El Mangal

Für Nichtinsider eine befremdende Überschrift, es könnte ein Stamm der Patschunen sein oder aber auch ein Holzkohlegrill zum Garen von Schaschlik in den turksprachigen Ländern, und damit sind wir auch schon beim Punkt angelangt, denn das Restaurant Mangal in Melgarejo, Bezirk Guairá, hat genau dieses Gericht auf der Speisekarte.

Die Gaststätte besteht schon jahrelang unter gleicher Führung als Familienbetrieb, Mangobäume im Terrassenbereich machen das Verweilen im Sommer als Schattenspender angenehm, aber auch im Innenraum verschaffen Klimaanlagen und Deckenventilatoren Kühle bei hochsommerlichen Temperaturen.

Die Speisekarte hat Bestand, so kann man es wörtlich nehmen, es gibt eine angemessene Anzahl an Speisen und Getränken, die wenig Veränderungen fanden, außer den Preisen, die sich gemeinsam mit den Lebenshaltungskosten über die Jahre nach oben entwickelten.

Mehrmaligen Besuche, auch mit wechselnden Servicekräften, taten unserem guten Eindruck keinen Abbruch. Wer hier herkommt, weiß was ihn erwartet, gleichbleibende Speisen bei gleichwertiger Qualität, die durchaus die Preise rechtfertigen.

Alle Rinder- oder Schweineschnitzel sind “Lomitos“, also Filets, die Pommes Frites, wer sie dazu möchte, sind keine Fertigprodukte sondern werden in Handarbeit produziert. Für Fischliebhaber gibt es Surubí, und das entscheidende ist, sie müssen nicht genau die Angebote in der Karte wählen.

Viele wollen nur ein Filet mit gemischten Salat und ohne, die wirklich super, kalorienhaltigen Pommes, kein Problem, es wird so angerichtet. Die Preise bewegen sich um die 40.000 Guaranies für ein Schweinefilet mit Beilage, im Angebot ist natürlich auch ein Schaslikspieß, mit roter Soße, auch das Hähnchenbrustfilet mit Champignonsoße findet großen Anklang.

Der Renner ist die Hausplatte für zwei Personen mit Kotelett, Rinder- und Schweinefilet, Schaslikspieß, Pommes Frites, Spätzle, Kartoffelsalat und Salat für 110.000 Guaranies, wer da nicht satt wird wird es auch woanders nicht, das Gericht gibt es auch für eine Person. Bei einem Besuch war das Restaurant gut besucht und das Kotelett hätte vielleicht noch etwas mehr Hitze vertragen können oder die Zeit in der Pfanne war etwas zu kurz berechnet, am Knochen war das Fleisch noch etwas rosa aussehend.

Mangal 4

Bei den mehrmaligen Besuchen fiel des Weiteren einmal auf, dass das Wirtsehepaar wohl Hochzeitstag hatte und das Fleisch gut gesalzen war, nicht versalzen, aber der Getränkekonsum wurde dadurch angekurbelt. Diese flüssigen Genussmittel gibt es in allen Variationen, mit Alkohol- oder alkoholfrei, auch Fassbier ist im Angebot, wer einen Absacker sucht findet ihn hier in Form des Jägermeisters. Die 3/4 Liter Flasche Brahma kostet 14.000 Guaranies

Für Besuche empfehlen sich eher die Werktage, am Wochenende kann es schon einmal ganz schön voll werden, dann sind Wartezeiten einzukalkulieren, weil alle Speisen frisch zubereitet werden und das ganze Team im Mangal scheint dann etwas nervös zu sein. Montag und Dienstag ist Ruhetag.

Sie finden die Gaststätte, von Villarrica oder Coronel Oviedo kommend, bei der Kreuzung in Mbocayaty Richtung Kolonie Independencia abbiegen, über Capii bis zum nächsten Kreisverkehr fahren, dort rechts abbiegen und dann noch ca. 2 Kilometer, am Ortseingang von Melgarejo ist ein Wegweiser mit dem Schild Mangal, nach links abbiegen und Sie haben ihr Ziel erreicht.

Fotos: Facebook

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5 Kommentare zu “El Mangal

  1. Wenn das Bild die Hausplatte fuer 2 Personen darstellt, dann ist das fuer mich aber eher eine Vorspeise. Fuer sowas auch noch mehr als 20 Euro zu verlangen….
    Man denkt wohl, weil da Berge sind, man koenne sich preislich an Kitzbuehel anlehnen.
    Dann lieber, wenn gemessen am Preis auch nicht gerade preiswert nach Asu in den Paulista Grill und 80.000 pro Person zahlen und essen, bis es aus den Ohren kommt.

    1. Na, da hast du aber den Sinn des Ganzen nicht verstanden. Es geht nicht darum, so viel wie möglich zu essen oder sehr gut und sehr reichhaltig oder aber preisgünstig und gut – es geht darum, dass du als Deutscher bei Deutschen essen kannst 😉
      Und da in dem Restaurant vermutlich 95% der Besucher auch aus Deutschland kommen, kannst du dich mal wie in Deutschland fühlen und musst dich nicht ärgern, in Paraguay leben zu müssen. Im Paulista bist du doch von lauter Ausländern eingekreist… (grins grins)

  2. Das „Mangal“ gibt es schon viele Jahre (wie berichtet) und war und ist immer noch ein gutes Restaurant, das man weiter empfehlen kann. Nicht nur Deutsche finden den Weg dorthin, auch viele Paraguayer haben das Lokal liebgewonnen, also ist, besonders an den Wochenenden ein gemischtes Publikum vorzufinden, was ja sehr positiv ist und gleichbleibende Speisen bei gleichwertiger Qualität, die durchaus die Preise rechtfertigen. Gerade in Independencia, wo viele Gaststätten aufmachen und nach kurzer Zeit wieder schließen, soll man froh sein, ein Lokal wie das „Mangal“ zu haben und kleine Pannen gibt es überall.

    1. War ja auch nicht gegen das Restaurant gerichtet. Ich kenne es ja nicht einmal. Und weil ich es nicht kenne, kann ich mir ja auch nicht anmaßen, es einzuschätzen.

      Mein Beitrag war eher allgemeiner Natur, weil ich viele DACHLer kenne, die prinzipiell nur in Restaurants gehen, wo sie „unter sich“ sein können, um sich gegenseitig zu beweihräuchern oder sich gegenseitig ihre Not zu klagen über die „faulen und du….“ Paraguayer usw.
      Wenn es in dem Restaurant gemischtes Publikum gibt, dann scheint es ja wirklich nicht übel zu sein, weil Paraguayer eher selten in DACHLer-Restaurants gehen, schon wegen der oftmals deftigen Preise – und natürlich, weil keine Speise mit Asado und Sopa mithalten kann 😉

  3. Nun, ich nehme an, daß diese Leute, die hier ihr Urteil über das Restaurant Mangal gesprochen haben, noch nie dort waren. Ich muss zugeben, ich war auch noch nie dort. Allein, daß dort an Rindfleisch ausschließlich Filetsteak verarbeitet wird, das läßt schon vermuten, daß dieses Restaurant kein Billig-Restaurant sein kann. Denn auch das Filetsteak hat selbst in Paraguay seinen Preis. Wenn der Preis unter Gs. 100.000 pro Kilo liegen sollte, dann ist es trotzdem bei weitem nicht dieselbe Qualität, die das Land z.B,. nach Europa importiert, und auch in Deutschland gut und gerne um 200 Euro pro Kilo und auch mehr verkauft wird. Erstmal ist das im Inland in den Verkauf gelangende Rindfleisch in der Regel Frischfleisch, meist von Tieren, die am selben Tag geschlachtet wurden. Es sollte, um die Qualität eines vollständig abgelagerten Filetsteaks zu erreichen, wenigens 1 Monat, besser aber länger, abgehangen werden. Dabei verliert das Fleisch aber auch ansehnlich an Gewicht, und natürlich jeder Gewichtsverlust erhöht schon dadurch den Kilopreis. Dann soll es 100% „geputzt“ sein, also von allen Fettteilen bzw. für den Verzehr unbrauchbaren Sehnen usw,. befreit werden,. Auch das ist ein beträchtlicher Gewichtsverlust. Wenn das Fleisch dann (selbst in Paraguay) genau so verkauft wird, dann kommt auch ein für Paraguay recht ansehnlicher Preis zustande. Das könnte der Fall sein, wenn man, wie in einigen Supermärkten erhätlich, die für den Export vorgesehenen Filetsteaks, die übrigens auch eingeschweißt sind, ersteht. Dann ist es ohne weiteres verständlich, wenn z.B. eine Platte für 2 Personen, die dann noch überreichlich beladen ist, einen Preis erreicht und auch übersteigt, den die brasilianischen Churrasquerías in Asuncion für eine einzige Person nehmen. Und daß dieses Restaurant auch von paraguayischen Gästen frequentiert wird, das ist ein gutes Zeugnis für den „Mangal“ . Man muss da nicht gleich noch hinzufügen, dort treffen sich lediglich die eingebildeten Gringos aus den DACH-Ländern unter sich, um da mal wieder über die „faulen und dummen…………“ lästern zu können. Paraguayer gehen schon sehr gerne in DACHler-Restaurante, sofern sie es sich leisten können. Und auch die DACH-Wirte verzichten nicht unbedingt in ihrer Speisekarte auf paraguayischen Spezialitäten, da wird genau so Sopa, Chipa-Guazú und Asado angeboten. Geht mal nur in Asunciion in die Bayern-Stuben, auch dort gibt es nicht nur Weißwürsteln oder Schweinshaxn, auch dort kann man ohne weiteres Gerichte vom Grill bestellen und auch mit Beilagen wie Sopa oder Chipa-Guazú.

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