden einzuleiten. Das sei möglich, wenn eine effizientere Kontrolle der öffentlichen Ausgaben erfolge und eine Finanzierung von Investitionsprojekt umgesetzt werden, die zusätzliche Einnahmen der Staatskasse bringen.

Jedoch betont der Bericht, dass die meisten Verschuldungsindikatoren innerhalb von dem IWF als “akzeptabel“ eingestuften Werte liegen. 2016 erreichte die öffentliche Verschuldung 23,1%. Internationale Agenturen setzten die kritischen Werte zwischen 25% und 30% fest.

Wenn jedoch das Defizit im öffentlichen Sektor anhält und die erforderlichen Kontrollen zur Kosteneinsparung nicht erfolgen könnte das Verhältnis der Schulden gegenüber dem BIP bis Ende 2022 bei 36,1% liegen.

Des Weiteren bemängelten Analysten vom CGR den Koeffizienten zwischen öffentlichen Schulden und Steuereinnahmen. Der Wert lag außerhalb von der empfohlenen Norm des Internationalen Währungsfonds (IWF). Im niedrigeren Bereich kam man zu einem Verhältnis von 90%, der obere lag bei 150%. Auf lokaler Ebene sind es sogar 170%. Das resultiert daraus, dass die jährlichen Steuereinnahmen bei 20 Billionen Guaranies lagen, die Schulden jedoch bei 34 Billionen Gs.

Wochenblatt / ABC Color

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31 Kommentare zu “Ein Anstieg vom USD könnte erhebliche Folgen haben

  1. Sollte in dieser Regierung irgend jemand davon ausgegangen sein, daß der USD “auf ewig” so niedrig gehandelt wird wie heute, dann wäre das erstens ein Zeichen von völliger Blindheit und Naivität und zweitens ein Zeichen dafür, daß die entscheidenden Leute von völliger Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Staat und seinen Bürgern handeln. Doch leider scheint das eine “Geisteskrankheit” unter vielen Politikern weltweit geworden zu sein.

    1. Es scheint den hochtalentierten Analytikern tatsächlich noch nicht bewusst geworden zu sein, dass es der Weltwirtschaft wieder blendend geht und dass ein Donald Duck schon hat durchsickern lassen, wo die Prioritäten der US+A liegen. Sicherlich nicht im Ausbau des Sozialwesens.

    2. Das mit der “Geisteskrankheit” sollten ausgerechnet Sie nicht zu heftig postulieren Manni. Die so leidenschaftlich gern kritisierte Regierung hat im Gegensatz zu Ihnen verstanden, dass ihre Einnahmen von Itaipú und Yacyretá ebenfalls in US-Dollar erfolgen. Steigt der Dollar gegenüber den PYG so steigen die Einnahmen im gleichen Verhältnis.

      1. Problem liegt aber darin das keiner Rechnungen “offiziel” bezahlt, ob in Dollar oder Guaranies. Weder Argentinien noch sonst jemand! Wo diese Kohlen verschwinden

        Hoffe das Sie als Staatsangestellter, nach den Wahlen, noch auf der richtigen Seite sind! Sonst muessten Sie Ihre Gesinnung ein weiteres mal den Gegebenheiten anpassen

  2. Kosteneinsparungen wären in Paraguay ab sofort möglich, wenn man nur wollte. Wo bleibt der von Cartes zu Beginn seiner Amtszeit versprochene Personalabbau in den Wasserkopf-Verwaltungen und Ministerien??

  3. Der Dollar wird nicht mehr großartig steigen, sondern fallen.
    s. hier:
    https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20170123314225542-petrodollar-ende-reservewaehrung/
    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/06/30/abkehr-vom-petro-dollar-katar-setzt-auf-chinesischen-yuan/

    1. Wer seine Infos aus Sputnik und RT, also aus Putinschen Quellen bezieht, der ist allerdings wirklich “bestens” informiert. Selbst die vorgeblichen “Deutschen-Wirschafts-Nachrichten” beziehen ihre Infos in erster Linie aus Putinschen Quellen. Was also soll uns Ihr Kommentar sagen? Wollen Sie uns für Putinsche Propagande öffnen?

      1. Daß Sie über den Sputnikschock nicht hinweg gekommen sind, ist nun schon sowas von offensichtlich, daß es wirklich nicht mehr nötig ist dieses ständig zu beweisen. In Anbetracht Ihres alters, und dem Start des Sputnik vor genau 60 Jahren, haben Sie die volle russophobe Propagandapackung als Kind und Jugendlicher injiziert bekommen und sind das nie wieder los geworden. Beim Start des Sputnik waren sie 14, richtig? Dann haben Sie von der darauf folgenden Bildungsreform auch nichts gehabt. Ich habe mich immer gefragt warum Sie keine Quellen nennen…Nun habe ich sie gefunden und ehrlich gesagt, bin ich erschüttert ob der Früchte welche Propaganda tragen kann. Tut mir wirklich leid.
        In den beiden Artikeln von Hermann1 sind die Quellen übrigens angegeben. Sputnik bezieht sich auf eine Kolumne der Östereichischen Zeitung “Die Presse” und DWN auf CNBC, also erwiesener nix Putin.

      2. Die Verbrecher der Welt sind nicht die Russen sondern eindeutig die USA. “Die USA halten den Weltrekord im töten unschuldiger Zivilisten. Die Regierung der USA ist eindeutig eine gigantische Masasenmord-Maschinerie die durch Kriege Geld verdient, eine Regierung, die die USA zu einem Polizeistaat gemacht hat der die eigenen Bürger drangsaliert.”
        Quelle: Prof. John McMurry, Kanda
        Oder ist er vielleicht doch ein heimlicher FSB-Agent?

          1. Und wieviele brachten die lieben, befreundeten US-Ameirkaner um? 1997 gab eine australische Universität bekannt, dass die USA seit Ende des 2. Weltkriegs weltweit für den Tod von 47 Millionen Menschen verantwortlich waren. Bis heute sind noch ein paar Millionen hinzugekommen. Lesenwert: “Der Moloch”, von Karl-Heinz Deschner. Im Internet frei runterladbar.

          2. “Jede Revolution und jeder Krieg in den letzten einhundert Jahren ging von der Wall Street aus”. Chamäleon, versuchen Sie das zu verifizieren.

        1. Naja, jedes Element kann flüssig, fest oder gasförmig auftreten. Sogar das Element Eis. Bei Kommentaren, die nicht die eigene Meinung widerspiegeln – Kommentare sind schließlich keine Elemente – kann auch noch ein vierter Aggregatszustand auftreten. Die Chemiker nennen diesen Zustand überflüssig. Sie sind Chemiker?

          1. Ich hatte Simplicus geantwortet.
            Ein Kommentar, welcher nicht den Inhalt eines anderen Kommentars diskutiert oder / und dessen Wahrheitsgehalt widerlegt, sondern nur die Quelle der Nachricht moniert, ohne die die Richtigkeit der Nachricht zu widerlegen, ist halt überflüssig.

  4. Alle Papierwährungen und damit auch der Dollar verlieren an Kaufkraft. 1933 wurde die Parität auf US$ 35.- pro Unze Gold festgelegt. Heute steht Gold auf US$ 1.270.- Der Guarani wurde 1943 geschaffen bei einer Parität Gs. 3,50 zum Dollar. Von Reichsmark über DM (Ost- West) zum Euro will ich gar nicht sprechen.
    Von einer Kurserhöhung des Dollars kann also nur kurzfristig ausgegangen werden, fast alle Papierwährungen haben kaum 100 Jahre Bestand gehabt bevor sie entweder wertlos, oder zusammengelegt und einen anderen Namen erhalten haben.

    1. “Von Reichsmark über DM (Ost- West) zum Euro will ich gar nicht sprechen.” @Ramon, genau darüber sollten Sie sprechen. Kaufkraft ist, was man als Gegenwert oder Leistung gegenüber anderen Währungen oder historischen Verläufen erhält. So kostete ein Kg Brot in den 12 Jahren des Nationalsozialismus ≈0,38RM und in der DDR ≈0,52M und beide Währungssysteme hatten kaum Inflation. In der BRD stieg der Brotpreis von 1948 – 0,41 DM zu 1989 – 3,10 DM auf 1998 – 4,38 DM.
      Der BRD Bürger konnte 1989 für ein Brot im Westen 6 im Osten kaufen bei einem Umrechnungssatz von 1DM : 1M. Der Umrechnungssatz war aber glaube ich 1:4 also bekam der Westdeutsche für ein Brot gleich einmal 24 Ostdeutsche.
      Die Kaufkraft eines Westdeutschen Brotes, welches als Teil der Deckung der Papierwährung gilt, war also 24 mal höher als die Kaufkraft eines Ostdeutschen Brotes.
      So ist das alles willkürlich manipuliert und der Artikel ist auch nur der Versuch einer Manipulation um den Leuten eine gewisse Logik vorzugaukeln.

      1. Du hast Recht mit deinen Vergleich.Musst aber dazu schreiben das in der DDR nicht so viel verdient wurde wie im Westen. Die Preise der Grundnahrungsmittel usw. waren dafür staatlich gestützt wurden. Auch das Brot!

        1. Ja, Wolfgang, da fließt vieles mit ein aber Beschiß bleibt Beschiß. Das mit der Stütze beim Brot glaube ich nicht einmal, scheint eher Propaganda zu sein, aus folgendem Grund: Nach dem Krieg waren die Einkommen in Ost und West gleich und das Brot ist zum gleichen Preis verkauft worden und niemand wurde gestützt. Also hatten alle, vom Bauern bis zum Bäcker in dieser Kette ihr Auskommen. Nachdem sich Deutschland teilte ging es im Westen mit den Preisen bergauf und die Löhne schleppten immer mit viel Ablenkungstamtam hinterher. Im Osten war das System wie eingefroren, weder Löhne noch Preise stiegen. Aus welchem Grund sollte gestützt werden wenn sich nichts zum Negativen geändert hat? Im Gegenteil, es gab ja auch technologischen Fortschritt wie Mähdescher, Große Mühlen und Bäckereien. Der Preis beim Brot hätte eigentlich noch sinken müssen. So wird eben überall beschissen.

          1. Die Preise waren gestützt.Die Löhne nach den Krieg waren in kurzzeitig gleich.
            Mit Einführung der DM nicht mehr.
            Wenn man beides vergleichen will muss die von anderen Sachen mit einrechnen.
            Wohnung,Strom,Wasser,Kindergarten,Krippe usw. Das war staatlich gestützt,nicht Kostendeckend. Luxusgüttern wie Autos da waren waren WartezeitEN und Preis jenseits von Gut und Böse!

          2. @wolfgang, ich sage nicht, daß nicht gestützt wurde, wird es in der BRD auch, aber eben nicht alles. Es gibt da auch noch einen Fakt, der gerne verschwiegen wird und das aus gutem Grund. Es ist, daß die Banken in der DDR staatlich waren, wie auch die Reichsbank im Nationalsozialismus. Der Staat hatte in diesen Systemen das Geldschöpfungsmonopol und konnte somit zum Wohle des Volkes unter anderem auch Waren stützen ohne sich bei anderen zu verschulden, wie es in der westlichen Demokratie Mode ist. Mit der Auflösung beider Staaten hat sich auch der Gläubiger aufgelöst.

    1. Danke, kann sich ja jeder selbst mal ausrechnen, mich scheut’s vor’m Exponenziellen. Auch spielt man nicht mit Lebensmitteln, was den Manipulieren natürlich keinen Deut interessiert, Hauptsache Gewinn. 😉

  5. Schon klar. Vor vierzig Jahren konnte ich mir für das selbe Geld nur einen Kugelscheiber leisten, heute schon geschätzte 4506 Kugelschreiber für das selbe Geld. Das Problem aber ist, hat man die Kugelschreiber finanziert, will auch noch jemand einen Zins dafür haben. Sonst hätte er sich gleich selber Bleistifte gekauft und sein Geld nicht ausgeliehen.

    1. Wie nu, Sie kennen sich mit Preisen von Kugelschreibern aus? Ich denke die klauen Sie? Kugelschreiber ist aber auch ein blödes Beispiel. Da sind die Herstellungskosten schneller gesunken als mit Verschuldung, Zins und Manipulation die Inflation bzw. Preise steigen konnten. Ist ein Technologischer Effekt durch China und Massenherstellung.

  6. Klar ist jedenfalls, dass die Parole von der Schweiz Suedamerikas mittlerweile obsolet geworden ist, wenn es ueberhaupt je so war. Reformen wird es sicher keine geben und daher werden die Schulden auch weiter steigen und Paraguay ist kein Land welches auch nur irgendwelche Garantien geben kann.

      1. Ihr Kommentar ist vollkommen richtig. Seitdem ich hier bin, stelle ich auch fest, dass diese Floskeln in der Online – Hochglanzpropaganda derer benutzt werden, die darauf angewiesen sind, dass der naechste Schub kommt.

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