Eine vernachlässigte Stadt: San Bernardino

San Bernardino: Tausende wählen die Stadt San Bernardino als touristisches Ziel. Sie zählt zu den Naherholungsgebieten von Asunción, trotz, dass der See Ypacaraí verschmutzt ist. Die Gemeinde generiert anscheinend nur Einnahmen, es fehlt an vielen Ecken und Enden.

Die Stadt ist verdreckt, Müll liegt an verschiedenen Stellen, erzeugt Ungeziefer und unangenehme Gerüche. Viele Einwohner beschweren sich gegen das Desaster, aber das hilft nicht viel. Sie werden vertröstet und prallen gegen eine Wand aus Gummi. In den Hauptstraßen fließen Ströme aus Kloaken, Kanalisation ist wohl der falsche Ausdruck für die Abwässer. Zuhauf finden sich gebrochene Leitungen vom staatlichen Wasserversorger Essap. Das kostbare Gut Wasser rinnt davon und keiner der Verantwortlichen kümmert sich darum.

Auf der anderen Seite war der Bürgermeister Luis Aguilar (PLRA) erschrocken über das zügellose Treiben von Besuchern an den Wochenenden. Er ordnete ein Verkaufsverbot von alkoholischen Getränken zwischen 03:00 Uhr und 09:00 Uhr morgens an. Das Vorhaben wurde sofort umgesetzt, andere scheinen ihn wohl weniger zu interessieren.

Intensive Verkehrskontrollen wurden ebenfalls veranlasst, 13 Beamte aus der Kommune sollen dies bewerkstelligen. Es gibt nur wenig Gespräche zwischen der Straßenpolizei (Caminera) und der Nationalpolizei, wie das überhaupt in der Praxis umgesetzt werden soll.

Natürlich müssen diese Vorwürfe auch von der Gegenseite beantwortet werden, aber Aguilar war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Seine Sekretärin sagte, er sei unterwegs. Carlos Martinez, der Generalsekretär aus der Gemeinde, nahm keine Anrufe entgegen.

Quelle: ABC Color

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16 Kommentare zu “Eine vernachlässigte Stadt: San Bernardino

  1. Und in anderen Städten Paraguays sieht es anders aus? Verschwinden dort nur 97 statt 98% der Steuereinnahmen (welche aus fehlender Möglichkeit zu betrügen doch bezahlt werden mussten)?
    Millionen US-Dollar kommen jährlich durch Moto-/Auto-/Grundstück-Steuern und Gewerbepatenten und monatlichen Gebühren für Strom-, Wasser- und Abfallgebühren zusammen und genau nichts, nada, rien, niente, nothing wird in Form von Erneuerungen bzw. Reparaturen erbracht, einzig der Zerfall von allem ist gut zu erkennen.
    Die vernachlässigte Stadt San Bernardino ist wenigstens in diesen belangen nicht allein: Oder ist es in San Lorenzo, Luque, ja, in irgend einer Stadt Paraguays anders als im Artikel beschrieben?
    13 Beamte aus der Kommune, die intensive Verkehrskontrollen bewerkstelligen sollen, sind nicht zufällig einzig dafür qualifiziert um Eis für Terere nachzufüllen? Ist ein Verkaufsverbot von alkoholischen Getränken sinnvoll, wenn von 20 von 19 privaten Häusern ein Fensterchen haben, wo man Terere und Alkohol rund um die Uhr beziehen kann, selbstverständlich ohne Quittung, oder hat schon jemand in einer Despensa eine Quittung erhalten?
    Die Presse sollte die armen Leute aus der Gemeindeverwaltung nicht behelligen, sie sind unterwegs. Kontrolle, was sie denn genau machen bzw. wohin Steuergelder fließen soll und bleibt weiterhin den “gut bezahlen” Kontrolleuren vorbehalten.

  2. Also ich finde Sanber ist doch genau das schöne Städtchen, welches die Geldelite Paraguays verdient hat? Vielleicht mögen diese Leute ja Colera und Pest, vielleicht sind sie auch so abgestupft für die Realität, dass selbst solche Umstände an ihnen abprallen?

  3. auf dieser muni arbeitet zur hauptsache unfähiges personal, und allen voran dieser “superintentente” welchen man getrost in die wüste schicken kann, wo er bestimmt besser aufgehoben wäre. alles nur taugenichtse und volldeppen die da sind, arbeiten kann man dem bestimmt nicht sagen was die da machen.

  4. ja, ich muss euch allen teilweise recht geben. der intendente ist “im grunde” eine sehr gute person, will keine “fehler” machen aber trotzdem für alle alles richtig machen. doch führungsti/-eigenschaften hat er keine/n. er ist tatsächlich von leuten umgeben die von tuten und blasen keine ahnung haben. da macht jeder was er will und das ist meistens noch mist. sie sind unorganisiert und ohne jegliche grundlage. von der angefallen “arbeit” mit so vielen gästen, verkäufer und verkehr, sind sie total überfordert. bietet man ihn die hand, sind sie beleidigt oder fühlen sich in ihrer profilneurose angegriffen. schade, san ber ist ein sehr schöner ort und ein grosser teil der bevölkerung ist sehr enttäuscht von der municipalidad.
    noch zu retto: es stimmt, dass einige weggezogen sind. doch haben hier auch noch sehr viel (von früher her) ihre häuser, wo sie seit langer zeit die steuern schuldig bleiben(gesamthaft mehrer millionen us-dollars) , die sie doch immer wieder besuchen übers wochenende.
    schade auch, “man” könnte aus san ber eine richtig schöne stadt machen. mit attraktionen auf verschiedenen ebenen. doch leider……………….

  5. @Mike Entschuldige bitte die vom Thema abweichende Frage aber bist du Luxemburger? “von Tuten und Blasen” sagt man in Luxemburg.Ich habe das noch nie bei einem Deutschen gehört.

  6. Hallo Schröder…. kann es sein das du der deutschen schule ferngeblieben bist, da ich mich sehr wohl darin erinnern kann
    den satz ” von tuten und blasen ” oft genug gehört und auch selbst wenn angebracht war zu benutzen .

  7. Danke @Ronny.
    Ich komme nicht aus SanBer. Meine Kommentare sind meist unbewiesene Unterstellungen. Nichts wird sich dadurch ändern, weder Korruption noch zeitgenössische Ureinwohner. Die Paraguayos sind sich offenbar gewohnt so wie es ist, in persönlichen Gesprächen bestätigen mir jedoch einige vieles meiner Meinung über Korruption und manche Dummheiten ihrer Landsleute wie Müllverbrennung, null Erziehung und Hühnerdiebstahl.
    Ich habe Augen im Kopf und kann neuen minus zwei ohne Zuhilfenahme der Finger berechnen und damit den gedanklichen Link ziehen, dass Steuern bezahlt werden, aber nix Erkennbares damit bewerkstelligt wird, jedenfalls dort wo ich schon war. Und überall wo ich neu hinkomme, sieht es gleich aus.
    Danke @Mike
    für einen Kommentar, du lebst wohl in der Gegend und bist wohl der Einzige, der mitreden darf und kann. 🙂
    @Ndugu
    🙂
    Ich bin aus Schwizzerland und kenne den Ausdruck
    “von Tuten und Blasen keine Ahnung”.

  8. FYI abkopiert: Die Redewendung „Von Tuten und Blasen keine Ahnung“ stammt aus dem späteren Mittelalter. Die Arbeit, die in den Städten am wenigsten angesehen war, war die der Nachtwächter (die zur Warnung ein Horn bei sich führten). Aus Sicht der Stadtbewohner war deren einzige Kompetenz, nachts aufzubleiben, herumzulaufen und bei Gefahr ins Horn zu stoßen. Wenn jemand selbst dazu nicht geeignet war, schien er zu nichts zu gebrauchen zu sein.

  9. NEIN!!Ich war nie in einer deutschen Schule wie denn auch ich bin Luxemburger in Luxemburg aufgewachsen.Bin in Luxemburg und England zur Schule gegangen.Deutschland=uninteressant für mich persönlich!War aber immer Beste in Deutsch.Trotzdem wusste ich nicht,dass sogar im entfernten Franken der Ausdruck geläufig ist.
    Franken bin ich gewesen und kenne nur den Ausdruck “red nicht so’n schmarren” Dass die Schweizer den Ausdruck “Tuten/blasen”benutzen kann ich mir vorstellen aber auch in der Schweiz habe ich das nie gehört.

    Bueno,
    meine Frage hat sich nur auf die Hoffnung bezogen einen weiteren Landsmann zufinden.Wir 100% echten Luxemburger sind am Aussterben..man kann sagen die letzten Mohikaner..Indigene im eigenen Land.Ich kenne fast mehr Luxemburger hier im Land als in Luxemburg selber!!

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