Ein langgehegter Traum im Chaco zerplatzt wie eine Seifenblase

Puerto Maria Elena: Ein langgehegter Traum aus dem Jahr 2017 über die Renovierung und den Neubau der Schule Nr. 14499 in der eingangs erwähnten Stadt im Chaco, Alto Paraguay, wird wohl nie wahr.

Seit August letzten Jahres sind die Arbeiten eingestellt. Die Direktorin der Schule, Celina Diaz Jara, richtete am 8. Januar eine Beschwerde an den damaligen Bildungsminister Enrique Riera, an den Direktor der Nationalen Direktion für indigene Erziehung, César González und die damalige Gouverneurin von dem Departement, Marlene Ocampo. Bis heute erfolgte keine Antwort über den Fall.

Geplant waren die Errichtung von drei neuen Klassenzimmern, eines Sanitärgebäudes und die Installation einer Wasserpumpe. Das Projekt ist Teil eines Umwandlungsprogramms für die Verbesserung der Lernbedingungen in indigenen Schulen für mehr Bildung und Gerechtigkeit.

Im Rahmen dessen kam es am 27. April 2007 in Madrid, Spanien und am 3. Oktober 2007 in Paraguay zu der Unterzeichnung einer Umschuldungsvereinbarung mit einem Wert in Höhe von 10 Millionen US Dollar. Ziel dabei war es, dass es zu einer wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Paraguays bei Entwicklungsproblemen im Bildungssektor kommt.

25 indigene Gemeinschaften sollen dabei beim Bau von Klassenzimmern, Brunnen und Toiletten profitieren, auch die eingangs erwähnte Bildungseinrichtung.

„Das Unternehmen Margen SA hat mit den Bauarbeiten begonnen und im August letzten Jahres beendet. 20% von dem Projekt sind aber erst verwirklicht“, klagte Jara.

González, der Direktor der Nationalen Direktion für indigene Erziehung, sagte, dass in der Tat Probleme mit dem Auftragnehmer aufgetreten seien. Die Unannehmlichkeiten werden durch geeignete Schritte behoben. Für die Durchführung des Gesamtprojekts hat der Paraguay-Spanien-Fond für Bildung in Schulen 5,252 Milliarden Guaranies zugewiesen.

Wochenblatt / Ultima Hora

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1 Kommentar zu “Ein langgehegter Traum im Chaco zerplatzt wie eine Seifenblase

  1. Wer außer den Bedürftigen sollte auch ein fundamentales, verantwortliches Interesse daran haben, dieses Projekt (wie viele andere im Lande auch) weiter voran zu bringen? Die üblichen Zuwendungen sind wie immer, bereits bei den ersten Ratenzahlungen erfolgt und damit wurde der Zweck der Übung schon einmal erreicht. Ein großer Fehler ist ohnehin, daß üblicherweise zu Baubeginn eine größer Vorauszahlung fällig wird, die absolut nichts mit dem Baufortschritt zu tun hat. Das lädt ja geradezu zu Mißbrauch und Betrug ein. Bei größeren Bauvorhaben ist es in Deutschland z.B. üblich, daß der Bauträger gegenüber dem Bauherrn eine Bank-Erfüllungsbürgschaft vorlegt – umgekehrt der Bauherr gegenüber dem Bauträger eine Bank-Zahlungsbürgschaft über die gesamte Bausumme. Außerdem erhält der Bauträger seine Raten erst NACH erfolgten Bauabschnitten und niemals im Voraus. Ein Bauträger der nicht voraus finanzieren kann (trotz Bürgschaft) ist ohnehin ein potenzieller Pleitegeier von dem man am besten die Finger läßt.

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