Ein letzter Ruck

Hannover: Crowdfunding zahlt sich anscheinend aus. Zumindest ist diese Art Gelder für neue Projekte zu gewinnen von den Lesern angenommen wurden. Binnen etwas mehr als einem Monat sammelten die drei Filmstudenten der HS Hannover Eileen Florian, Claudia Jordan und Andy Kujath immerhin 2.865 Euro durch Kleinspenden, die jedoch erst ausgezahlt werden können, wenn 3.500 Euro erreicht werden. Zeit bleibt dafür noch ganze 10 Tage. Mit dem Geld sollen Flüge nach Paraguay sowie Essen und Unterkunft vor Ort finanziert werden während ein Dokumentarfilm über Deutsche Kolonien in Paraguay entsteht.

Einige schon feststehenden Punkte um die die Drei keinen Umweg machen werden sinddas Schwarzwalddörfle, das Hostal vom Enten Walter in Coronel Oviedo und die Kolonie Independencia. Frei nach dem Motto aus vielen kleinen Teilen ein Puzzle zu erstellen soll der Film Teile des Deutschtums beleuchten, die bis dato wenig zu sehen waren.

(Wochenblatt)

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36 Kommentare zu “Ein letzter Ruck

  1. Schade, dass die drei hauptsächlich deutsche Ecken aufsuchen und von dort berichten werden. Es gibt hier im Land so viele schöne Plätze, an denen man nicht ständig Deutschen begegnet.

  2. …schließe mich an, du hast es richtig formuliert!
    Und dann fehlen da noch die Mennos, die sprechen ja noch den Ostpreußischen Dialekt und gehören auch zu Paraguay.
    Aber was soll es?

          1. Schön wäre halt, wenn man es hier in Deutschland auch verstehen könnte, gerade wenn man sich als Deutscher für Paraguay interessiert.

  3. Liebe Leser,

    ich bin eine der drei Filmer. Erstmal: ich freu mich über jeden Kommentar und jede Anmerkung. Ein paar Fragen kann ich auch direkt klären. wir werden auch versuchen die paraguayische Kultur mit einfließen Zu lassen, um so den Kontrast der beiden Kulturen besser darstellen Zu können. Außerdem haben wir einen wertvollen Kontakt geknüpft, der uns in eine Menno Siedlung begleiten wird. Natürlich versuchen wir möglichst viel von dem Land Zu beleuchten. Trotzdem kann der Film nur 45- Minuten lang werden. Deshalb haben wir uns drei Hauptprotagonisten ausgesucht. unser Film soll nicht in erster Linie deutsche Kolonien oder Siedlungen beleuchten, sondern einen Blick auf die deutsche Kultur geben, Wie und ob sie in Paraguay gelebt wird.

    wir würden uns riesig freuen wenn ihr von unsrem Projekt erzählt, uns unterstützt und uns so helft unseren Film Zu verwirklichen!

  4. Ich kenne Enten-Walter. Er ist ein seit Jahrzehnten in Paraguay lebender Deutscher, aber alles andere als ein „Deutschtümler“ und vor allem ein profunder Kenner Paraguays und der Lebensverhältnisse in diesem Land. Sollten seine Erkenntnisse, die aus eigener Erfahrung resultieren, in das Projekt einfließen, ist ein objektives Ergebnis garantiert. Viel Spaß bei der Projektarbeit und gutes Gelingen.

    1. da hast du den Kern getroffen, Peter. Walter ist einer der hauptprotagonisten und nimmt die Rolle eines deutschen ein, der sich selbst nicht mehr als deutscher fühlt. Er wird uns ein paar Ecken zeigen, die er in Paraguay so liebt: sein Paraguay.
      ich freue mich über die rege Diskussion. Nur her mit euren fragen, ich beantworte sie gerne!

          1. Ich finde euer Vorhaben gut und unterstützenswert. Seid mir aber auch nicht böse, wenn ich meine, dass vier Wochen Zeit ein wenig eng geplant sind, wenn man eigentlich noch gar keinen Plan hat, d.H. auf Aussagen Anderer planen muss und ein grossen Land vor sich hat.

            Viel Glück wünsche ich euch. Ich finde die Zeit aber echt zu kurz. Auch ihr werdet nicht in der Lage sein nach der Zeit zu wissen, ob es denn wirklich neutral ist, was dabei heraus kommt.

            Liebe Grüsse, ich bin zur Zeit auch mal wieder etwas länger in Deutschland und geniesse es. Muchas suerte

          2. Viel Glueck bei Eurem Vorhaben !
            Aber ob der August so ideal ist ? Wuerde dies an Eurer Stell um 4 Wochen nach hinten verlegen . August ist ja noch mitten im Winter , und da ist hier in PY nicht so toll was los ! Einfach zu kalt !!

    2. Apropos Walter und Paraguay. Ist ganz sicher ein anderer Walter aber dafür um so hörenswerter:

      http://www.youtube.com/watch?v=4wjy8MFiOBg

      Eine paraguayische empleda am Telefon, me encanta 🙂

    1. Ihr habt alle Recht: 4 Wochen sind richtig knapp. Allerdings drehen wir den Film als Abschlussfilm unseres Masterstudiums, wir haben also recht strenge Vorgaben, wann der Film fertig werden muss und wann wir drehen können (Semesterferien).
      Wir würden natürlich gerne länger nach Paraguay lassen, Zeit und Geld lassen dies aber nicht zu.

      Trotzdem wird der Film nicht unsere Meinung widerspiegeln, sondern Geschichten, Ansichten und Erfahrungen der Protagonisten dokumentieren.

  5. Was ein Bericht ueber eine Kneipe viel an Neuigkeiten bieten kann, ist mir nicht ganz klar.
    Aber man sollte vielleicht diese typisch deutschen Ecken mal verlassen und dort schauen, wo auch Auswanderer wohnen, die wie bei mir hier, im Umkreis von 5 km sich aufhalten,wie ich mitten in einem paraguayischen Dorf ihr Leben hier gestalten,sich mit hiesigen Damen zusammengetan haben, Familien gegruendet, ihr Geld hier verdienen (nicht an neuen Zuwanderern durch Verkauf von wertlosen Immobilien, Fuehrerscheine etc.)und es nicht noetig haben, im Trueben zu fischen und andere ueber den Leisten zu ziehen.Wo man nicht nur noch ueber Rechtanwaelte miteinander verkehrt und nach anderen Landsleuten mit Schmutz wirft.Wo man seinem Nachbarn hilft, wenn er es braucht und dies auch noch unentgeldlich, wo aber jeder auch seine eigenen Wege geht.
    Wer das moechte ist herzlich eingeladen.
    Es gibt natuerlich wie ueberall auch ein paar Randerscheinungen, aber diese stoeren nicht das Gesamtbild und werten von den Hiesigen auch so gesehen. Der Paraguayer ist ein guter Beobachter und bemerkt schnell was los ist.

    1. Lieber Miguelito,

      Danke für deinen Hinweis. Wir haben drei Hauptprotagonisten, einmal die Schwarzwalddörfler, die Neueinwanderer, die ihre deutsche Kultur mit nach Paraguay bringen, daran festhalten. Als zweites Entenwalter, der mit einer Paraguayerin zusammenlebt und sich selbst nicht mehr als Deutscher, sondern als Paraguayer definiert und Ricardo, er ist in Independencia geboren, seine Großeltern sind nach dem ersten Weltkrieg nach Paraguay ausgeandert. Er ist sozusagen zwischen den Kulturen aufgewachsen.

      Wie schon vorher erwähnt, wollen wir auf unserer Reise auch mit Paraguayern reden, eine Menno-Siedlung besuchen und durch unser Crowdfundingprojekt haben wir noch andere interessante Kontakte geknüpft.
      Wir bewegen uns bewusst in diesen deutschen Ecken, da wir einen Film über das Deutschsein in Paraguay machen.

      Sicherlich wäre es auch interessant, abseits davon zu filmen, dann würde es aber ein anderer Film werden.

      1. Die Auswahl passt dann wohl sehr gut. Hauptsache als Fazit kommt bei den Zuschauern dann NICHT rüber, dass man hier mit ein paar Euro und der Idee einer typisch deutschen Gaststätte reich werden kann. Sowas wurde leider sehr oft bei den Auswandererserien suggeriert. Hier sind schon viele hergekommen, die ein kleines Vermögen gemacht haben – und ein viel größeres ausgegeben haben.
        Deshalb eine Bitte: seht euch wirklich gut um und sprecht mit den Paraguayern und mit Ausländern. Auch wenn 4 Wochen nicht lang sind – es reicht aus, um einen relativ objektiven Film zu machen.

        1. Lieber Heiko,

          diese Sorge wurde uns gegenüber schon öfter geäußert und ich denke die kam bei all den Kommentaren hier auch wirklich rüber. Wir werden wirklich versuchen mehrere Seiten zu zeigen.

          Wir drei sind sehr ambitionierte junge Journalisten und auch noch recht idealistisch. Da wir unseren Film durch Spenden, Sponsoring und eigenem Ersparten finanzieren werden, sind wir total unabhängig.

          Aber ich finde es wirklich toll, dass ihr teilweise sehr skeptisch seid. Ich finde es wichtig, solche Aussagen zu berücksichtigen. Es sind auch wichtige Informationsquellen für uns, da uns leider das Geld fehlt, um eine Vorab-Recherche vor Ort durchführen zu können.

  6. Lieber Horst,

    wenn du uns auf unserer Crowdfunding-Seite www.startnext.de/deutsche-kolonien-in-paraguay mit 30 Euro unterstützt, erhältst du den Film als Downloadlink und eine persönliche Postkarte von uns.

    So bekommst du den Film am schnellsten zu sehen! Sonst muss du wohl ein bisschen warten, bis wir ihn bei einem Sender untergebracht haben.

    1. „Crowdfunding“? „Downloadlink“?… Schöne Wörter aber von uns Deutschen gelehrt. Die zusammengesetzten Wörter im deutschen sind für die Amerikaner, sprich Amis, sehr kompliziert. So etwas gab es vor hundert Jahren im angelsächsischem Sprachraum kaum. Zusammen gesetzte Substantive wie „Isopropilprophemilbarbitursauresphenildimethitdimenthylaminophirazolon“ klingen ausländisch sind aber deutsch. Rechtschreibreformen steuern gegen „Verkomplizierung“ an. EINFACH ist einfacher zu übersetzen… NEIN!!! EINFACH vereinfacht auch die Denkmuster.

      Egal wohin man geht in der Welt, ab einer bestimmten Stufe „nach unten“ wird’s EMOTIONAL. Guckt dort und versucht Deutsch zu sein.

      LG

    2. Hallo Claudi,

      ich begrüße sehr was Ihr vorhabt. Die Idee mit dem „Croudfunding“ ist auch super. Ich bin gespannt auf eure Reportage. Warum macht ihr denn nicht noch einen kurzen Trip nach Hohenau? In Hohenau sollen doch auch sehr viele Deutsche leben, wenn nicht sogar die meisten.

      LG

    1. Hallo,
      alle Spenden fließen in die Umsetzung des Films. Wir müssen das Equipement verischern, Kamerakkus und SD-Karten zukaufen, einen Mietwagen bezahlen, Unterkunft und Verpflegung. Außerdem würden wir gerne in der Postproduktion in einen professionellen Sprecher investieren. Der Betrag auf startnext ist ein Anfang, aber jeder von uns investiert zusätzlich Erspartes in diesen Film.
      Außerdem geht ein kleiner Teil für die Dankeschöns ab. Jeder Spender bekommt von uns nämlich eine kleine Aufmerksamkeit.

      Um Werbung geht es in der Doku nicht, nicht Walters Unternehmen oder das Restaurant der Schwarzwalddörfler stehen im Vordergrund, sondern deren persönliche Geschichten und Ansichten.

  7. Hallo Claudia, ich finde es schon jetzt schade dass es viel Blablabla um den Film gibt, aber das wahre Paraguay sicherlich kaum entdeckt werden wird von euch. Ihr werdet mit Deutschen ueber das Land reden, die Meisten von Ihnen koennen weder die Sprache noch die Sitten verstehen, tja und sehr viele haben schon mal von Armut gehoert, aber „hier in unserer Naehe gibt es das NICHT“ werdet Ihr oft hoeren. Egal es wird ja sowieso nur ein Film von Deutschen fuer Deutsche(ist nicht boese oder wertend gemeint)also der Wahrheitsgehalt ist bedingt wichtig.
    Freut euch auf einen schoenen Urlaub.

    Lg

    1. Das ist jetzt etwas ungerecht. Es ist klar gesagt worden, dass es ein Film von Deutschen über Deutsche in Paraguay werden soll. Es soll kein Film über Paraguay allgemein werden.
      Und was ist Wahrheit?
      Es soll doch darum gehen, wie diese Deutsche ihre neue oder alte Wahlheimat sehen, wie sie sie begreifen und darin leben, nicht wie das Leben der Paraguayer in Paraguay ist. Das wäre sicherlich ein anderes sehr lohnendes Projekt.

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