Ein Gesundheitszentrum in prekärer Situation

San Gervasio: Die Gesundheitsversorgung im ganzen Land ist prekär. Teilweise helfen nur Spenden, den Betrieb aufrecht zu erhalten. In einer deutschen Kolonie kommt es auch zu gravierenden Engpässen.

In San Gervasio, im Bezirk von Independencia gelegen, Departement Guairá, befindet sich ein Familiengesundheitszentrum (USF). Gloria Cubas ist Mitglied in der örtlichen Kommission für den Bestand der Einrichtung. Sie bittet um Geld- oder Sachspenden in Form von Beatmungsbeuteln, Rollstühlen, Verbandsmaterialien, Windeln oder anderen Artikeln, die im Gesundheitsbereich vonnöten sind.

Es gibt an diesem Gesundheitsposten nur eine Ärztin und zwei Krankenschwestern. In der freiwilligen Kommission für den Erhalt und Bestand der Einrichtung stehen wenig Geldmittel zur Verfügung. Sogar die Putzfrau muss entweder aus Mitteln der Ehrenamtlichen bezahlt werden oder die Ärztin an dem Posten spendet Gelder für diesen Zweck.

Etwa 280 Patienten suchen pro Monat ärztlichen Beistand in diesem Zentrum. Darunter auch viele Indigene aus den Bergen im Naturschutzgebiet Ybytyruzú. Eine der Patientinnen, Cristina Cantero, sagte, dass sie immer ins Gesundheitszentrum komme und die beste Behandlung erhalte, aber im Notfall bestätigt sie, dass sie ein anderes Gesundheitszentrum suchen müsse, weil kein Krankenwagen zur Verfügung stehe.

Cubas hat den Aufruf auch in sozialen Netzwerken geteilt, die nicht nur dazu dienen sollen sich auszutauschen und Bilder zu posten, sondern auch helfen können um etwas Gutes tun können.

Wer sich für das Familiengesundheitszentrum engagieren will, sei es in Form von Geld- oder Sachspenden, kann Gloria Cubas unter der Nummer, auch WhatsApp, 0982 11 95 79, kontaktieren.

Wochenblatt / Facebook

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14 Kommentare zu “Ein Gesundheitszentrum in prekärer Situation

  1. Wohin man auch schaut – überall das Gleiche ohne Aussicht auf Besserung. Darf man das so sagen? Darf man das kritisieren? Oder treten dann schon wieder unsere „Paraguay-Versteher“ auf den Plan und werfen einem Besserwisserei und Nörgelei vor oder gar „Streitlust“? Auf der einen Seite Mängel und Unfähigkeiten – auf der anderen Seite Landsleute die Kritik an den Zuständen nicht gestatten. In einem Irrenhaus könnte es nicht anders zugehen!

    1. Wenn überall das Gleiche besteht ohne Aussicht auf Besserung, ist es dann nicht sinnlos. immer und immer wieder ähnlich lautende Kommentare abzugeben mit sich wiederholenden Seitenhieben auf die angeblichen Paraguay-Versteher? Sollte man stattdessen nicht lieber die Zeit nutzen, um in der Luther-Bibel zu lesen?`Oder sind wir hier in einem Kasperle-Theater? Ein Irrenhaus ist nichts dagegen. Oder lesen die Irren auch die Bibel?

    2. Du glaubst dich hier profilieren zu müssen, indem du tagtäglich in einem Dritteweltland auf Dritteweltzustände hinweist.
      Diejenigen, die vor ihrer Einwanderung ihre Hausaufgaben gemacht haben, kannten diese Zustände und haben sie zur Kenntnis genommen.
      Du bist erst ausgewandert und hast danach erst danach das wirkliche Paraguay entdeckt und anstatt das Deine zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Einheimischen zu tun, prangerst du Unzulänglichkeiten an. Entweder man macht was positives oder man hält sich wenigstens vornehm zurück aus Respekt vor den Leuten die hier tatkräftig und selbstlos zupacken, z.b bei Feuerwehr, Tierschutz, Bildung, Indigenenhilfe etc.
      Du hingegen lästerst nur rum….

      1. Das ist einfach dummes Zeug! Die Menschen hier sind im Grund auch nicht dümmer als woanders auf der Welt. Was also hindert sie, die teilweise wirklich schlimmen und kriminellen Umstände endlich anzupacken und zu verändern? NICHTS! Dann bleibt doch nur übrig zu sagen: SIE WOLLEN NICHT! Doch nicht alle Menschen in Paraguay sind so und sie möchten positive Veränderungen. Nur werden sie ständig ausgebremst oder mit unfairen Mitteln ausgeschaltet. Und „nur“ weil Paraguay zur Dritten Welt gehört, sollte das so bleiben, sollte man das nicht kritisieren dürfen, sollte das so akzeptiert werden für alle Zeiten. Tut mir leid, eine solche Einstellung ist total destruktiv und nicht nachvollziehbar. Und wer den Leuten hier etwas „Gutes“ tun will, der muß eben damit anfangen die falsch laufenden Dinge beim Namen zu nennen – sonst wird sich tatsächlich niemals etwas ändern. Leider ist es aber auch eine Tatsache, daß sich die meisten Leute hier wirklich nicht gerne etwas sagen lassen wollen. Alles wird als Besserwisserei, als Rechthaberei, und unzulässige Kritik, als Respektlosigkeit hingestellt. Das hat dann etwas mit Ignoranz zu tun – und genau das ist das Problem. Ich kenne viele Landsleute hier, die genauso wie ich viel Zeit und Geld in Land und Leute gesteckt haben. Doch wenn man feststellt, daß alles beinahe „für die Katz“ war, dann verliert man irgendwann jegliches Verständnis. Mir jedenfalls geht es nach 15 Jahre so und ich habe keine Lust mehr mir nur dumme Ausreden anzuhören und in beleidigte Gesichter sehen zu müssen um festzustellen, daß diese Leute überhaupt nicht bereit sind etwas anzunehmen.

        1. Was andere von sich geben, ist halt eben immer dummes Zeugs für den Laienprediger, es sei denn, man lobt ihn. Das erhöht sein Selbstwertgefühl. Seine Profilierungssucht ist eben unbegrenzt. Damit hofft er, seinen fehlenden akademischen Hintergrund ein bisserl auszugleichen.
          Wenn jemand wie er in meinem Seminar gewesen wäre, häte ich ihn vor die Türe gesetzt.
          Grüße vom angeblichen Professorchen an den tatsächlichen, nicht angeblichen und erfolgreichen Schrotthändler aus Deutschland.

        2. Nenne uns doch einfach ein Dritteweltland wo alles besser ist als hier.
          Falls es dieses Land gibt, so würde mich brennend interessieren warum du trotzdem Paraguay auserkoren hast.
          Ich wette mal, dass ausser persönlichen Attacken keine Antwort kommt.

          1. Zumindest in Südamerika gäbe es ein paar Staaten, die in Punkto Infrastruktur besser sind und einen Strand am Meer haben. Mit einer Pension oder Rente wäre es an sich kein Problem dort hin auszuwandern, wenn dies die Gründe sind.
            Warum so viele deutsche Rentner, Pensionisten in Paraguay sind, ist grundsätzlich ein Treppenwitz. Paraguay ist das letzte Land auf Erden welches ich einem deutschen Rentner empfehlen würde.
            Vielleicht waren es die deutschsprachigen Mennos, die schon vor langer Zeit gekommen sind und weil diese deutsch sprechen, haben sie andere Deutsche auch auf die Idee gebracht und abgesehen davon noch die einfachen Einwanderungsbedingungen und billige grosse Grundstücke, die es hier vor einiger Zeit noch gab?
            Wie ich schon mal sagte, braucht es im Land der weltweit einfachsten Einwanderungsbedingungen keinen Einwanderungshelfer, aber sie gibt es hier wie Sand am Meer. Immobilien und Grundstückverkäufer ergibt sich dann auch noch und damit haben wir die deutsche Paraguay Industrie.
            Folge dessen gibt es eben in Paraguay und nur hier, eine grosse Anzahl an Leuten, die nicht ausgewandert sind, sondern vermittelt wurden und wenn man einmal hier ist und gekauft oder gebaut hat, und dann erst bemerkt, dass alles doch nicht so ist, wie gesagt wurde…
            In anderen Staaten muss man es vor allem SELBST tun, das ist es, mehr nicht, denn wie ich schon gesagt habe, mit Pension oder Rente, ist es auch in anderen Staaten an sich nicht schwer seine Residencia zu bekommen und ein Grundstück oder Immobilienkauf oder der Bau eines Hauses würde genau so ablaufen und oft genug nicht einmal wesentlich teurer, aber eben nicht auf deutsch.
            Die Frage ist jetzt, wie lange diese Vermittlungen noch funktionieren oder ob es nicht bereits rückläufig ist, weil sich doch irgendwann herumsprechen muss, dass weder die Hochglanz Internetwerbeseite noch die deutsche Einwanderungsindustrie auf Wahrheit sondern oft nur auf Geschäft aufbaut. Oder noch besser gesagt, schafft es der Deutsche im 21. Jahrhundert selbstständiger zu werden oder braucht er immer noch eine Führung?

        3. Wie kommt es nur, dass ich bisher keinerlei kritische Kommentare zu den Kommentaren anderer geschrieben habe, abgesehen von einigen Zitaten von Theologie-Professoren und anderen Wissenschaftlern bzw. Intellektuellen als Antwort auf die von Igor, aber dauernd Gegenkommentare zu Manni?
          Ganz einfach: die besserwisserischen, beleidigenden, von Arroganz und Selbstbeweihräucherung triefenden Kommentare (ich als guter Christ) gehen mir auf den Geist. Das betrifft auch die Kommentare Manni’s zu denen anderer. Er unterstellt ihnen etwas ohne Unterlaß, hält sie anscheinend für geistig minderbemittelt und operiert dauernd mit Halbwahrheiten und Lügen, unterstellt diese aber anderen. Er sttellt Forderungen, die er selbst nie und nimmer erfüllt. Etwa: Toleranz. Summa sumarum: ein kleines, bemitleidenswertes Kerlchen.

  2. Man kann es kritisieren oder man kann helfen:
    „Wer sich für das Familiengesundheitszentrum engagieren will, sei es in Form von Geld- oder Sachspenden, kann Gloria Cubas unter der Nummer, auch WhatsApp, 0982 11 95 79, kontaktieren.“
    Was sie als Christ tun bleibt Ihnen überlassen.
    Vorgelgt haben Sie ja bereits!

    mfg

  3. Wie im ganzen Staat: Geld ist vorhanden (man rechne mal die IPS-Einnahmen hoch), aber es wird geklaut ohne Ende.
    Zum Beispiel durch Aerzte, die stempeln lassen, aber kaum arbeiten.

  4. Man kann ja nach einem selbst erlittenen und überlebten Herzinfarkt selbst in die Apotheke gehen, fahren oder schwimmen und sich sich eine Packung Z-Moll, Analer (Allergiker), Antidiareha (Durchfall), Windeln und Menthol kaufen. Dann spart man sich die acht Stunden Wartezeit im Spital, um diese Herzinfarkt-Mittel verschrieben zu bekommen.
    Ja, ich geb zu, der Komment war nicht witzig und auch nicht geistreich. Um den witzige-geistreichen Einzellern von Einzeilern in formaler Antwort auf meinen Kommentar zuvorzukommen: Ja, ich – und nicht die hiesigen Hobbypolitiker, -ärze und -beatmeten aus dem Beatmetenhäuschen fahren, gehen oder schwimmen jetzt in den Keller, um sich zu schämen. Also dann, und weg.

  5. Wir wollen an diesen destruktiven Diskussionen lieber nicht teilnehmen.
    Stattdessen haben wir uns nach Rücksprache mit Gloria Cubas dazu entschlossen ein Blutdruckmessgerät zu spenden.
    https://www.amazon.com/gp/product/B07DFYKGYJ/ref=oh_aui_detailpage_o00_s00?ie=UTF8&psc=1
    Ist wahrscheinlich nicht viel, aber immerhin etwas.
    Wir wollen damit zeigen worum es in diesem Artikel wirklich geht. Die Behandlung in diesen Gesundheitszentren ist absolut kostenlos.Wir denken also es kann nicht falsch sein auch einen kleinen freiwilligen Obolus zu entrichten.

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