Ein Marterl soll zum Nachdenken anregen: Möge sein Tod nicht umsonst sein

Encarnación: Vor allem wenn junge Menschen plötzlich aus dem Leben gerissen werden, ist das sehr schmerzhaft für die Angehörigen. Ein Martel zum Gedenken an ein Unfallopfer soll die Erinnerung wachhalten und zum Nachdenken anregen.

Nach dem sehr schmerzlichen Verlust des jungen 16-jährigen Luciano bei einem Verkehrsunfall beschloss seine Familie, ihm zu Ehren ein Marterl auf der Quiteria-Brücke an der Route PY01 in Encarnación zu errichten. Mit einem weißen, nachts beleuchteten Fahrrad wollen sie das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer dafür schärfen, wie wichtig es ist, den Seitenabstand in der Nähe von Radfahrern einzuhalten, und so zukünftige Unfälle verhindern.

„Mein Bruder hatte viele Pläne und leider kam er aufgrund einer verantwortungslosen Person ums Leben. Ich wollte ihn mit einem weißen Fahrrad darstellen, weil er immer für den Frieden in unserem Leben stand. Wir wollen, dass sein Tod nicht umsonst ist, denn ich wünsche niemandem diesen Schmerz, den ich empfinde“, sagte Lucianos Schwester Belén Paredes und trocknete die Tränen, die immer noch ohne Trost fließen.

Der tödliche Unfall ereignete sich am 12. August 2023 an derselben Stelle, an der das Marterl aufgestellt war.

Luciano machte sich mit seinen Freunden auf den Weg nach Fram, zu einer Wochen zuvor geplanten Fahrradtour, als ein betrunkener Mann drei Radfahrer anfuhr. Unter ihnen war Luciano, der noch am Unfallort starb.

Der Täter flüchtete, um sich zu verstecken. Als die Polizei den von ihm benutzten Geländewagen fand, stellte er sich auf der Polizeiwache von San Juan del Paraná. Selbst nachdem der Alkoholtest länger als zwei Stunden nach dem Unfall durchgeführt wurde, war der Test weiterhin positiv. Trotz alledem gelang es ihm, dass von richterlicher Seite “lasche“ Maßnahmen angeordnet wurde und er nicht ins Gefängnis gehen muss. Unter dem Motto “Kein Radfahrer weniger“ will die Stadtverwaltung Encarnación zukünftige Unfälle wie den der Familie Paredes verhindern.

Wochenblatt / La Nación

CC
CC
Werbung

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet. Übertrieben rohe, geistlose oder beleidigende Postings werden gelöscht. Auch unterschwellige Formen der Beleidigungen werden nicht toleriert. Das Setzen zu externen Links ist nicht erwünscht, diese werden gelöscht. Bitte bedenke, dass die Kommentarfunktion keine bedingungslose und dauerhafte Dienstleistung darstellt. Eine Garantie für das dauerhafte Vorhalten von Kommentaren und Artikeln kann nicht gegeben werden. Insbesondere besteht kein Rechtsanspruch auf die Veröffentlichung und/oder der Speicherung von Kommentaren. Die Löschung oder Sperrung von Kommentaren liegt im Ermessen des Betreibers dieses Dienstes.

1 Kommentare zu “Ein Marterl soll zum Nachdenken anregen: Möge sein Tod nicht umsonst sein

Kommentar hinzufügen