Argentinien zahlte keinen einzigen USD für Energie

Asunción: Während des gesamten Jahres 2018, das kurz vor dem Ende steht, zahlte die argentinische Regierung keinen einzigen US-Dollar für die Übertragung paraguayischer Energie aus Yacyretá, wie Daten aus dem binationalen Wasserkraftwerk (EBY) aufzeigen.

Dem Bericht des Unternehmens zufolge produzierte Yacyretá in diesem Jahr insgesamt 17.711 Gigawattstunden (GWh) an Strom, wovon die ANDE, der paraguayische Energieversorger, nur 311 GWh verbrauchte. Nach Argentinien wurden 8.544 GWh übertragen, die weniger als 10 US-Dollar pro MWh an Ertrag brachten, dies entspricht einer aufgelaufenen Entschädigung in Höhe von 78.654.899 USD.

Wenn man auf diesen Betrag die ausstehenden Schulden hinzurechnet (entsprechend der überfälligen Entschädigung für 2018, der Betrag für 2017 beträgt 45.221.610 USD), kommt ein Gesamtbetrag an Verbindlichkeiten in Höhe von 123.876.510 USD zusammen.

In dieser Situation berichtete das binationale Unternehmen EBY, dass der paraguayische Leiter von dem Wasserkraftwerk, Nicanor Duarte Frutos letzte Woche gegenüber seinem argentinischen Amtskollegen Martin Goerling “die Notwendigkeit“ bekräftigt hatte, das Nachbarland müsse seine Schulden begleichen. Nach dem Treffen teilte Duarte Frutos mit, dass man auch die Wasserkraftproduktion und den Nutzungsanteil jedes Landes analysiert habe.

Es sei daran erinnert, dass die argentinische Regierung vor einigen Monaten zugesagt hatte, bis Dezember dieses Jahres 30.000.000 US-Dollar zu zahlen, aber laut Berichten des Finanzministeriums wurden bislang kaum 3.000.000 US-Dollar überwiesen.

Wochenblatt / ABC Color

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8 Kommentare zu “Argentinien zahlte keinen einzigen USD für Energie

  1. Und nun? Welche Mittel stehen Paraguay zur Verfügung um Argentinien dazu zu bringen/zwingen endlich seinen Vertrags- und Zahlungsverpflichtungen nachzukommen? Hier stehen sich zwei ungleiche starke Partner gegenüber und PY ist offensichtlich auf den guten Willen Argentiniens angewiesen. Bleibt höchstens noch der Internationale Gerichtshof. Aber mit welchen Folgen für Paraguay? Der gesamte Mercosur taugt nicht einmal einen Pfifferling, sonst würde er hier endlich für Recht sorgen.

  2. Simplicus-Manni
    20. Dezember 2018 at 09:17
    Reply
    Und nun? Welche Mittel stehen Paraguay zur Verfügung um Argentinien…..
    ******************
    …och doch, ganz einfach den STROM Richtung Argentinien kappen, Verträge gelten für beide Richtungen!… aber so lange die Endverbraucher (als die schwächeren) zu Verfügung stehen und sie leichter unter druck setzen kann, haben die „Großen Narrenfreiheit“,
    Grüße

  3. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Antworten

    Na ja das „kappen der Leitungen nach Argentinien“ das bewirkte ja vor einigen Jahren als Paraguay das mit Brasilien androhte ein riesigen Militaermanoever der Brasilianer in der Zone von Itaipu. Das koennte durchaus eine Besetzung von Yacyreta durch argentinische Militaers mit sich ziehen.
    Es gibt ja das Sprichwort:
    „Wenn ich dir 10 Dollar schulde so hast du mich in der Hand.
    Wenn ich dir 500 Millionen Dollar schulde so habe ich dich in der Hand.“
    Die argentinier koennen das blos anhaeufen lassen ad infinitum und niemals zahlen. Sind ja sowieso nur Zahlen in einem Buch.
    Die Chinesen hingegen verlangen „harte Waehrung“ wie die ueberschreibung von Territorien, Schuerfrechte, Minen und Haefen wenn die nicht bezahlt werden.
    Vorschlag zur Guete: Paraguay sollte die Rueckgabe der argentinischen Provinz Chaco fordern als Begleichung der Yacyreta Schulden. Das musste Griechenland tun (griechische Inseln verkaufen an ultrareiche Europaeer, die zuerst in Griechenland sich weigerten Steuern zu zahlen und als der Pleitegeier beim Staat aufkreuzte, so gaben sie dem griechischen Staat schnell die vorher vorenthaltenen Steuern als Kredit und als Garantie nahmen die Inseln des Griechischen Staates und bauen die aus als privates Ferienparadies). Deswegen basieren sich alle Kredite immer auf Diebstahl denn irgendwer wird das Fell immer ueber die Ohren gezogen und muss das bezahlen.

    1. Na ja das „kappen der Leitungen nach Argentinien“ das bewirkte ja vor einigen Jahren als Paraguay das mit Brasilien androhte ein riesigen Militaermanoever der Brasilianer in der Zone von Itaipu. Das koennte durchaus eine Besetzung von Yacyreta durch argentinische Militaers mit sich ziehen.
      Ob eine so gute Idee der argentinische Militaers?
      Bei passender Vorbereitung wird Schuss der argentinische Militaers nach Hinten losgehen.
      Böse Buden können auch etwas unbrauchbares hinterlassen einen Scherbenhaufen auf allen Ebenen,Politisch-Wirtschaftlich-Materiell.
      Internationale Gerichte sind auch eine Möglichkeit wo Argentinien schon zahlen musste.Forderungen kann man auch verkaufen.Dann müssen aber alternative Verbindungswege über Brasilien oder Uruguay her.

  4. und die restlichen 8856 Giga leitetn sich als Blindstrom ab? oder wurden die in den see gespült ?? oder hat da ANDE einen fachgerechten nicht genehmigten und nicht bekannten stromabnahmepunkt eingerichtet um die energie versorgung auf 1 USD zu bringen, anstelle von auch besagten fast 80 mio USD harharhar

    1. Ich analysiere das mal: 311 GWh hat die ANDE selbst verbraucht (Eigenverbrauch + Leitungsverluste). Die 8.8xx gingen nach Paraguay. Ob davon alles bezahlt wurde, weiß man nicht. Argentinien ist Pleite. Also wovon sollen sie Dollars kaufen, um ihre Rechnungen zu bezahlen? Das Militär einzusetzen, wenn man nicht im Recht ist (ARG vs. PY) ist auch heikel … Ich würde an der Stelle von Paraguay den Strom kappen, ganzseitige Zeitungsanzeigen in den betroffenen Gebieten von Argentinien schalten und sagen WARUM … und Anteile vom Kraftwerk einziehen. Ultimatum setzen!

      Außerdem würde ich als Präsident den Stall dort ausmisten, statt Perteigünstlinge und Familienangehörige zu begünstigen. Ein starkes Volk im Rücken nützt mehr als ein paar Millionen Dollar mehr in meiner Familie oder bei meinen Freunden …

      Paraguay ist mit den beiden großen Wasserkraftwerken in einer hervorragenden Position. Aber sie wird nicht genutzt.

  5. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Antworten

    Die Situation Argentiniens kann man gut am Thema „Ara San Juan“ demonstrieren.
    Zusammenfassung: Kein Geld um Reparaturen mit teuren Instrumenten zu machen. Edelstahl Huellen Platten werden durch billige magnetische Ersetzt und die anderen deutschen teuren gestohlen. Sauerstoffschweissung anstatt die teure Saege aus Deutschland kaufen. Loecher in die Huelle gebrannt und dann notduerftig zugeschweisst. Keine Roentgenaufnahmen der Schweissnaht und der Huelle gemacht. Magnetische Billighuelle zieht eine Seemine aus dem Malvinas Krieg an und explodiert. U Boot sinkt.
    Fazit: kein Geld fuer nichts.
    https://www.youtube.com/watch?v=mwteesQqiYU
    https://www.youtube.com/watch?v=o0Dy-1Nw-rs&t=1652s

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