Mitglieder des Vorstandes der Kolonie Neuland vor Gericht

Asunción: Derzeit wird vor Gericht ein Fall behandelt bei dem Oberschulze Edwin Reimer, sein Stellvertreter Heinrich Dyck sowie sieben weitere Mitglieder der Verwaltung angeklagt sind weil Hans Schapansky als rechtmäßiger Erbe keinen Schadensersatz von der Mennonitenkolonie erhielt, die ohne sein Einverständnis Güter seiner Eltern veräußerte. Genau dieser Missstand aus dem Jahr 2008 wird seit Ende April  gerichtlich von ihm eingeklagt.

Die Klagepunkte der Causa “E. R. Y OTROS S/ AMENAZA, VIOLACION DE DOMICILIO” umfassen Bedrohung, Hausfriedensbruch, Einbruch, Verleumdung und üble Nachrede. Weitere Prozesse mit mehr Klagepunkten werden derweil vorbereitet. Der Prozess wird in weitere Instanzen gehen, da für den Kolonie-Vorstand viel auf dem Spiel steht und die Blamage durch das Verlieren groß wäre.

Ein Stellungnahme der Kolonieverwaltung Neuland liegt zum jetzigen Zeitpunkt der Redaktion noch nicht vor.

(Wochenblatt / Poder judicial)

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14 Kommentare zu “Mitglieder des Vorstandes der Kolonie Neuland vor Gericht

  1. Die Anklage beruhte auf keinerlei Tatsachen und ist schon in der ersten Instanz geklärt worden. Der Kläger hatte keinerlei Beweismittel, auch die Zeugen haben nichts beigetragen.
    die Geschwister Schapansky befinden sich in einem Erbstreit, wo sie beim Sozialkomitee, welches der Kolonieverwaltung untersteht, um eine Vermittlung. Es wurde ein Abkommen unter den Geschwistern unterzeichnet, auch von Hans, wie die Erbschaft aufgeteilt werden sollte. Das ist letztendlich von Hans nicht respektiert worden. Noch ist das Erbgut nicht veräussert worden, und die Erbschaftsregelung unter den Geschwistern wird gerichtlich geregelt werden, auf Antrag der Geschwister.
    die Anklage auf die Mitglieder des Vorstandes der Kolonie sollte eine Erpressung sein, zu der Hans sich hat brauchen lassen, leider.

    1. Herr Reimer, die ganze Kolonie weiß doch das bei Schapanskys auf dem Hof im Dezember 2012 ein sogenanter Ausruf stattfand, organisiert vom Sozialamt Neuland. Da wurde alles verhöckert was nicht Nit und Nagelfest war. Auf den Sachen die nicht verkauft, verschenkt oder einfach mitgenommen wurden, klebt heute noch ein Preisschild drauf, wie können Sie behaupten das noch kein Erbgut veräussert wurde. Und bei dem Abkommen der sogenante Acuerdo haben mindestens ein oder zwei der Geschwister nicht unterschrieben. Das kann doch nicht sein, daß Sie Herr Reimer nicht wissen was ihre Untertanen so treiben.

  2. Eine sehr wichtige Eklärung! Da man den
    Vorstand kriminelle Handlungen unterstellt, was nicht stimmt. Leider haben sich Personen unter falschen Versprechungen missbrauchen lassen.

  3. Thomas Janzen

    Es war auch nicht zu erwarten das Sie etwas anderes schreiben werden, da Sie nicht im Bilde sind was Ihre Angestellten treiben,oder??? Die Fiscalia ist voll mit Anzeigen gegen Sie. Dieser Juicio von Hans Schapansky ist nur ein „Sandkorn“ im Gegensatz zu der „Wueste“ die auf sie zukommt.Im Fall Hans S.ist erstmal die erste Instanz zu Ende,und die konnte Er nicht gewinnen weil Ihm nicht soviel „Sociogelder“ zur verfuegung standen…………..!
    Und es ist eine Luege das Sie behaupten das alle Geschwister unterschrieben haben. Sie haben es ja vor drei wochen selber zu Ihren Buergern auf einer Buergerversamlung gesagt.Sie als Colonie und Coop.haben kein recht sich in eine Erbschaft einzumischen wenn eine sucesion in Asuncion im Gericht aufgemacht wurde. Genauso wurde auch meine sucesion 2004 aufgemacht, als mein Vater starb. Und die Coop.Neuland hat widergesetzlich mir 2005 mein Erbe enteignet und die sucesion ist bis heute noch nicht abgeschlossen in Asuncion. Es warten noch weitere 5 Juicios auf Sie meine Herren, darunter auch einer wegen „Menschenrechtsverletzung“ gegen 6 personen. Und es handelt sich nicht um Erpressung Herr Reimer, unsere Anwaelte haben bis jetzt nur dafuer gesorgt das „Ihre Anwaelte“ reich werden.

  4. Ich bin nicht von Neuland und hab keine Ahnung,was da läuft aber ich stell mir vor,das von einer Erbschaft erst Schulden bezahlt werden müssen.(Von sowas leben Rechtsanwälte)
    Wen das nicht die Situation ist lass ich mich gern Informieren.

    1. Das könnten uns am besten die Angestellten vom Sozialamt sagen, aber bis jetzt hüllen sie sich in Schweigen.

  5. Besorgter Bürger

    Der Prozess der 1. Instanz ist wie es nicht anders sein sollte, 100% gewonnen für die Angeklagten.
    Kläger geht leer aus, die Angeklagten bezahlen die Gerichtskosten, das heißt die Mitglieder der Col. Neuland bezahlen die ganzen Kosten.
    Weil die Angeklagten alle Angestellte der Col. Neuland sind, werden sie auch von dem unter Vertrag stehenden Anwalt der Col. Neuland Jose Almada verteidigt. Almada ist schon bekannt wie er im Jahre 2003 die Checkaffäre Neulands im Sande verlaufen ließ und die eigentlich Schuldigen nie verurteilt wurden.
    Das heißt, Mitglieder der Col. Neuland bezahlen Anwaltskosten und Gerichtskosten, obzwar alle einzeln und persönlich angeklagt wurden und nicht die Cooperativa Neuland auch nicht die Kolonie Neuland. Eigentlich hätte sich jeder ein Anwalt nehmen müssen um sich zu verteidigen
    Wenn Mitglieder untereinander Probleme haben und beim Vorstand um Hilfe suchen, so werden sie darauf hingewiesen sich selber Anwälte zunehmen um ihre eigene Probleme zu lösen.
    In diesem Fall trifft es auf den Vorstand selber zu, nehmen sich aber das Recht heraus, Anwälte und Gerichtsunkosten auf Kosten der Mitglieder zu bezahlen.
    Momentan lässt Herr Reimer verkünden das man gegen Herr Schapansky gewonnen hat und mit der Erbschaftseinteilung fortfahren wird.
    Der Anwalt von Herr Schapansky hat schon Berufung (apelacion) angekündigt. Es kann noch heiter werden.

    1. Das Urteil des Richters hängt doch von den Zeugenaussagen ab, hätten die Zeugen bestättigt was in der Anklage steht, wäre das Urteil anders ausgefallen. Kein Richter kann es sich leisten ein ganz ungerechtes Urteil zu fällen.

  6. Gerd Derksen

    Wieso ist Herr Janzen nicht zufrieden mit dem Ergebnis vom Fall Hans Schapansky?Er und seine Rechtsanwaelte haben doch alles bezahlt bekommen,schaetze Ich.Mehr Informationen unter 0981929351.Kenne Hans Schapansky und Thomas Janzen seeeeeehrrrrr gut.

  7. Wilfried Braun

    Ich bekam kürzlich eine Email zugeschickt von einen aufmerksamen Leser. Er schrieb mir was er kürzlich gelesen hatte und ich dachte das passt genau hier rein.
    Zitat:Eine Diskussion zwischen zwei englischen Generäle zur Palästina Frage. Der eine sagte, es gibt doch so etwas wie eine universelle Gerechtigkeit. Darauf erwiedert der andere. Nur das Himmelreich gründet auf Gerechtigkeit, alle anderen Reiche dieser Welt gründen auf Macht und Geld. Da ist Paraguay auch nicht anders.
    Ich kann nur sagen. Wie Wahr.

  8. Ein Sprichwort sagt: Aus Erfahrung wird man klug, aber nicht reich. Allerdings hängt das Klug werden davon ab, ob man aus den Erfahrungen die richtigen Schlussfolgerungen zieht. Eine noch bessere Form klug zu werden ist aus den Erfahrungen Anderer zu lernen, da man diese nicht selber bezahlen muss.Wir sollten sehen einen anderen Weg zu finden, Meinungs Verschiedeheiten zu begleichen.Ich habe noch nie, und von niemanden gehört er habe ein gerechtes Urteil vom Gericht erhalten.Die einzigen Gewinner sind die Abogados. Fúr alle andern gilt :Gerichte bringen nichts, kosten viel und hinterlassen schier unheilbare Wunden. Meine Bitte an Alle nehmt das Gericht nicht in Anspruch
    Gerhard Dyck Asunción.

  9. Hier scheint es ja offensichtlich noch ganz andere Welten zu geben, die man so gar nicht kennt. Ganz schön was los hier.
    Doch denke ich, dass solche Dinge intern ausgetragen werden sollten und nicht so breitgetreten wie hier. Wirklich wissen, was passiert ist, tun doch nur wenige und die klagen sich nur gegenseitig an, da ja noch Rechtsstreitigkeiten anhängig sind.