Elektrofahrzeuge bevorzugt – Chile Importe benachteiligt!

Der Import gebrauchter Fahrzeuge, die von fossilen Brennstoffen angetrieben werden, ist teurer geworden. Dies wirkt sich zukünftig auf den Gebrauchtwagenmarkt aus, soll jedoch die Umwelt entlasten.

Wer von jetzt an gebrauchte Fahrzeuge nach Paraguay einführen will, muss einen höheren Prozentsatz an Steuern in Kauf nehmen. Durch das Dekret Nº 5.822 steigt der Einfuhrzoll von früher 5 – 20% auf aktuell 10 – 25%, je nach Herkunft und Art.

Diese Maßnahme, die einerseits der Regierung mehr Steuern einbringt, ist jedoch als ein Schritt zu mehr Umweltschutz zu verstehen. Besonders Importeure von Gebrauchtwagen aus Japan über Chile werden dieses Dekret zu spüren bekommen, bevor es zum Endverbraucher weitergegeben wird.

Denn Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridantrieb sind nicht von der Maßnahme betroffen und werden demnach bevorzugt behandelt. Dieser Schritt kann jedoch auch als Gefallen für die nationale Autoindustrie verstanden werden, die zu günstigen Preisen Neuwagen fertigen – mit Bauteilen aus Fernost.

Der Direktor für Integration des Finanzminsiteriums, José Cuevas, geht davon aus, dass die neue Besteuerung nur minimale Folgen haben wird. Vor allem geht es darum die Umweltverschmutzung zu senken, die Anzahl der Unfälle sowie die Menge der Fahrzeuge – die mit Mineralölderivaten angetrieben werden.

Betroffen sind laut Cuevas alle leichten Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Sattelschlepper. Ausgenommen sind landwirtschaftliche Maschinen, elektrische und hybrid-betriebene Fahrzeuge von dem Einfuhrzoll.

Anscheinend kamen bisher die japanischen Fahrzeuge via Chile dank eines Herkunftszeugnisses ohne Abführung von Steuern nach Paraguay. Diese Situation soll sich nun ändern. Importeure zahlen ab nun bis zu 25% des Autowertes, der vom Zoll festlegt wird.

Da der Mercosur noch keine gemeinsame Gesetzgebung für den Import von Fahrzeugen in ihren Bereich ausgearbeitet und verabschiedet hat, setzt jedes Land seine eigenen Gesetze um.

Quelle: La Nación

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