Einfach nur schade

Asunción: Für den einen ist das Glas halbvoll, für den anderen halbleer. Das neue Stadtviertel San Francisco, so gut es auch gemeint war, beginnt sich in das zu transformieren, woher die Bewohner kamen.

Die Straßen voller Müll und kaputte Fußwege sind nach nur sieben Monaten, seit dem das Model Stadtviertel in Betrieb genommen wurde, eine traurige Realität. Die Menschen ziehen nicht am gleichen Strang wie es das Wohnungsbausekretariat sich wünschte. Jetzt wo der Regierungswechsel ansteht, könnten sich die Prioritäten noch weiter verlagern, womit sich das neue Wohnviertel mit ehemaligen Einwohnern der Chacarita sich selbst überlassen werden könnte.

Ein scheint so, als würden die Bewohner nicht zu schätzen wissen, was ihnen der Staat da angeboten hat. Da außer einen Umzug zu planen nichts von den Bewohnern erwartet wurde, ist die Wertschätzung eventuell nicht bei allen so hoch, wie gewünscht. Glücklicherweise kann man nicht in die Wohnungen schauen. Sicherlich werden diese auch bald, wie am General Santos Costanera Kreisverkehr liegende Sozialwohnungen an Dritte vermietet.

Es bleibt zu hoffen, dass die Initiative weiter Unterstützung findet, damit die riesige Investition von Itaipú nicht umsonst war.

Wochenblatt / Abc Color

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9 Kommentare zu “Einfach nur schade

  1. Ich verstehe das Bild oben einfach gar nicht. Kann mir jemand erklären, warum der Gehweg vor den Häusern höher liegt als die Bordsteinoberkante? Aber egal. Warum wird das Volksvermögen derartig verschleudert?

  2. Nun ja , der Dreck ist eine Seite.Das ist eine Erziehungsfrage.Hart durchgegriffen,durchgezogen dann ist auch Ordnung.
    Wer nicht will der Fliegt!
    Das andere Bild ist aber Pfusch am Bau.Garantie! Auf Auf schickt das Bauunternehmen in die Spur!

  3. caziquelambare

    Reply

    „… Die Straßen voller Müll und kaputte Fußwege…“ Wenn die Müllabfuhr nicht funktioniert – sollen die den Müll fressen? Viel Müll gibts ja auch in vielen anderen Stadtteilen! Und wenn die Fußwege schon nach 7 Monaten kaputt sind, dann sind sicher nicht die Bewohner schuld sondern die Firmen welche sie gebaut haben! Hauptsache man kann die ehemaligen chacaritenos wieder niedermachen – immer druff auf diejenigen die eh schon nichts haben!

  4. Es gibt halt für Paraguayer keine Werte, egal ob geschenkt, geliehen, damit arbeiten dürfen oder auf Kredit gekauft. In kurzer Zeit ist alles Schrott. Man sagt ja, das mindestens 80% von Ihnen, vom Spanier abstammt, aber vom Hirn haben Sie nicht viel erhalten. Nur Raub und Klau, Kinder machen und die dann sich selbst überlassen , unterm Mango sitzen und sich über die lustig machen, die morgens, Tag für Tag zur Arbeit gehen.

  5. Damit sind wir wieder beim Thema.
    Schenke nie etwas einem Paraguuayer, denn er weiß es nicht zu schätzen.
    Selbst was mit eigenem erarbeiteten Geld angeschafft oder gebaut wurde, weiß er auch nicht zu schätzen.
    Wir haben oft Sachen verschenkt, von Handy bis zu neuen Klamotten.
    Alles wird innerhalb von Tagen zu Geld gemacht und für vollkommen überflüssige Dinge ausgegeben.
    Wenn die jetzt anfangen, die Wohnungen unterzuvermieten, liegt wohl ein Fehler im System vor, denn das war ja wohl zu erwarten gewesen.
    Das zu erkennen setzt allerdings einen Blick in die Zukunft vorraus und damit ist leider kein Paraguayer gesegnet, selbst die nicht, welche Sozialwohnungen vergeben.
    Einfach traurig, denn da stecken auch unser aller Steuern drin.
    Es ist so, als wenn man Geld verbrennt oder aus dem Fenster wirft.

  6. Zu schätzen wissen? Da kannst ja nicht mal deinen Müll anzünden auf den Balkonen! Ja, hat jemand gedacht, dass dipl. Mecanico – Plomero – Albanil – Electrizista -nun 3mm statt 2mm Schokoladenüberzug verbaut hat? Wir haben das schon immer so gemacht. Und werden es auch morgen noch so machen, obwohl man ja aus Schaden lernen könnte. Und, haha, da hat es tatsächlich ein Fußgängerstreifen auf dem Foto. Da fehlt noch das Schild mit der Aufschrift: Lebensmüde bitte sich hier hinlegen.
    Diese Stadtviertel zerfällt nicht nur in die Slums, von wo die Bewohner herkamen, sondern zerfällt genau so, wie die meisten Stadtviertel verrotten, in denen nicht die korrupte Bande haust, die dem Staat ein paar Mil mehr abluchsen konnten als die anderen oder ihre Einnahmen durch Säubern des Diktator Stroessners Hintern „verdient“ haben.

  7. Das ist immer das Resultat, wenn die guten Linken das Geld anderer Leute verschenken. Die Leute bringt man aus dem Dreck, aber den Dreck nicht aus ihren Köpfen.
    Das Gleiche gilt für die Entwicklungsmilliarden aus Europa. Alles nicht nur sinnlos, sondern sogar kontraproduktiv.
    Gib einem Armen keinen Fisch, sondern eine Angel.

    1. Wurde denn hier das Geld für den Bau von dem Barrio San Francisco von GUTEN LINKEN verschenkt?
      Dieses Projekt und viele andere mußen doch noch bis zur Wahl fertiggestellt und als Wahlkampfmunition verwendet werden.
      Habe ich da einen Regierungswechsel verschlafen?

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