Entführte Kinder aus der Steiermark tauchten nach 9 Jahren in Paraguay wieder auf

Encarnación/Graz: Der Österreicher Johann Ehmann entführte 2004 seine zwei Kinder im Alter von 3 und 8 Jahren, da seine Frau die Scheidung wollte und ihm das Sorgerecht entzogen worden wäre. Über neun Jahre fehlte jede Spur trotz intensiver Suche durch die Mutter und die österreichischen Behörden.

Der mittlerweile 59-jährige Ehmann starb jedoch kürzlich bei einem Motorradunfall nahe der Stadt Encarnación, wodurch die Kinder zu Waisen wurden. Als die paraguayischen Behörden sich begannen um die Kinder zu kümmern, kam der Fall ans Licht und es wurde Kontakt nach Österreich aufgenommen. Die Mutter, die nach Zeitungsberichten des Kuriers wieder in ihrer Heimat Ungarn lebt, wurde schon über das Auffinden ihrer Kinder informiert. Nun bereitet man eine Zusammenführung von Philipp (13), Ingrid (17) und ihrer Mutter in Paraguay vor.

Kurz nach der Flucht wurde dem Vater, der viele Drohungen ausstieß, das Sorgerecht entzogen. Ob die Ehmanns die ganze Zeit in Paraguay lebten ist derzeit noch nicht geklärt.

(Wochenblatt / Kurier / BMI)

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14 Kommentare zu “Entführte Kinder aus der Steiermark tauchten nach 9 Jahren in Paraguay wieder auf

  1. auffällig: so gar kein Kommentar?
    Als ob niemandem, niemals, nie in all den Jahren die Kinder aufgefallen wären.
    So oft ist der Fall durch die Presse gegangen… und keiner hat was gesehen!

  2. @anton
    Vielleicht war er gar nicht die ganze Zeit in Paraguay? Aber auch wenn, vielleicht kannten ihn wochenblatt-Leser? Vielleicht wussten sie auch, warum er in Paraguay mit seinen Kindern war? Und vielleicht haben sie dennoch nichts gesagt?
    Ich heisse seine Tat nicht gut, aber kann sie durchaus nachvollziehen. Wenn es in der Heimat beim Sorgerecht um gemeinsame Kinder hart auf hart kommt weil keine Einigung möglich ist, verliert zu 99,9% der Vater. Die Gerichte sprechen so gut wie immer der Mutter das Sorgerecht zu, selbst wenn der Vater Teil- oder Besuchsrecht zugesprochen bekommt, gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten für die Mutter es immer wieder zu verhindern, dass dieser seine Kinder sieht. Andersherum muss der Vater aber fast immer Unterhalt zahlen, egal wie sich das Leben (Job/Partner) der Mutter ändert.
    Diese extrem einseitige Rechtsprechung in der deutschsprachigen Heimat führt zu solchen Entführungen, und solange sich da nichts ändert wird das auch weiterhin so bleiben.
    Wie gesagt, ich heisse das nicht gut, kann es aber durchaus nachvollziehen. Ich möchte nicht darüber nachdenken, wie ich in so einer Situation reagieren würde…
    Natürlich sind die leidtragenden immer die Kinder, die haben eigentlich ein Recht auf beide Elternteile, aber hart auf hart kann es dazu kommen, dass dies ignoriert wird, in der Heimat evtl. nur die Mutter, im Ausland per Entführung nur der Vater…
    Solange man all diese Hintergründe nicht kennt, warum diese Entführung stattgefunden hat (das macht man ja nicht einfach so), möchte ich den Vater auch nicht verurteilen und ob man die Mutter bemitleiden muss weiss man halt auch nicht, vielleicht liess sie dem Vater keine andere Wahl und hat ihn in der Heimat an die Wand gedrängt…
    Vielleicht erfahren wir ja noch Hintergründe zu dieser Tat
    In dem Sinne…

    1. Hallo Michael321,
      ich wünschte, dass mehr Leute so ruhig und gelassen ein Thema betrachten würden. In diesem Sinne hoffe ich für die Kinder, dass die Entscheidungsträger (Richter, Anwalt…) so neutral den Fall untersuchen und nach Möglichkeit das Wohl der Kinder als oberste Priorität sehen. Mit 17 Jahren ist die Tochter bald volljährig und kann dann selbst entscheiden. Bei dem 13-jährigen besteht die Gefahr, dass die Interessen der Mutter über die des Kindes gestellt werden.
      Hoffen wir das Beste für die Kinder!
      Gruss, Miha

    2. Ganz genau. Zumal auch die Wahrscheinlichkeit bestand, dass seine Frau ihm die Kinder auf gleiche Weise entzogen hätte, indem sie mit ihnen nach Ungarn gezogen wäre.

      Als Mann kann man sich da nur zwischen Opfer- oder Täterrolle entscheiden.

      1. Als Mann kann man sich da nur zwischen Opfer- oder Täterrolle entscheiden.
        siggi,mann hätte auch Zusammenbleiben können was allerdings manchmal Egoismusbekäpfung bedeutet.
        Vor über 20 jahren haben meine Frau und ich uns in unserer Gemeinde die Gott gehört vor Gott und Menschen als Zeugen die treue versprochen.
        Der Gang zum Sandesamt war dan auch noch notwendig wegen dem Weltlichen gesetz.
        Manchmal muss ich wegen der Arbeit einige Tage weg und wen ich dan nach hause komm freue ich mich schon.Gestern war sie nicht einmal ein tag weg und ich musste darüber nachdenken,wie es wohl ohne sie wäre (so leer).
        Natürlich kommt es manchmal zu reibereien aber dafür setze ich doch nicht aus spiel,unglücklich und von Gott verlassen zu sein.

  3. Um sich als Vater oder Mutter mit Kindern in Py aufzuhalten(legal) benötigt man Papiere vom fehlenden Elternteil. Wenn man ein oder -ausreisen will benötigt man ein „Permiso de menor“,welches nicht ohne Unterschrift des anderen Elternteils ausgestellt wird. Da hat er wohl genügend bezahlt um dieses Gesetz zu umgehen ! Es gab also ein paar Unterstützer bei der Polizei bzw. Grenzbehörden. Wie immer … , traurig für die betroffene Mutter.

    1. Hallo refugio,
      warum so parteiisch zu Gunsten der Mutter?
      Ob es stimmt, weis hier niemand, aber im Artikel stand „da seine Frau die Scheidung wollte“.
      Meiner Meinung nach sollte das Wohl der Kinder über dem der Mutter stehen. Ich wünsche den beiden, dass nicht einfach „im Sinne der Mutter“ über sie entschieden wird.
      Gruss, Miha

    2. Dies gilt nur, wenn er mit der Mutter zusammen in Paraguay einreist.

      Als Alleinerziehender Vater, der ohne Mutter einreist braucht er ihre Zustimmung nicht.

      Es gibt andere Länder, wie etwa die Türkei, in denen der VATER immer die Obsorge bekommt.
      Solche Länder wenden dann IMMER das eigene Recht auf den jeweiligen Fall an.

      Das bedeutet ein Vater dem in D das Sorgerecht entzogen wurde, wird durchaus in der Türkei das Sorgerecht zugesprochen bekommen, ganz egal wie die Kinder in die Türkei gelangt sind, oder was der D Staat entschieden hat. Der Vater ist schließlich für die korrekte moslemische Erziehung seines Sohnes verantwortlich.

      Dies nur mal zum Nachdenken für die linksgrünfeminister Keifergemeinde, die sofort Aufschreit, wenn ein Vater seine eigenen Kinder unter seine Obhut nimmt.

      Was hat das mit Paraguay zu tun? In Paraguay bekommt regelmäßig der finanziell bessere Teil das Sorgerecht – egal ob Mann oder Frau – da hierzulande das Interesse des Kindes höher gewertet wird, als jenes der Frau. Und das ist auch gut und richtig so.

      1. Der Meinung bin ich auch – aber links, grün, Feministen… – das ist wieder mal blödsinniges schwarz-weiß Denken. Was hat eine Meinung pro der Mutter mit links oder grün zu tun? Oder bist du der Meinung, dass linke und grüne Richter immer zugunsten der Mütter entscheiden und braune und schwarze Richter immer zugunsten der Väter. Da fehlt jetzt nur noch eine kleine Haßpredigt über Schwule und Lesben, dann ist ja alles komplett.

  4. Ja @Anton, obwohl ich alle Menschen aus DACH, welche ich in Paraguay antreffe, ausfrage, ob dass den nun wirklich ihre Kinder seien und auch die Vorweisung der Geburtsurkunde und Einreisepapiere verlange, ist mir trotzdem nichts aufgefallen. Aber vielleicht sollte ich nun doch noch genauer hinsehen. Habe dazu allen bereits telefonisch angekündigt, dass ich ihnen diesbezüglich bald einen Besuch abstatten werden. Bis jetzt hat mir jedoch noch keiner eine solche Einladung bestätigt. Sooo einfach geht es wohl nicht
    Aber zum Glück haben wir ja Benutzer @Anton. Also alle Kindesentführer aufgepasst.

  5. lieber Herr Anton,
    in der Sache ist bereits gesagt, was zu sagen war. Es reicht, wenn man die Stellungnahme des französischen Präsidenten Chirac zitiert: Das deutsche Familienrecht ist das Gesetz des Dschungels“.
    Das aber ist kein Zufall. Es ist Programm. Die Zerstörung der Familien ist das erklärte Ziel. Bereits die Schlagworte dazu: „Kampf der Geschlechter“, die Alten gegen die Jungen“ etc. sagen das präzise aus. Wer es nicht glaubt: http://www.vho.org/D/Geheim1/5g.htm
    „Wir werden gleichzeitig die Bedeutung der Familie und ihrer erzieherischen Wirkung zerstören und ebenfalls die Möglichkeit selbständiger Persönlichkeit beseitigen…“

    1. Das sehe ich auch so obwohl ich das Weltweit sehe,vieleicht nicht überall gleich. Wieviel kommt doch von zerrütteten fverhältnissen und auch noch vom Sadt untrstützt.Was Gott zusammengefügt hat,soll der Mensch nicht scheiden.

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