Ein “geplanter“ Überfall

Santa Fe del Paraná: Am gestrigen Morgen wurde wieder Mal ein Geldtransporter überfallen. Wieder einmal gab es keinen polizeilichen Begleitschutz und wieder war es auf km 47 der Supercarretera.

Gegen 08:20 Uhr am gestrigen Montagmorgen wurde trotz Warnung vor einem solchen Überfall ein Geldtransporter des Unternehmens Guardián S.A. leergeräumt. Insgesamt sechs Wachleute der Firma sind in Gewahrsam.

Im Bereich Santa Monica, auf Höhe von km 47, wo schon am 10.04.2017 ein Geldtransporter der gleichen Firma ausgeraubt wurde, kam es erneut dazu. Anscheinend ist der Ort sehr gut gelegen, um die Flucht zu ergreifen. Im Geldtransporter waren vier Angestellte. Im hinterherfahrenden Geländewagen der Firma befanden zwei weitere Wachleute. Allerdings gab einer der sechs Männer an, vergessen zu haben, der Polizei bescheid zu geben. Die Uniformierten begleiten normalerweise alle Fahrten, diesmal jedoch wurde “vergessen“ diese zu rufen.

Die Räuber, es waren wohl zwischen 15 und 20 Personen, kamen in einem Citroën mit brasilianischem Kennzeichen und einem Toyota Hilux. Der Citroën wurde vor Ort in Brand gesteckt, der Geländewagen etwa 30 km entfernt, bei einer Fähre verlassen aufgefunden. Die Wachleute gaben an von den Räubern gezwungen worden zu sein sich hinzulegen und abzuwarten. Allerdings wurde einer der Wachleute später dabei beobachtet, wie er benutzte Patronenhülsen von Gewehren und Pistolen auf den Asphalt schmiss, um diesen als Tatort besser zu markieren. Der anwesende Staatsanwalt Alfredo Acosta Heyn ließ daraufhin alle sechs Wachmänner wegen Komplizenschaft verhaften.

Das letzte Polizeifahrzeug, was den Transport begleitete, blieb an einer Tankstelle geparkt stehen. Am Geldtransporter fand man nur sieben Einschüsse, wovon keiner die Panzerung durchbrach. Der Geldtransporter war feinsäuberlich auf dem Randstreifen geparkt und die Näger, Typ “Miguelito“, wurden anscheinend auf dem Asphalt platziert und wirken nicht wie hingeworfen.

In weniger als einem Jahrzehnt wurden der Firma Guardian S.A. 18 Milliarden Guaranies bei wenigstens 12 Überfällen geraubt. Dies sind knapp 3 Millionen Euro. Sollten jedoch 20 Mann an dem Überfall beteiligt gewesen sein, beträgt die Beute pro Räuber kaum mehr als 50 Millionen Guaranies, wie die Firma informierte.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Ein “geplanter“ Überfall

  1. Rasterfahndung — bei so vielen Taten geht das besonders gut — im eigenen Lager machen …

    Und Ihr habt die schwarzen Schafe bald gefunden.

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