Erste Botschafter unter Cartes warten auf ihren Marschbefehl

Asunción: Der Präsident der Republik, Horacio Cartes, beabsichtigt all die Botschafter aus dem diplomatischen Dienst abzuziehen, die dafür keine Ausbildung haben und nur durch politische Gefallen einen solchen Posten bekamen. Dazu hat er noch das Problem, dass diverse Posten in Nachbarländern schon seit der Ära Lugo frei sind, da sich damals der Kongress quer stellte grünes Licht zu geben. Dieser Missstand soll nun behoben werden, weswegen Cartes in Brasilien und Argentinien Antrag auf seine Kandidaten stellte, was von beiden Regierungen gestern bestätigt wurde.

In Argentinien wird Nicanor Duarte Frutos, ehemaliger Präsident Paraguays, die Botschaft leiten, was ihm wegen guter Beziehungen zur Kirchner Familie gefallen dürfte. Außerdem genießt er die Unterstützung der fünf Vertreter der Frente Guasu im Senat. Zudem lebt einer seiner Kinder, Facundo, in Buenos Aires, seinem neuen Wohnsitz.

Als ranghöchster Diplomat auf brasilianischem Boden wurde Manuel María Caceres Cardozo ausgewählt, der bis dato Vizeminister für auswärtige Angelegen war und aus der Franco Regierung übernommen wurde. Er ist einer der wenigen Diplomaten der alle dafür nötigen Abschlüsse und Ausbildungen hat. Er vertrat Paraguay schon vor der OAS, der EU, in Argentinien und Belgien.

Erst mit dem Segen der Mehrheit der Senatoren bekommen beide ihren Marschbefehl. Durch Diskrepanzen, hervorgerufen durch Massenentlassungen der liberaler Staatsangestellter, zeigt sich die PLRA kritisch und überdenkt trotzt Regierungspakt noch, ob sie dem zustimmen soll. Am heutigen Mittag dann soll eine Entscheidung veröffentlicht werden.

(Wochenblatt / MRE)

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