Ende des Versteckspiels

Asunción: Obwohl ein Anwalt von Horacio Cartes ein Schreiben beim zuständigen Richter einreichte, der Gründe aufzählte, weswegen Cartes nicht mit polizeilicher Gewalt zur Vernehmung gebracht werden sollte, entscheid der Richter anders.

Alles Aufbäumen war vergebens. Ex-Präsident Cartes regiert nicht mehr die Judikative und kann somit nicht sein Schicksal vorherbestimmen. Während die Abc Color weiterhin auf das entzogene Visa für die USA beharrt und von Deportierung spricht, im Falle Cartes will eine Einreise wagen, entschied Richter Alcides Corbeta, dass Cartes zur Vernehmung vor der Messer-Kommission erscheinen muss. Seine Verteidigung, er sein gewählter Senator und hätte das Recht schriftlich zu antworten sowie Immunität wurden ihm mit der Entscheidung nicht anerkannt.

Jetzt liegt es an der Kommission bzw. deren Leiter Horacio Cartes ein zweites Mal vorzuladen. Wenn er diesmal nicht erscheint, so kann man annehmen, wird die Polizei gerufen, die ihn dann in den Kongress bringen soll. Entzieht der sich dieser Vernehmung können laut Artikel 5 des Gesetzes 137/93 ein Bußgeld bzw. bis zu 15 Tagen Haft angeordnet werden.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Ende des Versteckspiels

  1. Ja, ja, Cartes & Amigos. Die Zeiten ändern sich. Zeit für Opportunisten, davon gibt es ja viele im Land, die Seiten zu wechseln. Auch hier im Forum sind mir ein paar solche Cartes-Verteidiger bekannt, die bisher alles „optimal“ fanden und Kritikern empfehlen, das Land zu verlassen – aber natürlich erst nachdem sie ihr Erspartes hier investiert haben.

  2. Also, ich fände es endgeil, Cartes in Handschellen begleitet von Polizisten zu sehen, wie er vor der Kommission erscheint.

    Jemand, ich glaube wolfgang (mit klein w) meinte, dass früher oder später Cartes dran ist. Auch wenn es momentan eng für ihn ist und seine Visage ständig in den Zeitungen (ausser seiner eigenen) zu sehen ist – ich kanne s mir irgendwie nicht vorstellen. Zu viel Geld hat er und Einfluss. Nehmen wir hypothetisch den Fall, die Richter wären unbestechlich – Cartes würde sofort Mafia-Methoden anwenden – heisst einen oder mehrere „Schlägertypen“ anheuern und (natürlich über Dritte) die Richter und Staatsanwälte massiv bedrohen.

    1. Sehe mal ganz Sachlich.Warum hat Cartes versucht in Paraguay Senator zu werden.Er braucht Immunität um der Strafverfolgung in Paraguay zu erst mal entgegen.Den Rest kann frei Schmieren.
      Er weiß definitiv das seinen Zigarettenaktionen sind bedenklich, Beihilfe sind zur Terrorfinanzierung.Auch böse Menschen behaupten er macht bei den Drogenkartellen.Dann kommt noch die Geldwäsche dazu,einschließlich der Aktion Sr. Messer und co. dazu.Meinen sie wirklich das dass den Schlapphüten verborgen bliebt.Im Leben nicht!!!
      Macht er viele Wellen,destabilisiert das Land,stört das die großen werden sie ihn lieb haben.Bauernopfer!
      Den geht es früher oder später wie Manuel Noriega,Augusto José Ramón Pinochet Ugarte.Je nach dem wie er sich führt.
      Das er in die USA nicht einreisen konnte.das kann an vielen Sachen liegen.Es reicht ein Flug nach Europa; schon hat man ihn Gern wenn es sein muss. Das ist bei Pinochet so elegant gewesen, bei Assange hatte man gern die Flugplatznummer abgezogen..

  3. Dieser Cartes scheint mir schon etwas geistig minderbemittelt zu sein, Das fiel mir schon waehrend seiner Amtszeit auf. Fliegt er mit seinem eigenen Flieger, dann verletzt der die Einreisebestimmungen der USA und kann eingebuchtet werden. und das Fluggeraet eingezogen werden. Fliegt er mit einem Linienflug, dann ist schon in Sao Paulo Schluss wenn er ohne Visum einen Flug antreten will. Die lassen ihn erst gar nicht ins Flugzeug.

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