Es gibt wahrlich viel zu tun

Asunción: Nachdem Alliana frei vom Herz erklärte, dass ihm Ex-Präsident Cartes die komplette Krebsbehandlung in Brasilien bezahlte, kann man sich seine grenzenlose Treue leicht erklären. Etwas anderes jedoch nicht.

Wilberto Díaz schrieb folgendes in den sozialen Netzwerken: „Du nahmst das Geld mit was du brauchtest und bist ins bestausgestattete Krankenhaus mit den besten Ärzten gegangen. Dir wurde alles frei zur Verfügung gestellt samt Pilot ohne einen Termin vereinbaren zu müssen. Die Medikamente die du brauchtest hattest du immer zur Hand. Sag mir nichts von einem Kampf den du zu gewinnen hattest. Die Kämpfer sind die, die ab 3 Uhr sich anstellen um einen Termin zu bekommen, wohlwissend, dass sie ihre Medikamente selbst bezahlen müssen und dass sie ohne IPS auskommen müssen, ganz zu schweigen, das ihnen ihr Arbeitgeber frei dafür gibt und sie weiterhin bezahlt“.

Wenn Alliana ein Minimum an Abstand besitzen würde, wäre er schon damit beschäftigt das Gesundheitssystem zu verbessern, vor welchem er geflohen ist. Doch nicht einmal seine Krankheit ließ ihn zu diesem Resultat kommen, er kümmert sich wieder um interne Parteipolitik. Es scheint so, als hätte Cartes ihm nur die Behandlung bezahlt, um ihn weiter als sein Sprachrohr nutzen zu können.

Wie man sieht fanden auch die Kommentatoren Blanca Coronel und Nestor Bobadilla die richtigen Worte.

Wochenblatt / Facebook

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4 Kommentare zu “Es gibt wahrlich viel zu tun

  1. Da hat Herr Wilberto Diaz vollkommen Recht. Aber wenn man die Worte von Alliana auf dem Twitter-Eintrag liest, möchte man fast sich übergeben.:
    „Pido a dios, que lo siga bendiciendo con sabiduria y salud“ auf Deutsch: Ich bitte Gott, Sie weiterhin zu segnen mit Weisheit und Gesundheit“
    „Mejor porvenir de nuestro querido Paraguay“ – Würg!

    Ich glaube, diese widerliche Schleimerei interessiert Cartes gar nicht. Er verlangt jetzt von Alliana Treue, Gehorsam und Knechtschaft.

  2. Das strategische Denken des Herrn Cartes ist in diesem Falle denkbar einfach: In drei bis vier Jahren kommt ein Neuer als Hauptbeatmeter ins Presidentensesselchen.
    Welche Partei wird wohl auch die nächsten Präsidentschaftswahlen gewinnen? Ja, richtig.
    Und wie wird der nächste Präsident heißen, angenommen die Behandlung war erfolgreich? Ja, richtig.
    Und was wird dieser Präsident dann als erste Amtshandlung für Paraguay wichtiges und ringendes Problem lösen? Ja, richtig. Die von Cartes sehr angestrebte Verfassungsänderung, dass auch ein Expräsident wieder Präsident werden darf.
    Welche Partei wird wohl auch die übernächsten Präsidentschaftswahlen gewinnen? Ja, richtig.
    Und welche Amigos werden an das Trögchen des Steuerzahlers gesetzt? Ja, richtig.
    Und wie wird der übernächste Präsident heißen, angenommen die Strategie war erfolgreich? Ja, richtig.
    Und welche Amigos werden wieder an das Trögchen des Steuerzahlers gesetzt? Ja, richtig.

  3. Boah. So viel kann man gar nicht essen, wie man erbrechen müsste, wollte man den Text, geschweige denn das Mitgeteilte, in seiner vollen Gänze erfassen, geschweige denn lesen.

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