Erst denken, dann bauen: Das Motto kennen wohl die wenigsten Bauingenieure im Land

Asunción: Es stellt sich Frage, warum erst viele Unfälle, sogar mit Todesfällen, am Berg bei Caacupé passieren müssen, bis das MOPC erkennt, dass man vielleicht doch etwas an der Straßenführung ändern muss.

Nicht weniger als vier Unfälle, einige mit tödlichen Folgen, ereigneten sich in der Gegend von Pedrozo, Ypacaraí, aufgrund von Fahrzeugen, bei denen bei der steilen Bergabfahrt auf der Route PY02 die Bremsen versagten.

Javier Recalde, Leiter der Abteilung Straßenprojekte des Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC), sprach über die besorgniserregende Häufigkeit, mit der Unfälle auf der Route PY02 auf der Höhe von Pedrozo im Bezirk Ypacaraí auftreten, insbesondere zu den ergreifenden Maßnahmen.

Allein im Januar kam es in dieser Gegend zu vier Unfällen, zuletzt am Montag, als bei einem Lastwagen der paraguayischen Telekommunikationsfirma Copaco beim Herunterfahren des Berges die Bremsen versagten, das Fahrzeug auf das Bankett geriet und sich überschlug.

Während bei diesem Unfall die Personen in dem LKW nur leicht verletzt wurden, starb am Donnerstag letzter Woche der Fahrer eines Lastwagens, der mit Ziegeln beladen war, als auf einen anderen LKW auffuhr. Am 5. Januar verunfallte ebenfalls ein Ziegeltransporter und überschlug sich, was zum Tod des Fahrers führte.

Recalde wies darauf hin, dass aufgrund des erheblichen Gefälles auf der Route PY02 im Bereich Pedrozo ein Fahrzeug mit mechanischen Schäden eine ernsthafte Gefahr darstellen könne, weshalb ein Projekt zum Bau einer “Bremsspur“ am Auslauf des Berges vorangetrieben werde, mit einer Fahrbahn aus Schotter oder Kies, die dabei helfe, das Fahrzeug zu verlangsamen, bei dem bei der Abfahrt die Bremsen versagt haben.

Diese Bremsspur, sagte er, würde sich außerhalb des Domänenstreifens der Strecke befinden, für die Grundstücksenteignungen durchgeführt werden müssen. Er schätzte, dass der Bau der Bremsspur nicht länger als drei Monate dauern sollte.

Recalde erwähnte auch als vorübergehende Maßnahme verstärkte Kontrollen der Nationale Verkehrsdirektion (Dinatran) vor der Bergabfahrt, um den mechanischen Zustand der Fahrzeuge zu überprüfen.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Erst denken, dann bauen: Das Motto kennen wohl die wenigsten Bauingenieure im Land

  1. Wenn mechanische Schäden an den Lastwagen der häufigste Grund sein soll, wüsste ich nicht weswegen die Bauingenieure Schuld daran sein sollen. Eher die hochqualifizierten Mecanicos oder die LKW-Fahrer die Mängel einfach ignorieren.
    Immer wieder geil: Wenn man den Führerschein erneuern will, muss man zig Dokumente vorziegen, aber den Zustand des Wagens oder LKW über die Habilitacion interessiert keine Sau. Aber selbst wenn es ein TÜV gäbe, wäre es mit Schmiergeld kein Problem die größte Rostlaube durchzubekommen. Also besser sein lassen….aber das wird sicher auch noch kommen in Zukunft.
    Es ist aber schon richtig, dass es teilweise gefährliche Straßenführungen gibt.
    Bei mir in der Nähe gibt es eine Avenida mit einer Kreuzung wo eine Zufahrtsstraße in diagonaler Richtung asphaltiert wurde. Diese wird seitdem häufig genutzt. Da müssen die Fahrer von der Gegnseite allerdings in der Mitte der Avenida halten, wie das ja so üblich hier ist. Denn da ist keine Ampel und erst recht kein Kreisverkehr (obwohl da genug Platz dafür wäre) und die fahren teilweise wie die Irren da. Und natürlich wird da in der Straße geparkt, weil da eine beliebte Bäckerei ist bzw in der Mitte der Avenida ein kleiner Verkaufsstand mit Schmuggelware (Speiseöl, Waschmittel usw). Mit eigenen Augen hab ich da schon zwei kleinere Auffahrunfälle da gesehen.
    Konträr dazu stehen Dutzende Lomadas in anderen Straßen, die einen Fahrer echt den Nerv rauben, teilweise sogar auf Empedrado-Wegen.

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  2. Als die Abfahrt dreispurig ausgebaut wurde und monatelang Baustellen sie auf eine Fahrspur verengten, gab es fast täglich Unfälle mit Lastwagen. Beinahe jeden Tag lag ein kleiner oder großer LKW umgekippt am Straßenrand. Oder auch zwei oder drei.
    Ich sehe auch keine Schuld bei der Straßenbaufirma, sondern bei den Haltern, bzw. den Fahrern. Der technische Zustand der Fahrzeuge liegt in der Verantwortung der Eigentümer.
    Am meisten nerven diese völlig überladenen und untermotorisierten Ziegellaster, die selbst auf gerader Strecke auf höchstens 40 km/h kommen und Steigungen in Schrittgeschwindigkeit hochkriechen.
    Die provozieren die anderen Autofahrer zu riskanten Überholmanövern, weil auch der geduldigste Mensch irgendwann genug davon hat, so einer Schnecke mit 5 km/h hinterherzukriechen.
    Solche Verkehrshindernisse gehören wirklich von der Straße!
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    Obwohl so eine Abbremsspur sicherlich kein Fehler ist.

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  3. Drei Spuren genügend vollkommen, eine für diejenigen, die mit 2 km pro Stunde ihr Facebock-Profil updaten muss, eine für die Besoffenen, die Slalom fahren muss und eine für diejenigen, die sich für die wichtigste Person auf der Welt halten muss und es eilig haben.

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