Ein umgebautes Motorrad als Pflug im Einsatz

San Pedro de Ycuamandyyú: Da es Kleinbauern nicht möglich ist, Kredite für den Kauf von Landmaschinen zu erhalten, müssen sich einige neu erfinden. Dies ist der Fall von Isidro Lezcano, der aus einem alten Motorrad einen Pflug konturierte.

Der Bauer erklärte, dass dieses Gerät definitiv den alten Ochsenpflug ersetze und eine wichtige Hilfe beim Bearbeiten des Feldes darstellen würde. „Wenn man die Ochsen durch mechanisierte Geräte ersetzt, wird die Arbeit leichter. Ich bin schon ein bisschen alt und nicht mehr so fit. Heute starte ich einfach meine motorisierte Maschine, betanke sie mit Benzin, beginne den Acker zu pflügen und bin sofort fertig mit meiner Aufgabe“, berichtete Lezcano.

Er wird von seinem Sohn David Lezcano, einem Agrarwissenschaftler, unterstützt, der ihm technische Anweisungen gegeben hatte, damit seine landwirtschaftliche Produktion Früchte trägt.

Die Familie besitzt die Granja Vy’a Renda in San Pedro de Ycuamandyyú, auf der, obwohl sie nur wenige Hektar Land hat, alle Produkte für den Eigenverbrauch und zum Familieneinkommen angebaut werden.

Mit der Herstellung des Motorradpflugs ist ihre Arbeit einfacher und viel schneller geworden. Lezcano braucht keine Ochsen mehr, da dies sehr langsam sind. Abgesehen davon brauchen sie nur Öl und etwas Benzin, um das Feld zu pflügen.

Um beispielsweise einen Hektar am Tag zu pflügen, seien sieben bis acht Personen nötig, sagte Lezcano. Mit der Erfindung schafft er es jedoch selbst in einem halben Tag. „Mit meiner motorisierten Maschine brauche ich nur 10.000 Guaranies, um Benzin zu tanken und damit habe ich schon einen Hektar fertig“, erklärte er weiter.

Die landwirtschaftliche Arbeit sei sehr aufopfernd, fügte Lezcano an. „Meine Arbeit ist hart, weil kleine Produzenten nicht über die Maschinen verfügen, die große Produzenten haben. Alles, was wir auf unseren Bauernhof tun, tun wir mit unserer Lunge und deshalb bekommen wir oft keine gute Produktion. Und wenn es wirklich der Fall sein sollte, verkaufen wir unsere Produkte nicht zu einem guten Preis. Hoffentlich kann die Regierung den kleinen Landwirten mehr Maschinen zur Verfügung stellen, um damit eine hervorragende Produktion zu ermöglichen“, erklärte der Kleinbauer abschließend.

Wochenblatt / Ultima Hora

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5 Kommentare zu “Ein umgebautes Motorrad als Pflug im Einsatz

  1. Liebes Wochenblatt der Beitrag ist schlecht recherchiert !

    1cm tief Pflügen auf einem ha wenden 150Tonnen Erde
    20cm tief Pflügen auf einem ha wendet 3000Tonnen Erde
    30cm tief Pflügen auf einem ha wendet 4500Tonnen Erde

    Liebes Wochenblatt ich bitte um eine Erklärung.

    Würde der Bauer es schaffen mit seinem Moped 10cm tief zu pflügen
    und 1500 Tonnen Erde zu bewegen, oder 20cm tief 3000 Tonnen ?
    3000Tonnen wären dann 107 Sattelschlepper a 28 Tonnen

    Wie kühlt er seinen Motor der Fahrtwind scheidet wohl aus ?

    1. Huldreich Ritter von Geilfus

      Diese Pfluege werden wohl 5 cm reingehen im weichen roten Sandoden Ostparaguays. Zudem regnet es da oft.
      Im Chaco bekommt es ein ueber 100 PS Traktor fast nicht hin einen Ripper (Kratze) mit 3 Kratzen 20 cm tief zu fuehren. Bei hartem Bodn da es fast nie regnet.
      Das muss Sandbodn sein wo der motorisierte Pflug oben arbeitet. Weiche Erde.

  2. Huldreich Ritter von Geilfus

    Ein Pferd hat etwa 24 PS, ein Esel halbsoviel also 12 PS und ein Ochse etwa 18 PS. Der Kenton Motor ist wahrscheinlich ein 125cc und der hat genau 10 PS. Also der Pflug wird also in etwa von einem Esel gezogen. Die 10 PS reichen zwar nicht an die 16 bis 18 PS ran die ein Ochse macht, aber es ist immerhin schon etwas. Er muss nur langsam machen und dieses Gefaehrt ersetzt durchaus etwa einen Ochsen. Der immer geht und man muss nicht die halbe Zeit “Hue”, “Hott” schreien und auf das Tier einpruegeln damit es weitergeht. Davon ein riesiger Fortschritt. Er ersetzt damit etwa 2/3 den Ochsen. 2 solche Motos in Tandem und er haette mehr Zugkraft als ein Ochse und kaeme fast an einem Pferd ran.

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