Ein Wiedersehen nach 43 Jahren

Asunción: Alida war erst neun Monate alt, als sie von ihren Großeltern väterlicherseits aufgezogen wurde, aber sie verlor nie die Hoffnung, ihre leibliche Mutter kennenzulernen. Jetzt, nach 43 Jahren kam es zu einem Wiedersehen.

Alida Esmeralda Urunaga musste von Kindesbeinen an von ihren Großeltern väterlicherseits aufgezogen werden. Sie wuchs auf, war aber immer auf der Suche nach ihrer Mutter Mercedes Ferreira. Vor einem Monat kam dann der erste Kontakt zustande. Der Traum, ihre eigene Mutter kennenzulernen, rückte immer näher.

Ferreira, die in der argentinischen Stadt Escobar lebt, suchte ebenfalls ihre Tochter und sprach mit ihren anderen Kindern über die Schwester, die sie in Paraguay haben. Dank ihres Schwiegersohns konnte die Mutter Alida ausfindig machen.

Das Treffen fand am Samstag gegen 03.00 Uhr am Flughafen Silvio Pettirossi statt, wo Mutter und Tochter sich nach 43 Jahren zum ersten Mal wieder emotional umarmten.

„Wir haben uns nur umarmt, es gab keine Worte. Wir hatten nicht die Zeit zu reden und zu erzählen, was alles so in den langen Jahren passierte“, sagte Urunaga aufgeregt.

Urunaga ist Krankenschwester und arbeitet am Institut für soziale Sicherheit (IPS) in Concepción. Die Frau, die die Tränen, als sie das Gesicht ihrer Mutter sah, nicht unterdrücken konnte, sagte, dass ihre Mutter für eine Woche bleibt, schließt jedoch für spätere Zeit einen Besuch im Nachbarland nicht aus.

Wochenblatt / Ultima Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

7 Kommentare zu “Ein Wiedersehen nach 43 Jahren

    1. Und was vermutest du hat das Auswärtige Amt unternommen, um deinen Vater wegen deines Unterhalts zu finden? Und ich sprach ja nicht davon, dass Kinder nach ihren Eltern suchen, sondern dass Eltern ihre Kinder aus den Augen verlieren. Sowas kann doch nur passieren, wenn sie sie aus den Augen verlieren wollen.

  1. Man sollte auch die Zeit berechnen in den 1960er war alles ein wenig anders.
    Ich habe meinen Vater nach 38 jahren zum ersten mal in Paraguay kennen gelernt.
    Ich habe 38 jahre in Europa gelebt und immer wieder Weltweit Botschaften angeschrieben.

  2. Da stellen sich mir folgende Fragen: wieso wurde das Kind den Großeltern gegeben, was ja unter widrigen Lebensumständen, die das Leben nur all zu oft bietet, noch von mir verstanden wird, aber wieso ist der Kontakt abgebrochen? Ich, als alleinerziehender Vater (wobei meine Tochter ja nun schon eine junge Erwachsene ist) kann mir das nur schwer vorstellen, das mich irgendwwas dazu bewegen könnte meine Tochter aus den Augen zu verlieren. Selbst wenn man sich streiten sollte, bliebe doch immernoch das väterliche Gefühl, dass einen wenigstens nach dem Rechten sehen ließe, ob es ihr gut geht.
    Auch ihre Mutter hält auch nach 14 Jahren der Trennung immernoch regelmäßig Kontakt zu meiner Tochter und das über eine Entfernung von über 10.000 km hinweg und besucht sie jährlich.
    Also was bewegt eine Mutter oder einen Vater, den Kontakt zu seinem Kind abzubrechen?
    Deshalb erscheint mir dieser Artikel bei weitem nicht so sentimental, wie es das WB hier versucht darzustellen.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.