“Es gibt Freunde des Präsidenten, die inhaftiert werden müssen“

Asunción: Der frühere Direktor des Unfallkrankenhauses, Aníbal Filártiga, kritisierte die Regierung scharf wegen der Korruptionshandlungen, die inmitten der Covid-19-Pandemie ausgelöst wurden. Er bedauerte, dass damit die Bürger für alle Tatsachen verantwortlich gemacht werden sollen, die im Rahmen des Kampfes gegen das Virus auftreten.

„Es gibt Schuldige, es gibt Diebe, die nicht bestraft wurden. Es gibt Freunde des Präsidenten wie Patricia Samudio (Petropar) und Édgar Melgarejo (Dinac), die jetzt inhaftiert werden sollten. Mario Abdo Benitez und Julio Mazzoleni schauen weg, sie sehen nie etwas“, kritisierte Filártiga in einem Intervie mit dem Radiosender 1080 AM.

Er behauptete, es sei nicht bekannt, was mit der Pandemie des neuen Coronavirus passieren könne und forderte die Bürger auf, weiterhin für sich selbst zu sorgen, da die Regierungsbehörden nicht die notwendigen Bedingungen für die Erhaltung der Gesundheit der Menschen schaffen.

Der frühere Direktor des Unfallkrankenhauses griff den Gesundheitsminister Mazzoleni und den Präsidenten der Republik, Mario Abdo Benítez, wegen der Situation im Land im Zusammenhang mit dem Gesundheitsnotstand scharf an. Seiner Meinung nach sind beide verantwortlich, weil “sie durch Unterlassung und Auftrag gravierende Fehler begangen haben“.

„Dieser Staat ist still, er sollte aufstehen, er hat jedes Recht. Wie kann man im 21. Jahrhundert die Illusion haben, alle Bürger für 100 Tage ohne Arbeit einzusperren und verhungern zu lassen? Es gibt Kinder, die jeden Tag nur Eintopf mit Maniok auf dem Tisch haben“, fügte der Arzt hinzu.

Er wies darauf hin, dass Benitez und Mazzoleni immer wieder mit Stolz aufzeigen würden, dass sie selbst dafür verantwortlich seien, was die Eindämmung und Ausbreitung des Virus darstelle, aber laut Filártiga läge dies daran, dass die Bürger die Bestimmungen weitgehend eingehalten haben.

Die frühere Präsidentin von Petropar, Patricia Samudio und der frühere Leiter der Nationalen Direktion für Zivilluftfahrt (Dinac), Édgar Melgarejo, haben ihre Positionen aufgrund von Korruptionshandlungen in ihren jeweiligen Bemühungen inmitten der COVID-19-Pandemie niedergelegt. Auch im Gesundheitsministerium wurden zahlreiche manipulierte Ausschreibungen für den Kauf von medizinischer Versorgung festgestellt.

Wochenblatt / La Nación

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4 Kommentare zu ““Es gibt Freunde des Präsidenten, die inhaftiert werden müssen“

  1. Es gibt in Paraguay doch noch ein paar mutige, aufrechte Männer und Frauen die aussprechen, was Sache ist. Die sich nicht in diesem verdammten Amigo- und Korruptionssumpf suhlen, wie die Schweine im Dreck. Das sind die wirklichen PATRIOTEN des Landes und nicht die vielen Schleimscheißer und Volksschmarotzer die hemmungslos auf Kosten des Volkes leben wie die Maden im Speck, gedeckt und beschützt durch ihre vielen Parteiamigos.

  2. Kaneshapillai Kanagasuntharam

    Ach, 1,6 Mrd $ unter den Korrupties aufgeteilt. Da muss man VWL-ich so sehen, diese Leute der Amigos im hiesig Coloradopartei-Sumpf geben die Gelder ja auch wieder aus. So bekommt auch das Volk ein paar Krümel ab. Bei knapp 7 Mio. Einwohner hat das Land ja schon kardinale 259 intensivmedizinische Betten. Phänomenal. Noch ein paar Milliarden zuhanden der Korrupties und es reicht für jeden.

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