Es fehlt ein gewisses Maß an Bildung und Respekt

Asunción: Die Unsitte von Bürgern bei Regen ihren Müll in die Abwasserkanäle und auf Straßen zu werfen löste ein Chaos aus. Es fehlt an der Bildung über die Folgen und dem Respekt gegenüber der Umwelt.

Angestellte von der Gemeinde Asunción mussten sieben Tonnen Abfall aus der Straße Yuasy’y und angrenzenden Bereichen, im Stadtviertel Terminal, einsammeln.

Mamerto Meza, Vorarbeiter der städtischen Reinigungskolonne, erklärte, dass bei jedem Regen Tonnen von Müll in den Straßen angeschwemmt werden.

Nachbarn nutzen die günstige Gelegenheit alle Sorten von Abfall auf die Straße und in Kanäle zu werfen, weil sie dann mit dem Regen weggeschwemmt werden.

„Heute haben wir nur sieben Tonnen Abfall zusammengetragen. Das sind 50% von dem was normalerweise anfällt, etwa 14 bis 15 Tonnen“, sagte Meza.

Kunststoffe, Fahrradrahmen, Holz, Reifen, Blech sowie alle weiteren Sorten von Müll sammelten die Arbeiter ein.

„Der Abfall wird von den Bewohnern im Haus deponiert. Kaum reget es wird er hinausgeworfen“, klagte Meza. Bedauerlich sei, so Meza weiter, dass die angeschwemmte Müllmenge die ganze Straße blockiere. Er forderte die Bevölkerung auf, diese Praxis zu unterlassen, vor allem in Anbetracht der damit verbundenen ökologischen Auswirkungen.

Wochenblatt / ABC Color

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8 Kommentare zu “Es fehlt ein gewisses Maß an Bildung und Respekt

  1. Zeit ist Leben. Will heißen, wer Klavierspielen können will muss auch Klavierspielen üben und viel Zeit in Klavierspielen stecken.
    Nun, Zeit hat man ja viel in Paraguay: Einen halben Tag für 30km und zurück mit dem Auto, täglich vier Stunden Grundschule – abzüglich zwei Stunden Teerere-Pausen, täglich Feuerchen machen, abhängen, fünf mal zur Despensa täglich und zurück laufen um jeden Artikel des täglichen Bedarfs einzeln zu überteuerten Preisen einzukaufen, zwei mal wöchentlich Stunden verbraten zuzuschauen, wie sie im Tele einem Ball nachrennen, innerhalb 24 Stunden 9 Stunden schlafen plus 3 Stunden Siesta schlafen und warten bis Mil vom Mango fällt.
    Da bleibt einem einfach nicht viel Zeit um gut Klavierspielen zu können (Klavierspielen einfach mit andren interessanten Gebieten wie Geistes-, Natur-, Sprach-, Mathe- etc. Wissenschaftsgebieten austauschen).
    Zurück zum eingangs erwähnten Klavierspielen: Klavierspielen (und andere interessante Gebiete) können der Durchschnitt im Verhältnis zum Durchschnitt der 1. Weltländer wahrscheinlich wenige hier in Paraguay. Dafür sind sie in anderen Belangen sehr gut, da viel Zeit, d.h. Leben darin investiert wurde. Muss ja nicht jeder gut Klavierspielen können.

  2. Vieles ist in Paraguay zu entschuldigen, so ist es halt eben.
    Jedoch beim Umgang mit den „neuzeitlichen“ Problemen ist hier jeder lernresistent.
    Aber eines hat „Gravitationslinse“ vergessen: Das tägliche Handy oder Smartphone. Das ist ein enormer Zeitfaktor, aber da ist man hier up to date. Wenn man will, dann gehts doch.

  3. Ohne harte Strafen läuft in diesem Land überhaupt nichts! Die Menschen sind von ihrer Prägung her überwiegend uneinsichtig, lernresistent und stur wie ein Ochse. Mit gutem Zureden und Appellen funktioniert das einfach nicht. Daher habe ich es schon längst aufgegeben hier etwas zum besseren bewegen zu können.

  4. Klar sind hier Defizite vorhanden, das wird keiner bestreiten. Aber kommt man von Eurem hohen Ross herunter. Aber vielleicht ist es ja auch umgekehrt und Ihr denkt von den Paraguayern das Sie „besser“ sind wie wir Deutsche und ein angemessenes (für uns Deutsche) Bildungsniveau schneller erreichen wie wir. In Europa hat ein Umweltbewustsein auch Jahrzehnte benötigt. In den Schwellenländern, die keine Zeit haben sich den Müllbergen entgegenzustellen mit denen Sie durch die tollen Produkten aus der ersten Welt überrollt werden, erwartet man allerdings das dies von heute auf morgen geht für was der Mensch der ersten Welt Generationen Zeit hatte. Was für eine Arroganz…zum kotzen!!!!

    1. Das ist vollkommen richtig. Wir hören ja nicht einmal Kindergartenmusik auf 120dB, bezahlen Müllabfuhr, legen nicht jeden erst besten Amigo übers Ohr, stören uns am Beschränktheiten, nicht aber wenn in unserem Müll noch was Brauchbares zu finden ist, gingen vier Jahre zur Lehre was ein Einheimischer in zwei Monaten kann.
      Vollkommen richtig, wir haben kein Herz, wir schenken nicht jedem unsere Plata, wir benehmen uns nicht wie im Kindergarten, weil wir bei der Beendigung unseres Kindergartens schon länger eine Bildungseinrichtung besucht haben als mach Einheimischer. Wir sagen nicht zu jedem Jefe, Amigo, Patron, wie kann man das auch nicht lustig finden, denn das ist doch so lustig, hahaha.
      Das ist schon richtig, wir machen uns Gedanken ob es gesund sein könnte brennendes gebrachtes WC-Papier und Hojas nomas aus Plastik einzuatmen. Wir haben nicht einmal Zeit drei Mal hinzufahren bis man endlich bezahlen darf (no hay systema) oder bis der Mecanico genügend Experiencia sammeln konnte um sein Gebastel fertig zu basteln äh reparieren.
      Nun, was soll man sagen bzw. schreiben, nach ein paar Jahren Paraguay? Super schön hier, nette und hilfsbereite Menschen. Ja, das stimmt soweit. „Weiter“ möchte ich gar nicht schreiben, nur soviel wie „zum Kotzen!!!“.
      Die Schwellenländer, die keine Zeit haben sich den Müllbergen entgegenzustellen haben genügend Zeit sich den Müllbergen entgegenzustellen. Es liegt nicht an der Zeit, sondern an der Korruption, Schwarzarbeit und Faulheit. Ein bis zwei Leute bezahlen schließlich Steuern. Es müssten in einem 3. Welt-Land die Steuern so weit angehoben werden, dass es für Korruption und Umweltverträglichkeit reicht, so ein 15 Mrd-Dollar-Kläranlägchen. Hoffentlich würde diese auch die nächsten 75 Jahre keiner Reparatur bedürfen, sonst würde sie erst recht kaputt repariert.
      Nein, danke, wenn man eines Tages in diesem Land so viel Steuern bezahlen muss, dass es für Korruption und Infrastruktur reich, dann schon lieber Europa.
      Ja, wir geben uns alle Mühe in Foren nur positives zu berichten über fähige Politiker und Bevölkerung, alles andere wäre Arroganz…zum Kotzen!!!!

  5. @WannaCry: Das Land kann nichts für die Unfähigkeit vin Einwanderern sich vorab vernünftig zu Informieren, und auch nicht für Ihren Frust weil Ihre unrealistischen Erwartungen nicht erfüllt wurden….go home!

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