Engagement für den Multikulturalismus bekräftigt

Asunción: Der Außenminister Antonio Rivas Palacios betonte in einer Rede vor der UN-Versammlung, dass Paraguay sein Engagement für den Multilateralismus als wirksamstes Instrument zur Lösung globaler Herausforderungen mit der Stärkung der internationalen Rechtssysteme weiterhin beibehalten werde.

Außenminister Rivas Palacios gab auf der jährlichen UN-Versammlung seine Botschaft kund, den Wert der Vereinten Nationen für die Förderung von Gerechtigkeit, Entwicklung und friedlichen Beziehungen zwischen den Nationen der Welt zu wahren, wie dies in der Gründungsurkunde festgelegt ist.

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung stünden die Binnenentwicklungsländer vor besonderen Herausforderungen, denen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden müsse. In diesem Zusammenhang ist das Engagement der internationalen Gemeinschaft von grundlegender Bedeutung.

Palacios bekräftigte, dass das Recht auf Entwicklung alle Völker geschützt und insbesondere zugunsten der Schwächsten gewahrt werden müsse. „Wir bringen unsere Solidarität mit den am wenigsten entwickelten Ländern zum Ausdruck, mit denen wir weiterhin gemeinsam die angemessene Behandlung unserer besonderen Bedürfnisse koordinieren werden“, kündigte er an.

Er sagte, dass Paraguay durch den Geist des Fortschritts regionale und biregionale Integrationsprozesse ermöglicht. „Von diesen Plattformen aus möchte es mit einem proaktiven, partizipativen und dynamischen Ansatz zu innerem und internationalem Frieden und Wohlstand beitragen“, sagte Palacios.

„Paraguay, das fest entschlossen ist, integrative Chancen zum Wohle seiner Einwohner zu schaffen, will die Kontrolle über sein Schicksal erlangen, seine Fähigkeiten stärken sowie die Wettbewerbsfähigkeit seiner Wirtschaft stärken und aktiv an Prozessen teilnehmen, die zur Verbesserung des internationalen Rechtssystems führen“, fügte er an.

In Bezug auf die Agenda 2030 bekräftigte er, dass das Land damit ein neues Regierungsmodell anstrebt, bei dem die soziale Wohlfahrt alle Menschen ohne Unterschiede erreiche. „Paraguay hat sich entschieden, diesen Weg in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung zu beschreiten, indem dieses wertvolle Instrumentarium unter der Führung der Vereinten Nationen eingeführt wurde“, sagte Palacios.

Er definierte, dass Paraguay sich der Agenda 2030 verpflichtet fühle, um ihre institutionellen Ziele rasch zu erreichen und sieht in den Vereinten Nationen einen wichtigen Verbündeten zur Beseitigung von Armut, Hunger, Krankheiten, Unwissenheit, Diskriminierung und Arbeitslosigkeit, die täglich Millionen von Menschen treffen.

Palacios erinnerte daran, dass dieses Jahr für die Republik Paraguay, ein multikulturelles Land mit den Amtssprachen Guarani und Spanisch, von größter Bedeutung sei. „Die Feier des Internationalen Jahres der indigenen Sprachen warnt vor der Situation von Hunderten von Sprachen der Ureinwohner, die täglich verloren gehen. Die 19 indigenen Sprachen, die in meinem Land überleben, sind Schätze unserer Kultur und Teil unserer Identität. Deshalb werden wir weiter daran arbeiten, sie zu schützen, zu respektieren und zu fördern“, sagte er.

Palacios betonte, dass Demokratie als Regierungsform und Lebensweise nicht mit der alleinigen Ausübung des Wahlrechts gestaltet werden könne. „Die Demokratie ist ein organisiertes System, in dem Männer und Frauen wählen und gewählt werden können, in dem alle Bürger ohne Unterschied Zugang zu den materiellen Vorteilen des Fortschritts haben und in dem ausnahmslos die Rechtsstaatlichkeit für die soziale Gruppe gilt über sektiererische Interessen hinaus“, definierte er.

Palacios argumentierte, dass die internationale Gemeinschaft eine führende Rolle in der Zusammenarbeit mit den Bürgern und der Regierung von Paraguay gespielt habe, indem sie zur Wahrung der demokratischen Ordnung und der Zivilität beigetragen habe, ohne störende Eingriffe in innere Angelegenheiten vorzunehmen. „Wir glauben daher an diese kollaborative Formel, in der wir ein Gegenmittel gegen antidemokratische Ausbrüche sehen“, sagte Palacios.

In Bezug auf die Migrations- und humanitäre Krise erklärte er, dass es notwendig sei, eine globale Antwort auf den Exodus von Millionen von Menschen zu geben, die gezwungen seien, ihre Häuser zu verlassen, um vor Armut, Gewalt und extremen Widrigkeiten zu fliehen. „Paraguay ist ein offenes Land, das an das Potenzial der Migration glaubt, zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung aller Länder beizutragen“, betonte er.

In Bezug auf den Klimawandel sagte der Außenminister, dass sich die Menschheit in schwierigen Zeiten befinde und die negativen Auswirkungen des Klimawandels Auswirkungen auf die ganze Welt hätten. „Obwohl einige Länder mehr Ressourcen als andere für den Wiederaufbau nach einer Katastrophe haben, werden wir einen Punkt ohne Wiederkehr erreichen, an dem sich niemand den Folgen der Umweltzerstörung entziehen kann“, bekräftigte er.

Er erklärte, dass Paraguay als Binnenentwicklungsland stark von den Folgen betroffen sei. „In letzter Zeit wurden Hunderttausende Hektar Wälder durch heftige Brände zerstört, die einen Großteil der reichen ökologischen Vielfalt des Chacos zerstörten. Ich möchte allen Ländern danken, die in so schwierigen Zeiten ihre Hilfe angeboten haben“, sagte Palacios.

Abschließend bekräftigte er das feste Bekenntnis Paraguays zu Multilateralismus und Diplomatie zugunsten von Frieden und nachhaltiger Entwicklung.

„Mein Land wird weiter daran arbeiten, die Vereinten Nationen und ihre unermüdliche Arbeit für die großen und gerechten Zwecke der Menschheit zu bewahren. Dies ist eines der besten Vermächtnisse, die wir gegenwärtigen und zukünftigen Generationen anbieten können“, erklärte Palacios.

Wochenblatt / IP Paraguay

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7 Kommentare zu “Engagement für den Multikulturalismus bekräftigt

  1. „Wir bringen unsere Solidarität mit den am wenigsten entwickelten Ländern zum Ausdruck, mit denen wir weiterhin gemeinsam die angemessene Behandlung unserer besonderen Bedürfnisse koordinieren werden“, hier zeigt sich wieder mal der Egoismus, die angemessene Behandlung „unserer“ besonderen Bedürfnisse zu koordinieren. Ja, dann tio, tio, tio, dann koordiniert mal schön eure besonderen Bedürfnisse, vielleicht wird es eines Tages dazu reichen Gurkina Faso, Kongo, Äquatorialguinea, Südsudan, Somalia und Paragauy hinter euch zu lassen bezüglich „am wenigsten entwickelten Ländern“ der Welt.

  2. Man höre und staune: Paraguay will sich für die Stärkung der „internationalen Rechtsstaatlichkeit“ einsetzen. Vermutlich soll dazu Paraguay als leuchtendes Vorbild dienen – oder wie ist das nun zu verstehen? Also ich kapiere das nicht. Vielleicht können dazu uns die Paraguay-Versteher etwas Erhellendes sagen?

  3. Multikulturalismus? hat ja auch sonstwo in der Welt so hervorragend geklappt?
    Die menschliche Ignozanz und deren Gutmenschentum wird nur noch von deren Dummheit überflügelt!
    und immer schon ins Smartphone glotzen…

  4. Paraguay hat neuerdings eine staatliche Etwicklungshiflsorganisation fuer „Technische Entwicklung“ gegruendet wo es „arme Laendern foerdern will“ – sowas wie die USAID der Amis und die GTZ der Bundesrepublik.
    Man waehnt sich also in der Lage Technologie zu besitzen die andere nicht haben die aber dringend in anderen Laendern gebraucht wird.
    Was fuer ein makabrer Aprilscherz.
    Tatsache ist dass es vor allem der venezolanischen und argentinischen Wirtschaft so mies geht gerade wegen dem Mangel an zureichender Technologie – Reparaturen von Oeltuermen, Argentinien fehlt die Technologie zur Lithium bergung, und hunderte anderer Technologien die nur Europa und die Amis besizten, teilweise China und Russland durch abkupfern.
    Stopp mal alle Landmaschinenimporte nach Paraguay und man sieht schnell dass von heute auf morgen die ganze Wirtschaft am Boden liegt. Oder keine Turbinen werden nach Itaipu geliefert, dasselbe wiederum fuer Fahrzeuge. Weder Fleisch noch Milch wuerde man verarbeiten da man keine der Maschinen und Technologien in Paraguay herstellt.
    Ja, Paraguay ist aeusserst abhaengig vom Multilateralismus und -kulturalismus denn ohne andere Laender ist der Ochsenkarren wieder angesagt.
    Man denke nur am Deutschland der Nazizeit wo es an Gummireifen fehlte so dass man ganze LKW’s neukaufte um nur die Reifen runterzunehmen oder neu zu haben. Nur die Amis haben eine relativ unabhaengige Wirtschaft das sie Technologie haben (1. Welt) und den groessten Teil des Agrarbodens der gemaessigten Zone der Welt. Paraguay kann keine Landmaschinen bauen hat aber im Osten Teile des fruchtbarsten Agrargebiet Suedamerikas (Ostparaguay).

    1. ellenlang über die menos schreiben, ist sicher einfacher, als einen Artikel lesen und verstehen. Das betrifft nicht nur den degenerierten Adel. Es sind halt so etwas wie die Bild-Leser. Überschrift reicht für Meinung.

  5. @ Paul und lumilu: Warum gleich so anmaßend, frech und persönlich reagieren? Wäre es nicht besser, statt dessen einen wertvollen Kommentar abzugeben, anstatt hier herum zu pöbeln?

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