Ein Hüter für Recht und Ordnung

Asunción: Ein Bürger legte sich mit einem Taxifahrer in Asunción an. Er trat für Recht und Ordnung ein, weil dieser den Fußgängerweg blockierte. Sechs Minuten dauerte die Auseinandersetzung.

Der Beschwerdeführer wollte die Straße 14. de Mayo am Samstag überqueren, jedoch versperrte ein Taxifahrer den Zebrastreifen, der für Fußgänger gedacht ist. Als der Mann den Taxifahrer aufforderte, er solle das Fahrzeug wegfahren, damit er die Straße überqueren könne, weigerte sich dieser. Mit dem Handy nahm der Betroffene die Reaktion des Fahrers auf. „Ich arbeite“, rief er.

Der Taxifahrer holte Straßenverkäufer zu Hilfe um seinen Standpunkt zu verteidigen. Als ein Passagier einstieg fuhr er schließlich weg.

Der sich Beschwerte nennt sich Daniel und berichtete, er hätte auch woanders über die Straße gehen können, wie jeder andere auch. Jedoch habe er es leid, dass die Rechte der Staatsbürgerschaft nicht respektiert würden. Das sei zwar ein kleines Detail, werde aber der Gesellschaft helfen, zivilisierter zu werden.

„Ich könnte sogar, wie in anderen Ländern, über das Taxi gehen. Jedoch entschloss ich mich, den Protest öffentlich zu machen“, sagte Daniel. Er fügte an, immer mehr Bürger protestieren gegen die Verletzung ihrer Rechte und er würde nun vermehrt mit ihnen zusammenarbeiten.

Das Parken auf dem Fußgängerüberweg gilt in der Bußgeldverordnung als “schweres Vergehen“, laut Angaben der städtischen Verkehrspolizei PMT. Die Geldbuße dafür beträgt 853.500 Guaranies.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Ein Hüter für Recht und Ordnung

  1. Seit ich D.Ö.CH Richtung wilden Süden Amerikas verlassen habe, habe ich weder gesehen, dass jemand an einem Fußgängerstreifen einem Fußgänger den Vortritt gewährte, noch mache ich das, noch will diesen ein Fußgänger aus Angst überfahren zu werden haben, noch nutze ich Fußgängerstreifen. Hier fährt man aufgrund unklarer oder nicht existierender Signalisierung, Straßenlöcher, Wassergräben und Bäumen auf der Straße nicht nach Verkehrsregeln sondern nach Augenkontakt, Verstand, Rücksicht und dem Recht des größeren und teurer aussehenden Fahrzeugs. Oder wer schneller fährt bekommt zwangsläufig auch den Vortritt. Die im Artikel beschriebenen Zustände gleichen ja europäischen Verhältnisse, die nicht einmal ich in Paraguay haben möchte. Hatte bis heute nie Probleme, denn es haben mir im Straßenverkehr immer mindestens ein paar Zentimeter zur mittleren Katastrophe gefehlt. Meistens kann man eh nicht schneller als 20km/h fahren und neben her noch sein Celular und Teerere bedienen.

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