Erneut Lebensmittelpakete gestohlen, doch diesmal von Politikern

Filadelfia: Stammesanführer aus der Zone um Teniente Irala Fernández im paraguayischen Chaco teilten mit, dass Cartes Anhänger sich 400 Lebensmittelpakete unter den Nagel gerissen hätten.

Die Führer der indigenen Gemeinschaften „Estribo“ und „Para todo i“, Antonio Benítez, Amancio Benítez und Enrique Marecos erklärten, dass sie nach einer schwierigen Arbeit in Asuncion es schafften, dass das Notstandsekretariat (SEN) 1.000 Lebensmittelpakete in den Chaco zu den Indiegnen entsendet.

Groß war jedoch die Überraschung als nur 600 der besagten Pakete ankamen, die kein Yerba, Nudeln oder gar Reis enthielten. Außerdem fehlten rund 400 Pakete die wohl auf dem Weg verloren gingen obwohl sie für rund 800 Familien der Gemeinschaft Enxet Sur gedacht waren.

Die Betroffenen haben im örtlichen Kommissariat eine Anzeige gemacht. Der ehemalige Gouverneur des Departements Presidente Hayes, Emigdio Benítez Benítez sowie die Departementratsmitglieder Teófilo De León und Gervasio Aguilera sind politische Gefolgsleute von Horacio Cartes. Sie waren sehr überheblich und sollen die sein, die sich die Pakete unter den Nagel gerissen haben, um bei der Wählerschaft zu punkten.

Enrique Marecos sieht dies als gutes Beispiel wie mit indigenen im Land umgegangen wird, nachdem sie monatelang an Dürre litten, was das Leben aller Familienmitglieder als äußerst schwierig darstellte.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Erneut Lebensmittelpakete gestohlen, doch diesmal von Politikern

  1. Simply the blöde Rest

    Antworten

    Den Indigenen im Land sollten vom Staat eine Zukunft erhalten, keine Symptombekämpfung, an der sich ein paar seiner Staatssubstitute auch privat noch bereichern. Aber ja, von solch dummen Ideen ist von einem Paraguayer höchstens ein grinsen und einen Daumenhoch zu erwarten. Nach dem Moto: „Que dice? No capisco niente.“

  2. Frechheit pur.
    Hier spielt man nur damit das die Indigenen die Klappe halten und sie sie aufmachen passiert nichts!
    Lebensmittelhilfe ist in bitterer Not richtig. Als Dauerhilfe eine Sache für sich, Hilfe zur selbst Hilfe ist noch viel besser!

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