Es fehlen nur 600 Millionen US-Dollar

Asunción: Warum sich über irdische Probleme wie Schlaglöcher, Korruption und Vetternwirtschaft Gedanken machen, wenn man einen eigenen Satelliten haben kann. Doch wer soll das bezahlen?

Der neue Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation (Conatel), Andrés Manuel Gubetich, gab einige Punkte bekannt, die er als sinnvoll empfindet und während seiner Zeit an der Spitze vorantreiben will. Er zählte die Ausschreibung für das 5G Netz auf, die Reduzierung der digitalen Unterschiede im Land, die Stärkung der schon bestehenden Systeme wie Telemedizin und den Notruf sowie einen eigenen Satelliten.

Beim eigenen Satelliten, dessen Vorteile für das Volk weder aufgezählt noch nachvollziehbar sind, kommen zumindest Kosten von 600.000.000 US-Dollar auf die Staatskasse zu, die sicherlich anderswo dringender gebraucht werden. Auch wenn sich Itaipú und der Wissenschaftsrat Conacyt daran beteiligen sollten, wie in einer Übereinkunft unterzeichnet, dauert es wenigstens 5 Jahre, wenn eine Finanzierung zustande kommt. Zu guter Letzt wird erst die Funktionalität bestätigt, wenn der Satellite in der Erdumlaufbahn ist.

Bevor man solche großen Schritte geht, die zumeist mit Steuergeldern bezahlt werden, sollte man eventuell einen Volksentscheid veranstalten, um zu sehen, ob die Bevölkerung damit einverstanden ist. Sollte eine größere Anzahl an Fernsehprogrammen zu einem günstigeren Preis als Vorteil genannt werden, besteht tatsächlich die Chance, dass der Satellit gebaut wird.

Wochenblatt / Abc Color

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11 Kommentare zu “Es fehlen nur 600 Millionen US-Dollar

  1. Selbstüberschätzung & Größenwahn – und das Volk muß es bezahlen! Oder vielleicht ein paar reiche Ölscheichs?

  2. „Sollte eine größere Anzahl an Fernsehprogrammen zu einem günstigeren Preis als Vorteil genannt werden, besteht tatsächlich die Chance, dass der Satellit gebaut wird.“
    Zu einem pro Kopf Preis von 85 Millionen US-Dollar. (600 000 000 : 7 000 000).
    Des Wahnsinns fette Beute.

  3. Zitat: „Sollte eine größere Anzahl an Fernsehprogrammen zu einem günstigeren Preis als Vorteil genannt werden, besteht tatsächlich die Chance, dass der Satellit gebaut wird.“

    Sorry, aber etwas unwichtigeres als Fernsehprogramme über Satellit die besser und billiger auch über ein vernünftiges Glasfasernetz verteilt und bereitgestellt werden können gibt es meiner Meinung nach nicht !
    Ausbau des Glasfasernetzes und ein Vorteil für die ganze Bevölkerung mit weniger als 20 Millionen USD an Kosten ist da sinnvoller investiert !

  4. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    Wir drohen mit diesem Saddam ABDO bin Husseini in die Fussstapfen Boliviens zu treten. Evo Inmorales hat auch die Chinesen um einen Satelliten gebeten. Endresultat: 80% der Ausslandsschuld Boliviens haelt China. Bis jetzt finanzierte Maburro von Venezuele (und davor Chavez) die Bolivianer. Jetzt da denen die Puste aus ist, kommt der Chinese und verleibt sich das Land ein im Tausch von finanzieller Hilfe.
    Chinesische Firmen bauen Bruecken in Bolivien die nach einem Jahr zusammenprasseln (man sehe sich nur Wolkenkratzer in China an auf Youtube, deren Fassade mitten am Tage hunderte Meter in die Tiefe auf die Strasse prasseln, usw).
    https://www.youtube.com/watch?v=2MJm3SOhAo8&t=78s
    Bolivien ist Teil des Chinesischen gigantischen „Seidenstrassen“ Mamutprojekts. Paraguay liegt auch gelegen. Ist Paraguay das naechste dran?

  5. Für was 600 Millionen US-Dollar aus geben.Für ein paar Fernsehprogramme.Es gibt andere Dinge die sind Wichtiger als der Mist.
    Das Geld kann man auf der Schnelle bekommen.Man braucht nur das Eigentum der Drogenbarone.Korrupter Politiker und deren Clans, Zigaretten und Drogenmafia einziehen und verstattlichen.

  6. Das ist schlicht nur der vorgeschobene Grund um wieder viel Geld zur Verfügung zu haben, läuft doch immer so?

  7. Ein eigener Satellit ist mit Sicherheit absoluter Schwachsinn für Paraguay. Da stimme ich den anderen Kommentatoren voll zu!
    Trotzdem stimmt Antons Rechnung nicht…..

  8. Ja, wenn Japan, Taiwan, Nordkorea, Sauerkraut und USA noch ein paar Krankenwagen und Feuerwehrautos aus den 60-er Jahren spendet, nötigenfalls, falls dies weder Japan, Taiwan, Nordkorea, Sauerkraut und USA dies tut, eine junge Dame aus Deutschland dies aus Eigeninitiative tut, dann hat man sonst keine wichtigen Probleme mehr und viel Geld, um es in Technik und Tios, Hermanos, Padrino, Flamingos zu stecken. Und natürlich in den eigenen Hof und Garten.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass der Satellit auf nationales Territorium herunter fallen wird auch marginal klein.

  9. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Reply

    Wozu heute noch Fernsehen! Ich hab schon seid 10 Jahren nicht mehr fern gesehen. Das internet ist ja auch schon fuer viele lateiner der Ersatz fuer den Flimmerkasten.
    Nur die chiqueria und Establishment setzt aufs Fernsehen da diese da ihre Fratzen regelmaessig ausstellen um mehr gesehen zu werden und damit gewaehlt zu werden.
    Bei den Mennoniten sinds meistens die Zocker (Viehzuechter, Kooperativisten, bekannte Figuren der Gesellschaft, usw) die das lokale Fernsehen lieben. Es ist eine Art von Parteipropaganda was die Fernsehstationen dem Publikum bieten.
    Nein ich tausch nie das Fernsehen mehr ein fuers Internet.
    Das Internet ist so viel mehr kreativer und Bildender (selbst die Universitaeten kann ja das Internet mittlerweile fast ersetzen). Das Internet ist ja sowieso nur eine riesige Datenbank wo man Informationen (noch) fuer umsonst bekommt (was frueher die klassische Uni war).
    Man sollte nicht vergessen dass solch ein Satellitenprojekt auf Druck irgendwelcher Lobbyistengruppe des Privatsektors entsteht. Man beschuldige nicht den oeffentlichen Sektor sondern den wahren Drahtzieher (Qui boni?).

  10. Das sind grob überschlagen 450.000 Gs pro Nase in Paraguay. Glaube nicht, dass so viel an Steuern in einem Jahr zusammen kommt. Aber mit weiterer Aufschuldung würde es gehen. Ob das die Kinder Paraguays aber mal bezahlen können, wollen und werden steht auf einem anderen Blatt.

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