Eine Nachricht geht um die Welt

Asunción: In Australien wird darüber berichtet, in Japan, den USA sowie in Großbritannien. In Paraguay hingegen war es nur eine Randnotiz. Eine 14-Jährige starb bei der Geburt. Sie wurde Opfer einer Misshandlung.

Nach 22 Tagen im Nationalkrankenhaus Itauguá kam es bei der natürlichen Entbindung zu Problemen und man schwenkte auf einen Kaiserschnitt um. Die 14-Jährige, vermutlich geschwängert von einem 37-jährigen Nachbarn, sollte ein 4,49 kg schweres Baby zur Welt bringen, was außergewöhnlich schwer ist. Sie selbst starb dabei. Sie erlitt Herzprobleme und hatte zudem eine Harnleiterentzündung. Das Baby überstand die Entbindung und wird medizinisch betreut.

Pro Tag kommen zwei Kinder in Paraguay zur Welt, deren Mütter 10 – 14 Jahre alt sind und deren Kinder meist Produkt einer sexuellen Misshandlung ist, nicht selten durch Bekannte und Stiefväter. Abtreibung ist in Paraguay kein Thema. In Ausnahmefällen, wenn Ärzte absehen, dass sie mit der Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährden, kann einem Schwangerschaftsabbruch von medizinischer Sicht zugestimmt werden.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Eine Nachricht geht um die Welt

  1. „Pro Tag kommen 2 Kinder zur Welt, deren Mütter 10-14 Jahre alt sind und deren Kinder meist das Produkt einer sexuellen Mißhandlung… “ Wie verkommen, wie abscheulich das nur ist. Ich kann das nicht richtig einordnen. War das schon immer so in Paraguay, oder ist das eher eine Neuentwicklung? Vielleicht können uns dazu die hier öfters kommentierenden Paraguay-Versteher etwas sagen, damit wir das „rechte Verständnis“ dafür bekommen können?

  2. Jetzt kann sich ja der 37-jährige Nachbar um das Kind kümmern. Wenn er seinen Dödel schon in ein 14-jähriges Kind reinstecken kann ohne Verhütung, dann wird er doch sicherlich die Verantwortung übernehmen aus seinem Tun, oder nicht?

    4,5 kg aus einem noch nicht voll entwickelten Mädchenkörper zu gebähren – ist klar, dass da Komplikationen auftreten.
    Schlimme Geschichte, aber es kommt alarmierend oft vor in Paraguay. Und da Abtreibung ja kein Thema ist bei Vergewaltigungen, werden wir weiterhin lesen müssen, wie 9-jährige Mädchen Babys gebähren.

  3. Nun, Simplicus, 2 Kinder pro Tag von 10-14-jährigen Müttern, das scheint mir selbst in Paraguay zumindest leicht übertrieben. Das wären pro Jahr ca. 730 Fälle. Bei einer derartigen Anhäufung solcher Fälle würden sich die bekannt gewordenen nicht auf eine Zahl beschränken, die man pro Jahr an einer Hand abzählen kann. Selbst wenn man so manche Fälle verschleiern möchte, wäre dies in so einem hohen Maß gar nicht möglich. Denn nicht alle Geburten werden so problemlos vor sich gehen, daß man sie so einfach verschweigen kann. Soweit es sich um Mädchen im Kindesalter von 9-12 Jahren handelt, kann man mit Sicherheit von Vergewaltigungen ausgehen. Denn kein Mädchen in diesem Alter würde sich bewusst mit einem GV mit einer erwachsenen Person einverstanden erklären, da sie nicht einmal weiß, was man unter diesem Begriff versteht.

  4. @simplicus nach der strössner diktatur war das – so wie es selbst die paraguayer erzählen – eigentlich immer schon so und es wird vermutlich noch ärger werden, vormal sich eben die „altersfrage“ etwas aufdrängt, d.h. früher waren die meisten eher 14, jetzt geht es mehr in richtung 12+ da eben der informationsfluss – jeder hat handy, jeder hat zugang zu allen informationen – immer grösser wird.

    @Martin .. das ist keineswegs übertrieben, die grauziffer ist noch viel höher als man glaubt. problem ist das von den 730 fällen, wenn man davon ausgeht, vielleicht mal 1% an die öffentlichkeit kommt. bei den indigenen ist es noch viel schlimmer also unter den paraguayern. es interessiert eigentlich keinen streng nach dem motto „wird schon nix passieren“. ich kenne alleine in meiner nachbarschaft schon 5 solche fälle, davon eine 12jährige die bewusst den „kick“ suchte, das kind samt kind kommt ins heim und das thema ist erledigt, die mutter bekommt eine aufs dach erledigt, resultat daraus, es wird weiter gebummst weil das geld fehlt. ausländer würden verhüten, paraguayer verhüten einfach nicht, daran liegt der unterschied warum soche zahlen nicht auch in Europa an der Tagesordnung stehen.

    1. Alex, es liegt nicht unbedingt an den 5 oder 10 Mil, die Kondome kosten. Es liegt vielmehr daran, das die „Machos,“ sich mit jedem Kind als Held bestätigt fühlen, aber keine Verantwortung übernehmen wollen. Wenn die das Mädel gebummst haben, verschwinden diese. Ein weiterer Fakt ist, das die Eltern des Mädels oder Familie nicht immer unschuldig sind. Viele werden für ein paar kröten “ ausgeliehen“ oder gar vom Onkel, Bruder usw zu sexuellen Handlungen genötigt,was von der Mutter oder den Eltern geduldet wird, weil Familie zeigt man nicht an. Wie sieht es denn für den Nachbarn aus, wenn ich meine eigene Familie an den Pranger stelle.

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