Einigkeit um jeden Preis

Asunción: Da die Colorado Partei wieder einmal krampfhaft eine Einigung vor den Wahlen anstrebt, wurden gestern von Mario Abdo die Ex Präsidenten eingeladen. Nach dem Besuch des Lopez Palastes ging es dann – durch den Graben – in die Villa von Horacio Cartes.

Als Abdo ankündigte alle Ex-Präsidenten des Landes aus der letzten Zeit zu sich einzuladen (außer Lugo und Franco) dachte einige schon, dass auch Horacio Cartes sich erweichen lässt. Es geht immerhin um die Einheit der Partei, um geschlossen zu den Bürgermeister und später zu den Präsidentschaftswahlen zu gehen. Doch dem war nicht so. Nach dem Treffen im Lopez Palast, ging es kurz in die Parteizentrale und danach schnurstracks zur Avenida España, wo Ex-Präsident Horacio Cartes seine Vorgänger zu einem Mittagessen empfing. An seiner Seite waren zudem die Mitglieder seiner internen politischen Bewegung.

Da sich Abdo und Cartes seit rund zwei Jahren gekonnt aus dem Weg gehen, wird es trotzt bester Absichten zu keiner überzeugenden Zusammenkunft kommen. Cartes ist nach wie vor gekränkt, dass Santiago Peña nicht Präsident wurde und sieht sich und seine Tabakindustrie als politisch verfolgt an.

Nicanor Duarte Frutos ist der festen Überzeugen, dass keine Einigkeit zustande kommt, womit auch gemeinsame Kandidaten der ANR bei der Bürgermeisterwahl ausgeschlossen sind.

Wochenblatt

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4 Kommentare zu “Einigkeit um jeden Preis

  1. Alte Säcke aus Politik und Justiz, große, ehrenwerte Männer Paraguays, bestimmen, wie man noch mehr Geld der Bevölkerung (Itaipu-Vertrag) abzwacken kann und dabei gleichzeitig mehr Privilegien zu bekommen.

    1. Leider spricht aus vielen Beiträgen der pure Neid. Gerade bei vielen Zugezogenen der letzten Jahre ist diese Eigenschaft sehr im Vordergrund was das Zusammenleben zeigt.

      1. Richtig ich bin sehr neidisch auf die Eingeborenen in Paraguay, Salario Minimo fuer ca. 20% des Volkes, alle anderen werden mit noch weniger abgespeisst, herrvoragende Gesunheitsversorgung sieht man an dem Umstand das ex Presidenten in Sao Paulo behandelt werden, ein absolut korruptfreies Regierungssystem, Strassen vom Feinsten, Schulen nach Pisastudie, weltweit auf dem zweiten Platz… wenn man die Rangliste von hinten liest, im Einkaufszentrum werden 95% der Produkte aus dem Ausland eingefuhrt, Autos nur die neusten Modelle so in etwa Jahrgang 1996, kann mich nur wiederholen, ich bin sehr NEIDISCH

  2. Ex-Präsident Lugo und nach seinem unfreiwilligen abdanken zum Präsidenten erkorenen Ex-Vizepräsident Franco waren ja auch seit Jahrzehnten die einzigen Präsidenten, die nicht der Colorado-Filz-Partei angehörten. Seit des Großen Generals und Diktator Ströessners (Colorado-Filz-Partei ) Abgang um genau zu sein.
    So gesehen hat sich seit der Ära „Großer Generals und Diktator Ströessner“ nicht viel verändert hierzulande. Ein wenig Diktatur in Demokratie geändert, bei der es eh im Vorhinein (fast) klar ist, welcher Kandidat welcher Partei Präsident wird.
    Ein Land fest im Griff der Colorado-Filz-Korrupti-Partei, welche genügend Macht und Finanzen hält, um auch den nächsten Präsidenten zu stellen.
    Eine grüne Ritter-Sport mit 100.000 Nüssli im Wert von drei Euro, sowie ein (weiterhin) gesichertes Amigo-Pöstchen am Trog des Steuerzahlers an die Wählerschaft gespendet und die Wahl ist so gut wie gewonnen.
    Und ja, die Herren haben bestimmt keine Mandioka mit wirklich totgetrilltem Leder gegessen, wie der größtteil der Bevölkerung, aber nur sonntags. Sondern Mandioka mit wirklich totgetrilltem Leder und noch ein Trübli grati dazu.
    Es geht ja bei diesem treffen noch gar noch nicht um die Präsi-Wahlen in drei Jahren. Es stehen die Bürgermeisterwahlen an. Juhe, endlich geht danach wieder was. Wenigstens für ein Jahr werden Wahlversprechen der Bürgermeister erfüllt bzw. wird versucht diese zu erfüllen. Danach vier Jahre des Nichts, außer für sich und den Familien- und Amigoclan die Rente zu sichern.
    Nach den Bürgermeisterwahlen gibt es in jeder Stadt sagenhafte 200m nigelnagelneuen Asphalt. Nach 14 Tagen sieht er dann aus wie der Mond auf der Rückseite, aber egal, alle Amigos und Vettern des Neuen wurden bezahlt. Da werden sogar bestehende Straßenlöcher mit roter Erde repariert werden. Juhe, das erste Amtsjahr ist immer das berauschendste.

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