Ein folgenreicher Beschluss

Asunción: Nachdem gestern das Gesetz zur öffentlich-privaten Allianz (APP) vom Abgeordnetenhaus geschlossen wurde und nur noch eine Unterschrift durch Horacio Cartes fehlt um es geltend zu machen, kündigten heute Gewerkschafter der zivilen Luftfahrtbehörde (Dinac) an, ab kommenden Freitag in den Streik zu gehen. Der Streik der 10 Tage andauern soll und 9 Gewerkschaften vereint, wird mutmaßlich zu einem völligen Stillstand führen.

Da der Streik besonders Sicherheitskräfte wie Feuerwehr usw. betrifft, ist keine Garantie für den Flugbetrieb gegeben. Eine weitere Maßnahme, die ebenso angekündigt wurde, ist das Austreten aus den traditionellen Parteien, die damit zukünftig Einfluss bei der Belegschaft verlieren.

Im Gegensatz zu den Lehrern des Landes, die bei der gestrigen Maßnahme alle Gewehr bei Fuß standen, haben die Angestellten des Flughafens begründete Zweifel über ihre Zukunft. Der Flughafen ist sicherlich eines der ersten Objekte, der durch die APP eine Erneuerung erfährt.

(Wochenblatt / Abc)

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7 Kommentare zu “Ein folgenreicher Beschluss

  1. würden die Menschen nur versehen wie groß ihre Macht ist, wenn sie vereint auftreten. „Alle Räder stehen still, wenn der Arbeiter es will“. Eine Woche Generalstreik würde jede Regierung in jedem Land der Welt stürzen. Die 10% sind nämlich viel mehr auf die 90% angewiesen als umgekehrt.

    1. Richtig. Und weiterhin werden fast 100% des Staatshaushaltes in die Beamtenlöhne fliessen, und die Arbeitnehmer können sich weiterhin seeeehr stark fühlen.

      1. nur zur Information: Staatsangestellte und Beamte sind zwei verschiedene Organisationsformen. Die einen sind kündbar, die anderen nicht. Wären im hiesigen Staatsdienst Beamte, könnten diese nicht bei einem politischen Machtwechsel vor die Türe gesetzt und durch die jeweils andere Klientel ersetzt werden. Ich glaube nicht, dass der Personalhaushalt so aufgebläht ist, weil es zu viele „überbezahlte Staatsangestellte“ gibt. Ich glaube eher, dass es zu viele Staatsangestellte gibt, die aufgrund von Politikerinitiativen nichts arbeiten aber dennoch bezahlt werden. Da, denke ich, fließt das viele Geld hin und nicht an die, die dort wirklich arbeiten gehen. Und wer glaubt, ein Streik könnte nichts bewirken, der sollte einmal kurz nachdenken, welche Auswirkungen es hätte, wenn bei Petropar, ANDE, sowie einigen anderen staatlichen oder halbstaatlichen Betrieben oder auch bei den Telefon- und Internetanbietern ein Streik von einer Woche durchgezogen würde. Kein Strom, kein Benzin und Diesel, leere Supermärkte, kein Telefon, kein Internet, kein Fernsehen etc.! Da bedarf es keiner Großindustrie um einen wirksamen Streik durchzuführen, die Dienstleister reichen völlig aus!

    2. Hallo Asuncion45,
      Deine Aussage, dass die Arbeiter alles zum stehen bringen können, stimmt für Paraguay nicht ganz.
      Die „Gewerkschaften“ vertreten hier schließlich ein kleines Grüppchen von überbezahlten Staats-Angestellten, die sich gegen eine gerechtere Verteilung des Staatsbudgets wehren.
      Die „normalen“ Paraguayer sind nicht organisiert und können mit einem Streik auch nichts gravierendes bewirken. Ihr Streik würde nur die kleine Despensa um die Ecke treffen. Damit der Grosshändler das überhaupt merkt, müßte wochenlang gestreikt werden.

      Der Gedankenfehler liegt darin, dass hier in Py nur sehr wenig produziert wird und hier die „Gewerkschaften“ eine Vertretung einer Minderheit sind.

      1. Antwort siehe oben. Allerdings scheint mir der uns trennende Gedankenfehler darauf zu beruhen, dass allgemein angenommen wird, man brauche für einen Streik Gewerkschaften. Das ist deshalb ein Irrtum, weil Gewerkschaften systemstabilisierend wirken und daher als „Waffe“ für die kleinen Leute völlig ungeeignet sind. Allein die Tatsache, dass Vertreter des DGB beim Bilderberger-Treffen eingeladen wurden, beweist genau diese tragische Realität. Die Bonzen dort sind mit denen in der Politik eng verwoben und daher unbrauchbar.
        Jeder ist zunächst einmal nur für sich selbst verantwortlich und muss sich darüberhinaus in das Gemeinwesen (man nennt es auch schon mal Staat und meint damit leider noch immer diese Selbstbedienungsläden für Parteipolitiker mit dem Titel „Demokratie“)einbringen. Auch in diesem System darf jedoch niemand seine Selbstverantwortung abgeben im Sinne von „ich gebe meine Stimme ab“. Es gilt zwar das Delegationsprinzip aber die Selbstverantwortung bleibt. „Wer in der „Demokratie schläft, wird in der Diktatur (auch Parteiendiktatur) wach“ und „wer seine Augen nicht zum Sehen nutzt, wird sie zum Weinen brauchen“.

  2. Fluglotsen und Feuerwehr von der dortigen Luftwaffe bereit stellen sind besser ausgebildet und der Flugbetrieb kann weiter laufen.Magret Thacher hat es vor gemacht.Auf der Basis Asuncion sind gute best ausgebildete Leute frei,da es Lande Intressen betrifft ist der Einsatz nach den neuen Gesetz möglich.

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