“Es ist nicht einfach, die Denkweise von 30.000 Uniformierten zu ändern”

Ciudad del Este: Obwohl wieder einmal eine Polizeikontrolle für den Tod eines Menschen verantwortlich ist, gibt es keinen schriftlichen Befehl der Kommandantur, die die Aufhebung solcher illegalen Verfahren vorschreibt.

Im Gegenteil, sie behaupten, es sei schwierig, die Mentalität von 30.000 Uniformierten zu ändern. Die Beteiligten werden der vorsätzlichen Tötung beschuldigt. Am Freitagabend waren Uniformierte darauf aus einen Mann zu verhaften und errichteten eine Polizeikontrolle, die als solche von der Kommandantur verboten wurde. Ein Paar, unterwegs in einem Toyota, wurde irrtümlicherweise verfolgt und beschossen. Der Mann starb auf dem Weg ins Krankenhaus und die Frau liegt auf der Intensivstation, ebenfalls angeschossen.

Der Kommandeur der Nationalpolizei, Generalkommissar Gilberto Fleitas, berichtete, dass die in Ciudad del Este installierte Barriere, die zum Tod eines jungen Mannes führte, dort installiert worden war, um einen von der argentinischen Justiz gesuchten Mann festzunehmen.

Er teilte mit, dass der Verstorbene unter anderem mit dem im Nachbarland gesuchten Mann verwandt war.

Auf die Frage nach der Unregelmäßigkeit der Polizeisperren im Allgemeinen antwortete der Kommissar: “Wir arbeiten daran, aber es ist nicht einfach, die Mentalität von 30.000 Uniformierten zu ändern”, und bezog sich dabei auf die tief verwurzelten Gewohnheiten in der Polizeieinrichtung.

Gilberto Fleitas räumte ein, dass zwar Anweisungen gegeben wurden, diese Art von Verfahren zu vermeiden, es aber in Wirklichkeit keine schriftliche Anordnung gibt, die dies verbietet.

Kommissar Hugo Florentín Stiglit, Unterkommissar Manuel Ramón Villalba Gómez, Offizier Roberto Samaniego und die Unteroffiziere Richard Seberiano, Rubén Giménez, Alder Centurión, Pedro Brítez, Jaime Ramírez, Javier Martínez, Alfredo Villalba und César González sind die 11 Polizisten, die verhaftet und wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt wurden.

Hugo Florentín von der Kriminalpolizei von Alto Paraná und Francisco Rolón von der Sondereinsatzgruppe (GEO) wurden seines Postens enthoben. Ersterer wurde durch Kommissar Hugo Grance und letzterer durch Kommissar Édgar Núñez ersetzt.

Alex Enrique Alejandro Ortiz Estigarribia (21) starb, nachdem er am Samstagabend von Polizeibeamten mehrfach angeschossen wurde.

Seine Begleiterin, Gloria Yetsica Espínola Cáceres (30), wurde von den Kugeln getroffen und liegt noch immer auf der Intensivstation des Regionalkrankenhauses von Ciudad del Este.

Wochenblatt / Hoy

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2 Kommentare zu ““Es ist nicht einfach, die Denkweise von 30.000 Uniformierten zu ändern”

  1. Jetzt ist man also schon zum Abschuss freigegeben, wenn man mit einem gesuchten Verbrecher verwandt ist?
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    Wenn die Vorgesetzten keine schriftlichen Anordnungen geben, daß gewisse Verfahren zu unterlassen sind, dann sind die von denen genau so gewollt.
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    Sollte es allerdings tatsächlich der Fall sein, daß sich die Vorgesetzten gegenüber ihren Untergebenen nicht durchsetzen können, dann sollten sie sich Gedanken über einen anderen Job machen.

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  2. Y Connector with Saufkopf (r)(tm) by Schroeder

    Sowas kommt aber durchaus auch in zivilisierten Ländern vor. Werden ein paar Unbeteiligte abgemurkst, ob fälschlicher Weise oder zur falschen Zeit am falschen Ort.
    Der Staat mit Horden der besten Rechtsverdrehern und Linguisten sieht dann Arbeitsbeschäftigung und erklärt das dann dem ungebildeten Kleinviel, welches auch Mist macht, sprich Steuerzahler:*In, schon ganz genau. So dass diese(r) es auch versteht.
    Wo kämmen wir dann hin, wenn ein Beatmeter vom Beatmetenhüüüüsli wegen so ein wenig “die Falschen abgemurkst” auch noch rechtlich belangt würde. Dann würde aber gar niemanden finden, der das Jöbchen noch ausführen möchte und gingen lieber gleich in die Sozialversicherung. Haben schon heute Mühe willenlose Teige zu finden.
    Kurz: “Die Erklärung für das Was, Wieso, Warum” wird in den nächsten Tagen folgen. Vielleicht muss sogar einer für ein Weilchen seinen Ärmelschoner packen, bis genügend Grasgesöff über die Angelegenheit geshlürft wurde, dann wird er wieder am genau gleichen Arbeitsplatz anzutreffen sein. Muss aber vorher versprechen, es nie wieder zu tun oder nächstes Mal besser zu zielen. Am ehesten werdens in den Innendienst versetzt, wo sie den Rest ihres Lebens von 8 bis 17 Uhr nicht mehr rausi und täglich von 8 bis 17 Uhr Weisungen und Akten in den amtlich bewilligten Behälter ein- und ausreihlen dürfen. Aber im Paraguay ist die Zeit von 25 Jahren bis zur Pensionierung abzüglich einem Jahr für jeden aufgestellten Braten ja nicht sooo lange. Vor allem dann, wenn gleich 14 davon hast.

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