Ein patriotischer Gedanke wird lebendig

Die Aufarbeitung der Geschichte ist für jedes Land wichtig, nicht nur für Paraguay. Sie soll aber auch den Stolz und den Patriotismus einer Nation widerspiegeln. Die Nationale Kommission für historische Orte im Chaco Krieg (1932 – 1935) hat eindrucksvolle Arbeit geleistet.

Im Senat wurde ein Vorschlag präsentiert, der sich vor allem auf Touristen aber auch Einheimische konzentriert. Er wurde schon umgesetzt.

„Die sogenannte Route “Chaco Boreal“ wird alle wichtigsten Orte des Krieges berühren. Dabei verschmelzen Natur- und Produktionsstätten, die wichtig für die Entwicklung im Chaco waren“, lautet ein Teil der Erklärung vom Senat.

Beginnen wird die Route in Villa Hayes. Die Stadt befindet sich nicht weit von Asunción entfernt und führt Interessenten zu 24 historischen Stätten. Es ist eine Art Zeitleiste, die detailliert chronologische Ereignisse, wie große Schlachten und Monumente beschreibt und erklärt.

Junge Menschen aus der Nationalen Kommission haben eine App “Chaco Boreal“ entwickelt, die auf dem Handy als Wegweiser und Informationsplattform dient. Der Vorsitzende des Ausschusses, Senator Arnaldo Wiens, dankte allen Beteiligten für die geleistete Arbeit. Das Tourismussekretariat Senatur nahm die Route ebenfalls in ihr Programm auf. Wiens lobte ausdrücklich die Zusammenarbeit mit den Viehzüchtern und weiteren Eigentümern im Chaco, auf denen sich teilweise historische Stätten befinden würden. Sie hätten viel an dem Erfolg der Route beitragen können.

Roberto Acevedo, Präsident des Senats, betonte die wichtige Möglichkeit Zeitzeugen aus der Vergangenheit zu besuchen mit der Identität von Paraguayern. „Nun können wir den patriotischen Geist erneuern. Touristen werden auf der exotischen Reise die Kultur und den Mut der Paraguayer kennenlernen, die eine Nation verteidigt haben“, betonte Acevedo.

Im Chaco Krieg wurden etwa 50.000 Bolivianer und 40.000 Paraguayer getötet. Historiker sehen den Krieg als eines der größten blutigen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts an.

Am 12. Juni 1935 wurde in Buenos Aires das Friedensabkommen unterzeichnet, zwei Tage später kam es zu Stillstand der Feindseligkeiten. Dies wurde von dem damaligen bolivianischen Präsidenten, Luis Tejada Sorzano, verkündet.

Quellen: Hoy, ABC Color

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3 Kommentare zu “Ein patriotischer Gedanke wird lebendig

  1. „Historiker sehen den Krieg als eines der größten blutigen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts an.“

    Ja, klar …

  2. Dann werden die Schulkinder während ihres etwas eingeschränkten täglichen Pensums von nicht einmal einem halben Tag Schulunterricht (wenn es nicht regnet, geregnet hat, regnen wird, zu heiß oder zu kalt ist, die Lehrer nicht streiken oder Sitzung haben), nebst dem üben für die jährliche Paraden zur Huldigung der Kriege, auch noch dieses edukativ tolle Ausflugsziel besuchen.
    Jedoch von anfangs Dezember bis Ende Februar können die Schulkinder das Ausflugsziel nicht besuchen, weil sie dann Schulferien haben. Es müsste also schon in dem 3/4 Jahr geschehen, an dem unterrichtet wird.

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