Ein Bürger greift durch

Capiibary: Wenn sich auf dem eigenen Anwesen Viehdiebstähle häufen und die Ordnungsmacht dagegen nicht vorgeht muss man selbst aktiv werden. Das Vorgehen stößt jedoch auf Widerstand der Anwohner.

In der Gegend von der Calle 30. Augusto, im Departement San Pedro, sperrte Francisco Rios eine öffentliche Straße mit Pfosten und Drähten, die seit 30 Jahren benutzt wird. Er behauptet, dass seine Estancia durch diesen Weg von Viehdieben angezogen würde.

Das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) und weitere Behörden trafen sich zu einem Ortstermin bei Capiibary um zu überprüfen, ob es sich bei der Sperre um Privateigentum oder einer Straße für die Allgemeinheit handelt. Die Verbindung ist wichtig, denn auf der Strecke liegen eine Landwirtschaftsschule sowie mehrere kleinere Kolonien.

„Wir haben den Weg zugesperrt. Wöchentlich werden zwei bis drei Rinder gestohlen und dann durch diese Verbindung abtransportiert. Die Verluste sind enorm und keiner unternimmt etwas dagegen“, erklärte Rios im lokalen Radiosender. Laut dem Kommissar Francisco Gómez wäre Rios auf dem Revier erschienen und habe das Vorhaben angekündigt. Gleichzeitig sei ein Grundstückstitel vorgelegt worden, der seine Eigentumsrechte an der Straßensperre belegen würde.

Das MOPC sieht den Fall aber anders. „Der Weg ist öffentlich und wurde von dem Besitzer frei gegeben. Jahrelang benutzten ihn viele Menschen“, erklärte Isidro Espinola vom örtlichen Büro des MOPC in Capiibary.

Bis jetzt konnte die Verbindung noch nicht geöffnet werden, Rios und weitere Personen bewachen den Zaun. Der Bürgermeister kündigte an, eine einstweilige Verfügung zu beantragen, damit wieder alle Bewohner der Gegend ihre Gemeinden erreichen können.

Quelle: ABC Color

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3 Kommentare zu “Ein Bürger greift durch

  1. Eigenartig 2-3.Rinder die Woche! Das ist der Bedarf einer kleinen Fleischer/Metzgerei.
    Hat der Herr Bürgermeister, seine Verwandten oder seiner seine Freunde eine Fleischer/Metzkerei.
    Rund eine Tone Fleisch muss auch erstmal verkauft sein!

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