Erst Feind dann Freund

Asunción: Wer hätte das geglaubt? Noch vor einem Monat schossen die Frente Guasu Mitglieder, angeführt von Ex-Präsident Fernando Lugo, mit allem was ihr zur Verfügung stand gegen die Putschisten (ANR-PLRA) und sagten inklusive: Glaubt ihr, dass wenn die ANR gewählt wird, dass sich die Weltpersönlichkeit Dilma Rousseff mit einem Drogenschmuggler und Geldwäscher Horacio Cartes zusammensetzt und verhandelt? Sie fackelt uns ab.

Jetzt wiederum will Lugo als Chefunterhändler für Cartes in den Ring steigen, um damit sein politisches Gewicht darzubieten. Außerdem unterstützt er seinen politischen Gegner bei der Regierungsstabilität. Dass Problem dabei ist nur, dass die Frente Guasu von vielen Jungen gewählt wurde, die sich jetzt echt betrogen fühlen. Senator Carlos Fillizola behauptete noch, dass alle Putschisten gleich sind und man keinem trauen darf. Heute und jetzt scheint ihm zu dem Thema ein Maulkorb verpasst worden zu sein. Die soziale Netzwerke kochen vor Kritik fast über.

Um seine Annährung an Cartes zu rechtfertigen erklärte Lugo jedoch, dass dies ganz einfach zum Wohl des Volkes passiere. Andererseits kostet ihm, ähnlich wie Cartes, wenn er weiterhin den Weg geht, Glaubwürdigkeit. Erst Feind dann Freund, erst unnütz im Amt und nun unentbehrlich bei der Reintegration.

(Wochenblatt / Abc)

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4 Kommentare zu “Erst Feind dann Freund

  1. dem anschein nach gibt es menschen welche sich nur wohl fühlen wenn streitigkeiten herrschen. ich finde es den einzigen richtigen weg, wenn man sich zusammensetzt und miteinander redet damit man die echten probleme gemeinsam lösen kann, alles andere finde ich eines erwachsenen menschen nicht würdig. abgesehen davon: sturheit hat noch niemanden weitergebracht und gehört auch meiner achtens nicht in die politik da daduch nur das normale volk die folgen zu tragen haben.

  2. Obschon es mir nicht leicht fällt dies zuzugeben, so spricht es doch für Herrn Cartes, daß er ohne politische Berührungsängste den Konsens mit dem politischen Gegenüber sucht. Warten wir ab, ob er nicht von den ‚Sagern‘ im Hintergrund seiner Partei ausgebremst wird und ob sich die Geschichte zum Wohle Paraguays entwickelt. Und wenn Alfredo Jaeggli vor Wut zu platzen droht, so ist dies ja auch schon ein Erfolg……

    1. auch Ihr kommentar ist richtig, politische gegner müssen nicht „feinde“ sein und können im interesse des landes zusammenarbeiten, auch wenn es manchmal schwer ist und kompromisse gemacht werden müssen

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