Erst dann wird es zur Strafe

Asunción: Obwohl die paraguayischen Gefängnisse schon rappelvoll sind, sollen nun noch 300 weitere Insassen hinzukommen. Das argentinische Justizsystem will Geld sparen und die Paraguayer zurückschicken.

In Argentinien gibt es 41.267 Gefängnisinsassen, davon sind 5,1% Ausländer. Von denen 2009 Insassen, die keine Argentinier sind, sollen mehr als 50% Paraguayer sein, was eine Anzahl über 1.000 ergibt. Obwohl in 2018 erst 23 Häftlinge aus Argentinien in ihr Heimatland entsendet wurden, sollen es nun mehr werden. Damit wirkt man nicht nur den Kosten entgegen sondern auch der 40 prozentigen Überbelegung. Da aber ausländische Häftlinge erst nach 50% der Haftzeit in ihr Heimatland zurückgeschickt werden dürfen, trifft das auf maximal 300 Paraguayer zu, die binnen der nächsten Monate kommen sollen.

Die meisten eingesperrten Paraguayer wollen jedoch gar nicht zurück nach Paraguay, da ihre Familien in Buenos Aires leben und somit auch niemand zu Besuch kommen würde. Erst in Paraguay eingesperrt zu sein, wird für die Häftlinge eine Strafe. Dennoch ist dies die einzige Maßnahme, die der argentinischen Justiz hilft Entspannung in den Sektor zu bringen.

Paraguay hat ungefähr 12.000 Häftlinge bei einer Bevölkerung von fast 7 Millionen Einwohnern.

Wochenblatt / Clarin

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