Ein aufmerksamer Bürger

Luque: Kommunales Gut, in diesem Fall Eisenbahnschienen, sind anscheinend zweckentfremdet verwendet worden. Ein Metallunternehmen ließ diese abtransportieren, behauptet aber, sie seien ordnungsgemäß erworben worden.

Ein Leser, der anonym bleibt, denunzierte den Vorfall gegenüber der Zeitung ABC Color. Von dem alten Bahnhof in Luque wurden die Eisenbahnschienen abtransportiert. Als die Reporter eintrafen, war der fotografierte LKW des Lesers verschwunden, sie konnten ihn aber ausfindig machen. Er befand sich auf dem Firmengelände des metallverarbeitenden Betriebs Cáceres, der sich an der Straßenecke Teniente Herrero fast Troche, ebenfalls in Luque, befindet. Die Schienen waren noch aufgeladen.

Telefonisch berichtete der Firmeninhaber Dario Cáceres, er habe die Eisenbahnschienen legal für 900.000 Guaranies erworben, sei sich aber nicht sicher, ob dies auch die denunzierte Fracht wäre. Falls nicht, würde man natürlich sofort den Transport rückgängig machen. Cáceres betonte, die Prozedere sei in Luque sehr verbreitet.

Daraufhin wurde der Vorarbeiter vom Bahnhof, Arsenio Benitez, befragt. Er sollte die Rechnung ausgestellt haben. Benitez verharmloste den Fall, erklärte aber, 15 Schienen seien abtransportiert worden und über “Umwege“ in den Metallbetrieb gelangt.

Jede Schiene ist acht Meter lang und wiegt 250 Kilogramm. Für den Bau der Avenida Ñu Guasu, auf einer Länge von 6,3 Kilometern, müssten also 12,6 Kilometer Schienen “irgendwo hin gewandert sein“.

Die staatliche Eisenbahngesellschaft Fepasa zeigte keine Reaktion auf die Beschwerde. Jorge Villamayor, Manager für die Arbeiten am Bahnhof in Luque, erklärte, dies sei nicht sein Aufgabenbereich und falle in den Zuständigkeitsbereich der Fepasa. Von deren Seite sei kein Verantwortlicher vor Ort.

Quelle: ABC Color

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5 Kommentare zu “Ein aufmerksamer Bürger

  1. Das gefräßige Krebsgeschwür „Korruption – Lug – Betrug“ hat beinahe alle Teile der Bevölkerung im Griff. Jeder ist davon mehr oder weniger befallen, alle im Bereich ihrer Möglichkeiten. Die Keimzellen für derart „kulturell veranlagte Besonderheiten“ wurden von den spanischen Eroberern gelegt. Wie sollte man diese Volksseuche noch jemals heilen können? Im übrigen ist das keine spezielle paraguayische Krankheit, sondern grassiert überall in Süd- und Mittelamerika. Entweder lebt man mit dieser Krankheit und versucht sie einigermaßen „heil zu überstehen“, oder man wendet sich mit Grausen davon ab. Für das zwischenmenschliche Zusammenleben ist diese Seuche allerdings alles andere als zuträglich – wer kann da wem noch vertrauen?

    1. Manni du bist so ein großer Fan der Kommunisten und weißt alles, von Lenin,Stalin und co.
      Die hatten eine gute Medidizin für diesen Personenkreis:
      Für eine geschmierte Sache,Standart Spruch der Gerichte:“Sofortige Hinrichtung, in China der Renner oder genädigerweise 15/20/25.Jahre Gulag hier besser Langerhaft im Chaco. Da ist es wenigstens schön Warm!
      Sind ersten paar tausend Verschwunden in Arbeitslager gibt es Ruhe. Ohne die scherzhafte Rosskur wird es nicht möglich sein diese Volkskrankheit zu heilen.
      Oder man nehmt es so wie es ist, so wie bei den Frauen, keine ist perfekt passe dich an!

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