Ermordeter Journalist lehnte aus Misstrauen gegenüber der Polizei einen persönlichen Schutz ab

Pedro Juan Caballero: Die Kollegen von Humberto Coronel, einem Journalisten, der gestern in der Hauptstadt von Amambay ermordet wurde, gaben an, dass er einen persönlichen Schutz durch Ordnungshüter abgelehnt habe, nachdem er das Vertrauen in die Polizei verloren hatte.

Gustavo Báez, ein Journalist und Kollege von Coronel (Beitragsbild), sagte, dass der Getötete am 10. Juni eine Morddrohung erhalten habe und zwar durch ein Plakat, das vor seinem Haus angebracht war. Die Warnung war, dass sowohl Báez als auch Coronel viel wussten und man sie deshalb zum Schweigen bringen mussten.

Báez erwähnte, dass sie Anzeige erstattet hätten und die Staatsanwaltschaft für ihn einen Polizeischutz veranlasst habe, dem er zugestimmt habe, sein Partner jedoch abgelehnt habe.

„Es war alles sehr bürokratisch, den Polizeischutz zu bekommen, ich musste nach Asunción gehen, um an mehrere Türen zu klopfen. Die Staatsanwaltschaft ersuchte das Polizeikommando wiederholt, mir Polizeischutz zu geben. Coronel war misstrauisch gegenüber der Polizei, weil er nach dem vierfachen Mord das Vertrauen in Bürgermeister José Carlos Acevedo verloren hatte“, erklärte er weiter.

Báez berichtete, dass er das Motiv für das Verbrechen seines Kollegen nicht kenne, er aber immer wieder die Unsicherheit in der Stadt in Frage gestellt habe. „Minuten vor dem Attentat sprach er über die vorherrschende Unsicherheit“, fügte er hinzu.

In Bezug auf die Polizisten, die sich außerhalb des Radiosenders aufhielten, gab er an, dass beide Männer das Gelände des Senders bewachen mussten. „Die Informationen, die ich erhalten habe, sind, dass einer der Polizisten zum Mittagessen ging und ein anderer 50 Meter vom Radiosender entfernt war, als Coronel erschossen wurde“, sagte Báez.

Er bedauerte, dass man mit dem stellvertretenden Polizeikommandanten der Stadt über die vorherrschende Unsicherheit habe reden wollen, aber er Anrufe nie beantwortet habe.

Schließlich sagte Báez, dass er seine persönliche Situation bewerten werde, da er sich in einer Grenzzone befinde und in einem Sender arbeite, in dem sehr ernste Ereignisse angeprangert würden.

Wochenblatt / Hoy

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1 Kommentar zu “Ermordeter Journalist lehnte aus Misstrauen gegenüber der Polizei einen persönlichen Schutz ab

  1. Ich staune immer wieder qie dumm doch ein Reporter oder Journalist sein muß in Ländern wie Paraguay unter dem eigenen Namen zu agieren und wo Leute sein Gesicht und Identität kennen. Das ist eine Einladung um ermordet zu werden.
    Auch die Komnentatoren hier im WB und anderswo in Zeitungen gelten als Jiurnalisten bzw Pressemitglieder bzw Bürger die ihrer Bürgerpflicht nachgehen. Damit fallen die Kommentatoren auch unter den Presseschutz.
    Nur niemand recht beib Trost wird hier ohne ein VPN oder gar unter richtigem Namen posten. TOR geht ja nicht mehr seit WordPress. TOR wäre das ganz sicherste. Zumindest behauptet mein VPN Dienstleister seriös zu sein – bis er es eben nicht mehr ist. Es ist einer der größten VPN Dienstleister der Welt.
    Das originale System des WB war weit anonymer ja geradezu das anonymste System was es gibt. Viele deutsche Onlineblätter benutzen das für Kommentare. Nix Anmeldung, sondern nur Namen und erdachte eMail und das dann mit Komment durch TOR schleusen. Da beißt sich selbst die NSA und BND die Zähne aus um herauszufinderpn wer der Kommentator ist.
    ABC Color sind geradezu Mörder ihrer eigenen Journalisten da man sich da mit Facebook für Kommentare anmelden muß. Die fragen sogar nach deinem Paß und Paßfoto.
    Die Zeitung dürfte garnicht wissen wer der Journalist ist und ohne TOR dürfte nichts gehen.
    Jeder Journalist muß ständig eine Pistole tragen und zwar eine Militärpistole mit wenigstens 2 Reservemagazine und kein Taschenpistölchen. Revolver geht auch aber dann 7 mit Speedloaders. Entweder 327 Magnum oder 357 Magnum. 327 Magnum ist vorzuziehen.
    TOR und VPN sind obligatorisvh für Journalisten und Kommentatoren. Ohne das sollte man das nicht machen sondern sich was anderes suchen.

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