Ein wahrer Kuhhandel

Asunción: Noch sitzt Lea Gimenez an den Drückern. Die Finanzministerin plant anscheinend die klägliche Altersrente denen zu streichen, die im Besitz von einer oder mehreren Kühen sind.

Die Regelung verursacht Angst bei den alten Menschen im Land, die Kühe für ihre Milch- und Käseproduktion halten.

Eustaquio Pavón und seine Frau Lucia (beide 82 Jahre alt) aus dem Departement Ñeembucú sind besorgt, weil sie gewarnt wurden, dass die Rentenzahlungen ausgesetzt werden könnten, wenn sie ihre 12 Rinder nicht verkaufen. Pavón, der trotz des fortgeschrittenen Alters auf seinen Feldern arbeitet, deutete an, dass er, als er darüber informiert worden sei, die Ochsen, mit denen er sein Land gepflügt hatte, schon verkaufen habe wollen.

Der Mann erklärte weiter, dass der geringe Betrag der Rente es ihnen ermögliche, die Ausgaben für Heilmittel zu decken und die Betreuung des behinderten Kindes, das mit ihnen lebe, sicherzustellen.

Er deutete an, dass die Beseitigung ihrer Tiere bedeute, eine Haupteinnahmequelle zu verlieren. Die auf ihrem Hof produzierte Milch und der Käse dienen dem eigenen Verzehr, während die Ochsen dabei helfen, den Pflug zu ziehen und Gemüse anzubauen, das auch für ihre Nahrung diene.

„Wenn sie uns ohne Rente lassen, können wir unsere Medikamente nicht kaufen. Und wenn wir uns von den Tieren trennen würden, hätten wir keine Möglichkeit mehr, für unseren Lebensunterhalt zu kämpfen“, sagte Pavón.

Er forderte die Behörden auf, insbesondere für ältere Menschen im Landesinneren, die staatliche Unterstützung benötigen, nicht einzustellen. In Ñeembucú haben die meisten Einwohner einige Tiere, die es ihnen erlauben, in schwierigen Zeiten, wie periodischen Überschwemmungen, zu überleben. Daher hat jede Familie mindestens eine Milchkuh und einen Ochsen für Arbeiten auf den Feldern.

Wenn der Vergleich mit der Liste des Nationalen Dienstes für Qualität und Tiergesundheit (Senacsa) gemacht wird, verlieren viele ältere Menschen ihre Rente, was für sie aber überlebenswichtig ist. Der ländliche Sektor wird hauptsächlich von älteren Erwachsenen bevölkert, da junge Menschen im Studien- oder Erwerbsalter ins Ausland oder in die Hauptstadt des Landes ziehen.

Einer Umfrage der Tageszeitung Abc Color zufolge sind 85,14 % der Befragten gegen die Einstellung von Zahlungen an Personen die Rinder besitzen und nur 14,86 % dafür.

Wochenblatt / Abc Color / Extra

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2 Kommentare zu “Ein wahrer Kuhhandel

  1. Prima, da sind also arme Rentner, welche sich was dazu verdienen müssen, sie halten Rinder. Da ist eine abgehobene Politikerin, hat vermutlich noch nie körperlich gearbeitet, und die kommt auf die glorreiche Idee, diesen Armen auch noch die rente wegzunehmen? Wow, die grenzenlose Gier dieser politischen Wesen ist wirklich widerlich!

  2. Das ist nationale Schade.Die Politiker sollen zuerst mal bei Sparen,statt den alten armen Menschen das Essen aus den Mund zu klauen.Pfui Deibel! Es ist eine Schande das die Jugend ins Ausland gehen muss um eine Perspektive zu haben.

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