Erneute EPP Attacke auf Estancia „La Blanca“ in Hugua Ñandu während Notstand

Concepción: Trotz des ausgerufen Notstands, der zumindest an einigen Stellen das ungesehene Passieren einschränkt bewegt sich die terroristische Gruppe ungestört wie eh und je und griff letzte Nacht mit Schusswaffen eine Estancia an. Im Einflussgebiet der Zone waren um die 25 bis 30 Schüsse zu hören. Es gab keine Verletzten.

Diese Aktion, die Spuren und Nachrichten für die Behörden hinterließ war als versteckte Racheaktion geplant, da soeben versteckte Sprengstoffe im Umfeld der Estancia gefunden wurden, welche für Polizisten bestimmt waren.

Gestren Abend gegen 21.30 Uhr drangen Unbekannte in die Estancia „La Blanca“ ein und beschossen den Wohnbereich des Eigentümers Rubén Peralta, der schon vor drei Monaten verstarb.

Einer der Arbeiter der Estancia, Fidencio Fernández, erklärte neun Personen gesehen zu haben, die zwischen 25 und 30 Schüsse mit verschiedenen Kalibern abfeuerten. Die Schüsse beschädigten nur Material allerdings keine Menschen.

Etwa 110 m vom Wohnbereich entfernt wurde eine Fotographie von Nimio Cardozo und Gabriel Zárate, beide tote Mitglieder der EPP, gefunden. Bestandteile zum Bombenbau wurden ebenfalls in der Umgebung entdeckt worauf Bombensuchkommandos ihre Arbeit aufnahmen und erfolgreich waren bevor es staatliche Sicherheitskräfte erwischt.

Die Estancia „La Blanca“ hat rund 6.000 ha Land und ist im direkten Einflussbereich der EPP. Der Eigentümer übergab der taktischen Spezialeinheit „Leon Pirú“ einen Teil seines Landes zur Ausbildung ab, der Ort an dem sich derzeit die Mehrzahl der Polizisten aufhält.

Wegen der getätigten Hilfe für staatliche Organe war dies eine Racheaktion, vermuten die Ermittler.

Seit 29 Tagen ist in den Provinzen Concepción und San Pedro der Notstand ausgerufen, um diese besagte Gruppe festzunehmen.

(Wochenblatt / Abc / Foto: Abc)

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7 Kommentare zu “Erneute EPP Attacke auf Estancia „La Blanca“ in Hugua Ñandu während Notstand

  1. Zu@Lilo
    Da ich Sendero Luminoso in Peru am Rande miterlebt habe kann ich vergleichen, dass es in diesem Ausmaße wohl in Paraguay kaum möglich ist. Doch währet den Anfängen aus einem glimmen kann ein Flächenbrand werden.

    Sendero war leider mit Gewalt gegen Korruption und Lüge der Politiker angetreten und es artete aus in Orgien des Tötens( Großgrundbesitz war schon seit 2 Jahrzehnten vorher an die Campesinos verteilt worden). Terroristen und Narkos arbeiteten Hand in Hand. Die Folgewar Campesinos gerieten zwischen den Mühlsteinen der Terroristen und Militärs. Man schätzt die Zahl der ermordeten auf über 45000 Toten.
    Es sollten die Verantwortlichen in Paraguay nun klar sein, dass sehr sehr viele Paraguayer die Schnauze voll haben von Lügen und falschen Versprechungen.

    Sollten die Terroristen in naher Zukunft mit der Drogenmaffia in Paraguay zusammenarbeiten, dann wird es brenzlig im Lande und adios ruhiges idyllisches Paraguay

    1. @ sukowsky
      du hast völlig Recht –
      JETZT sind die Politiker gefragt.
      JETZT müssen sie re(a)gieren.
      Das typisch paraguayische „manana“ (was wir ja im Privatleben auch genießen) darf hier nicht einmal nur gedacht werden.
      Wie schnell aus einem „leuchtenden Pfad“ ein brennender
      Pfad wird, hat Peru ja erlebt.
      Also: ENSEGUIDA!!!!!

      1. Allerdings macht mir auch Sorge das überschwappen der brasilianischen Kriminalität insbesondere die Drogenmafia nach Paraguay. Sie wird doch nicht mexikanische Ausmaße annehmen? Möglicherweise ist diese Gefahr im Moment viel größer genügend gute Arbeit mit Brot ist die beste Bremse.

  2. Diktatur oder Demokratie?
    Alles hat seine Vor- und Nachteile – aber was da gerade geschieht, zählt eindeutig nicht zu den Vorteilen. Eine Oragnisation wie die EPP braucht natürlich dringend Geld für ihre Aktivitäten. Was liegt also näher, als Geschäfte mit den Drogenbaronen, wie „sukowsky“ schon sagt.
    Und sie brauchen Parolen für Stimmungsmachse, da kommt
    doch die „Lohnerhöhung“ als prima Argument daher. Ebenfalls die Selektion der Minister.
    Die Wahlen, sind – wie übrigens auch in Deutschland – nur eine Farce. Möge der Bürger entscheiden, wer ihn über den Tisch zieht.
    Winston Churchill: „Die Demokratie ist eine schlechte Staatsform – aber ich kenne keine Bessere“.
    Helmut Schmidt kürzlich bei Jauch sinngemäß:
    Es gibt Länder, die einfach noch nicht reif dafür sind,
    eine Demokratie zu leben.
    Ich persönlich denke, dass Paraguay dazu gehört – auch wenn ich/wir gern in einer Demokratie leben(n)

  3. Ja, ja eine gute Regierungsform ähnelt einem gut gebautem Haus, das nicht auf Sand dasteht mit allem drum und dran von guter Qualität.

    Möchte nicht unser Deutschland auf Paraguay überstülpen.
    Da ich Deutscher bin,….. bin ich denn ganz frei davon?

    Denke mal Segmente davon können nicht schaden, wie es ja die Mennoniten im Chaco oder die Menschen in Itapua mit Erfolg zeigen.

    Zu @Lilo „Die Wahlen in Deutschland sind eine Farce“
    Ja doch nur dadurch, dass unsere Volksvertreter sich von den verschiedenen Lobbyisten der Industrie korrumpieren lassen. Die Folge Gesetze werden in ihrem Sinne ausgearbeitet und verabschiedet.

    Wie sollte es anders sein in Paraguay?

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