Vor 2 Jahren: Kongressbrand in Paraguay

Asunción: Vor zwei Jahren war das Ambiente elektrisierend, man wußte was Ex-Präsident Cartes vorhatte und wollte dies irgendwie stoppen. Die Situation geriet außer Kontrolle. Das Ziel jedoch wurde trotz Opfer erreicht.

Cartes schaffte es damals 25 Senatoren auf seine Seite zu ziehen um ihm einen vermeintlichen Volksentscheid zu billigen. Doch die Sitzung der Senatoren wurde außerhalb des Sitzungssaals abgehalten, Proteste wegen Betruges und Verfassungsverletzung begannen. Die Polizei reagierte, beschoss unter anderem einen Abgeordneten und drängte Hunderte andere zurück. Cartes war sich anscheinend nicht bewußt oder es war ihm egal wie viele Menschen gegen seine persönlichen Pläne waren die Wiederwahl einzuführen. Schlussendlich brachte die Poltische Verfolgung dieser Nacht dem Jungen Rodrigo Quintana den Tod, als Polizisten die PLRA Parteizentrale durchsuchten.

Die Spaltung von damals ist noch bis heute offen im Parlament zu erkennen. Dank Cartes’ Ambitionen sich nicht an die Verfassung zu halten sind sind heute die PLRA und ANR zerstritten. Während der Cartes-Flügel zur Unbedeutsamkeit verfällt, versammelt sich der unbezahlte Rest hinter Mario Abdo. Ähnliches ist auch in der PLRA zu erkennen, wo der Llano Flügel unter dem Einfluss von Cartes stand.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Vor 2 Jahren: Kongressbrand in Paraguay

  1. Rodrigo Quintanas Mörder, einer der Polizisten, heute noch nicht zu 100% gefunden und verurteilt. Es könnte ja der oder der gewesen ein. Ist ja schon ein schwieriges Umfeld, die Ballistik, vor allem für ein CSI Asuncion. In Europa hätte wohl das Projektil, in welchem Körperteil des Opfers auch immer gesteckt haben mag, zum Erfolg der Ermittler geführt und diese hätte sogar die Tatwaffe gefunden, wo immer man sie entsorgt hat. In Europa sucht man eben noch bis gefunden und nicht bis Tererezeit.
    Der Polizeichef von damals, der den Einsatzbefehl gab, beziehungsweise nach eigenen Aussagen nicht gab, nur dumm dass sein Einsatzbefehl aufgezeichnet und dem TV übergeben wurde, wurde zwischenzeitlich auch schon durch einige Amigos ausgetauscht, aber nicht wegen diesem Fall: Einer weniger am Tisch, sondern wegen Korruption und Unfähigkeit.
    Es scheint, dass es nun mal so ist wie es ist: Man setzt einen 7 bis 11 täglich Grundschule Absolvierten auf solche Pöstchen, lässt ihn ein paar Jahre wursteln und garnieren, dann muss er halt vollgesogen gehen und alle sprechen zum selbst angezündeten Müllhaufen, während er abfackelt, dass der Nächste alle Fähigkeiten mit sich bringen möge. Schätze diese Versuche auf noch 500 Jahre und man wird fündig.

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