Ein “Theater“ mit acht Akten

San Juan Bautista: Recht haben und Recht bekommen ist in Paraguay ein schwieriges Unterfangen. Noch komplizierter wird es, wenn nicht einmal eine Verhandlung stattfindet. Es geht angeblich um den sexuellen Missbrauch von einem Kind.

Der Angeklagte in dem Prozess heißt Orlando Nequi Notario. Mittlerweile wurde der öffentliche Prozess zum achten Mal vertagt. Die drei Richter aus dem Departement Misiones setzten einen weiteren Termin zur Verhandlung an. Die beiden Staatsanwälte betonten, dies sei alles eine Schikane durch den Verteidiger des Angeklagten.

Die Klageschrift ist schon etwas älter. Sie wurde von dem Staatsanwalt Dario Villagra erfasst. Der Vorfall soll sich schon im Jahr 2011 abgespielt haben. Dabei hätte Notario in der Stadt Yaguarón einen 13 Jahre alten Jugendlichen sexuell missbraucht.

Eigentlich wäre für den Fall der Gerichtsbezirk Paraguarí zuständig. Nachdem es aber dort ebenfalls zu einer Suspendierung der Verhandlungen kam wurde der Prozess an den Justizpalast in San Juan Bautista, Misiones, verlegt. Ein neuer Termin wurde nun für den 29. Dezember 2016 angesetzt.

Victor Bobadilla ist der Rechtsanwalt von der Nebenklage und vertritt die Familie des Kindes. Er beschwerte sich, dass der Verteidiger von Notario immer neue “Ideen aus dem Hut zieht, wie den Austausch der Staatsanwälte oder Richter wegen Befangenheit oder mangelnder Sachkenntnisse“.

„Das Vorgehen muss vom Obersten Gerichtshof sanktioniert werden. Mit dieser Methodik wird die Gerechtigkeit verhindert“, betonte der Anwalt der Familie.

Quelle: ABC Color

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