Erzbischof bittet die Gläubigen, wieder in die Kirchen zu gehen

Asunción: In seiner Predigt am Sonntag bat Erzbischof Edmundo Valenzuela darum, dass die Gläubigen wieder in kleinen Gruppen in die Kirchen gehen können, wenn sie die entsprechenden sanitären Maßnahmen einhalten.

Valenzuela hielt am Sonntag die Messe in der Ortschaft Cocueré bei Areguá. Seine ausführliche Predigt war dem Evangelium gewidmet in der an die Erscheinungen Jesu Christi an seine Apostel nach seiner Auferstehung erinnerte.

Später wies er darauf hin, dass dieser Sonntag der Barmherzigkeit unser Leben mitten in einer Pandemie zutiefst berührt, die die Gesellschaft destabilisiert hat und uns sogar dazu bringt, uns gegenseitig als Gefahr zu betrachten; er lässt uns Zweifel und Misstrauen unser gesellschaftliches Leben beherrschen und das lässt uns in gewisser Weise unsere Mitmenschen “ausrangieren“.

Er bittet die Gläubigen, sich des psychologischen und sozialen Übels bewusst zu sein, das einen enormen Einfluss auf die Kultur, Gesellschaft und auf die Kirche selbst habe. „Ohne Gemeinschaft fühlen wir uns fern, praktisch nah, aber physisch betrachten wir den anderen als Feind, als Bedrohung meiner individuellen Gesundheit, als eine Gefahr, vor der ich mich hüten muss. So weit ist es gekommen“, sagte Valenzuela.

Dann erklärte er, dass dies die Zeit sei, in der die Kirche mehr denn je die Erfahrung der Gemeinschaft wiedererlangen müsse und er bat darum, dass wieder Messen und Beichten gefeiert werden. „Mehr denn je muss die Kirche die Erfahrung der Gemeinschaft zurückgewinnen. Wir können nicht von virtuellen Eucharistiefeiern leben. Die Kirche hat so viel Kraft zum Heilen wie die Ärzte, sie heilen den Körper, aber das reicht nicht aus. Die Mission der Kirche, d.h. der Gemeinschaft, besteht darin, Menschen zusammenzubringen, um sich zu treffen, sich geliebt zu fühlen, zu beten und gemeinsam die Geheimnisse unseres Glaubens zu feiern. Wir müssen so bald wie möglich zur Feier der Sakramente zurückkehren, insbesondere zur Feier der Versöhnung und der Eucharistie. Wir müssen so bald wie möglich zu diesem Leben der Kirche zurückkehren. Priester und Diakone, Katecheten und außerordentliche Diener der Eucharistie sind genauso fleißig wie andere Mitarbeiter. Wir sind Arbeiter im Weinberg des Herrn und wir müssen unsere Mission zurückgewinnen“, erklärte er.

Der Bischof fügte an, dass nicht nur materielle Nahrung notwendig sei, sondern auch “mit Gesten der Solidarität, des Vertrauens, der Nähe, der Zuneigung, des Gebets und der Glaubensgemeinschaft vermittelt werden können“.

Valenzuela bekräftigt, dass spirituelle Heilung für die Gesellschaft unentbehrlich sei und die gegenwärtigen Maßnahmen uns eine Lebensweise aufzwingen, die dem menschlichen Zusammenleben zuwiderläuft, indem man uns darauf reduziere, “virtuelle Wesen zu werden, die von verborgenen, gesichtslosen Mächten, dem Internet, dem Handy … alles virtuell“ abhängen.

Bei einer anderen Gelegenheit erklärte er, dass “es natürlich notwendig ist, so schnell wie möglich aus diesen langen Quarantänen herauszukommen, mit der entsprechenden medizinischen Versorgung, sowohl auf der Ebene der Kirchen, die geöffnet werden müssen, als auch auf der Ebene der Menschen und kleinen Gruppen, die an den Feierlichkeiten teilnehmen. „Wir sind im Gespräch mit den nationalen Behörden, um die Kirchen zu öffnen und in kleinen Gruppen, mit persönlichen und umweltbezogenen Gesundheitsvorkehrungen, die Sakramente feiern zu können. Ohne Zweifel wird es für viele Christen ein großes Heilungsangebot sein“, betonte Valenzuela.

Er schloss mit der Bemerkung, dass der Bruder niemals eine Gefahr sein könne und ich mit ihm das Gesicht, das Lächeln, die Freude oder eine gewisse Trauer teilen müsse. „Die ersten Christen lernten, in Gemeinschaft zu leben. Dort wächst der Glaube und wird gestärkt, in der Gemeinschaft. Die Lehre der Apostel, die so erfahren darin sind, in Gemeinschaft mit Jesus gelebt zu haben, ist die Quelle des Gebets, des Teilens und des Brechens des Brotes oder der Eucharistie in der Familie“, erklärte Valenzuela.

Schließlich forderte er die Gläubigen auf, ihre eigenen Gärten anzulegen und mit ihren Nachbarn zu teilen, denn “wir alle brauchen“ christlichen Gemeinschaften.

„Jede Pfarrei ist einem Programm von Suppenküchen oder einer anderen Maßnahme für die Hungrigen gewidmet. Dies ist die Zeit für den Austausch. Ich weiß, dass sie auch Töpfe voller Gemüse und Samen erhalten haben, die sie in ihren eigenen Häusern pflanzen können. Nahrung kommt aus der Erde und dem Wasser. Wie gut ist es dann, dass jeder Haushalt seinen eigenen kleinen Garten hat und mit den Nachbarn etwas Eigenes teilen kann. Wir brauchen uns alle gegenseitig“, erklärte Valenzuela abschließend.

Wochenblatt / ABC Color

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7 Kommentare zu “Erzbischof bittet die Gläubigen, wieder in die Kirchen zu gehen

  1. Da hat mal einer den Mut diese sinnlosen Massnahmen die hier verordnet wurden zu wiedersprechen und dann diese sinnlosen Kommentare hier. Ihr seit doch alles weiche Eier hier die nur eine grosse Klappe schwingen aber sonst gar nichts. Lasst euch ruhig weiter von dieser schwachsinnigen Regierung sagen was ihr tun dürft und was nicht.

  2. Da fällt mir wieder eine alte Aussage ein: „Die schlechte Nachricht ist, dass es keinen Gott gibt. Die gute Nachricht ist, dass Sie ihn nicht benötigen.“ Ich mag die UAAR (Unione degli Atei e degli Agnostici Razionalis #Union der rationalistischen Atheisten und Agnostiker) eine Vereinigung / Interessenvertreter von Atheisten und Agnostikern in Italien.
    Seit 1991 vertritt und fördert die UAAR in Italien die Ausbreitung der atheistischen bzw. agnostischen Lehren. Dazu fordert sie die vollkommene Trennung von Staat und Kirche (Laizität). Die UAAR spricht sich gegen Vorrechte der katholischen Kirche aus und gegen mögliche Diskriminierungen von Nichtgläubigen.

  3. Dann kann ja die Gehirnwäsche weiter gehen!! Gott braucht keine Kirchen ,Tempel oder Moscheen .Gott braucht den Menschen damit er seine Schöpfung pfleg und Hegt mit Respekt und Demut vor der Gewaltigkeit der Schöpfung.

  4. 2013 wies der italienische Atheistenverband UAAR mit einer Plakatkampagne darauf hin, dass man auch ohne Gott gut sein kann. Die Stadt Verona verbot die Plakate. Zu Unrecht, wie nun der Oberste Kassationsgerichtshof Italiens entschied
    Hat zwar lange gedauert, aber es paßt!

  5. Sr. Pflaumenmus hat Sorgen um seine Anhänger! Wenn die Gläubigen bemerken, das es ihnen ohne Kirchenbesuch und gemeinschaftlichen Gegend auch nicht schlechter geht, dann bleiben sie ja vielleicht auch in Zukunft zu Hause. Wer füllt den dann den Klingelbeutel?

  6. Klarer Fall: Erzbischof Valenzuela aus ASU (nicht zu verwechseln mit Bischof Valenzuela aus Caacupe) ruft zur Mißachtung von gesetzlichen Bestimmungen/Anordnungen auf. Hat dieser Erzbischof hier Narrenfreiheit oder Sonderrechte? Wie gedenkt der Staat darauf zu reagieren? Es ist ja nicht das erste mal, daß Erzbischof Valenzuela auffällig handelt, bisher stets ohne Folgen. Aus meiner Sicht könne man sehr wohl Gottesdienste abhalten, wenn die sich an ganz klare Vorgaben hinsichtlich der Corona-Hygienevorschriften halten. Aber daß die Kirche vorsätzlich staatliche Verordnungen ignoriert – das geht auf keinen Fall!

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