“Es war ein Stolz, dem Bischof die Jungfräulichkeit zu bringen“

Buenos Aires: Elisa Carrió, Abgeordnete der Koalition und Regierungsallianz Cambiemos in Argentinien, kritisierte den Ex-Bischof und Senator von der Frente Guasu, Fernando Lugo, wegen seinem Widerstand bei dem Thema der Abtreibung.

„In vielen Bereichen des Nordens werden Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren an Männer übergeben. Erinnern Sie sich an den ehemaligen paraguayischen Präsidenten, der so viele Kinder hat? Weil es ein Stolz war, dem Bischof die Jungfräulichkeit eines Mädchens zu geben. Aber wenn ich später abtreiben will, bleibt die Wahrheit, dass dieser Missbrauch ungestraft bleibt“, sagte Carrión in einem Fernsehinterview. Sie fügte an, dass die Zahl der Menschen, die Bischöfen ihre jungfräulichen Töchter übergeben, eine Quelle des “Stolzes“ in den Gemeinden sei.

Fernando Lugo, Präsident von Paraguay zwischen 2008 und 2013, erlitt einen der größten Skandale seiner Regierung, als im Jahr 2009 Viviana Carrillo sagte, sie habe einen Sohn, und dass er das Produkt einer Beziehung mit dem damaligen Präsident wäre, als er noch Bischof gewesen sei. Aufgrund dieser Aussage kam es zu einer Pressekonferenz, bei der Lugo die Vaterschaft des Kindes anerkannt.

Im selben Jahr 2009 erschien eine andere Frau, die eine Beziehung aufrecht erhalten hatte und schwanger wurde: Benigna Leguizamón. Die Mutter brachte Lugo nicht dazu, sich um den Sohn zu kümmern, sodass sie einen Antrag auf die Vaterschaft stellte. Die Justiz entschied, dass das Staatsoberhaupt einen DNA-Test abgeben muss, der ein negatives Ergebnis ergab.

Im Epilog der Lugo-Regierung erschien eine dritte Frau, die Lehrerin Hortensia Morán. Sie hatte behauptet, mit dem Staatsoberhaupt keine Beziehung mehr gehabt zu haben, als er Bischof gewesen sei, jedoch als er 2008 für die Präsidentschaft der Republik kandidiert habe. In seinen Statements erwähnt sie weiter, dass Lugo Orgien gefeiert habe und sein Leben weit davon entfernt gewesen sei, die eine Person haben sollte, die auf dem “Weg Gottes“ gewesen sei.

Moran verklagte auch Lugo und ein Gericht ordnete ebenfalls einen DNA-Test an, der negativ ausfiel. Nach der Analyse gab es eine große Kontroverse, weil der Test verfälscht worden sei, um den Präsidenten zu bevorzugen.

Neben Carrillo, Leguizamón und Morán pflegte Lugo “Affairen“ mit anderen Frauen. Eine von ihnen war das Model Viviana Figueredo, die erklärte, eine Vaginalplastik benutzt zu haben, um dem damaligen Staatsoberhaupt “das Vergnügen zu bereiten“ und erwähnte sogar, dass er ihr einen Job angeboten habe. Der sexuelle Ruhm des ehemaligen Präsidenten wurde international bekannt, nachdem er mit dem argentinischen Supermodel Jessica Cirio in Verbindung gebracht wurde.

Ein anderes Model, das angeblich mit Fernando Lugo in Verbindung gebracht wurde, war Yannina González, die dritte Finalistin des Schönheitswettbewerbs Miss Universe 2004.

Carrió, Abgeordnete in der Regierungskoalition und sehr nahe stehend an der konservativen Haltung des Präsidenten Mauricio Macri gegen die Abtreibung, sagte, dass solch ein Gesetz und Regelungen in dem Sektor ein ähnliches Problem darstelle wie bei der Bereitstellung von Organen für eine Transplantation.

Sogar die Möglichkeit der Abtreibung, nur weil ein Kind mit Down-Syndrom oder einem gewissen Grad an Autismus geboren werden soll, ist ein “Rassismus der Wahl“. Carrió sagte, dass nicht die „auserwählte Menschheit“ entscheiden dürfe, was man möge und es kein wissenschaftliches Problem sei, sondern ein moralisches Argument gäbe.

Carrió betonte, dass sie an das Recht und die Meinung der Frauen glaube, aber es in der Praxis nur schwer umsetzbar sei. Deshalb habe das Gesundheitsministerium per Gesetz festgelegt, dass Ärzte in einer Gesundheitseinrichtung bei der Entscheidung, eine Abtreibung vorzunehmen, Vorrang geben werde, wenn die werdende Mutter in einem kritischen Gesundheitszustand sei.

Carrió erwähnte auch, dass es einen Feminismus gäbe, der eine eine “Umkehrung des Machismo der 70er Jahre“ darstelle und gewaltsam versuche, Ideen aufzuzwingen.

Wochenblatt / Hoy

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13 Kommentare zu ““Es war ein Stolz, dem Bischof die Jungfräulichkeit zu bringen“

  1. Er Gott noch mal Kirchendiener sind auch nur Menschen.Mit Fehlern und Bedürfnissen die andere auch haben.Sie sollen doch die Scheinheiligkeit in der Mottenkiste verpacken.
    Fort mit den Zölibat!

  2. Die Vorwürfe gegen Lugo waren und sind natürlich weiterhin berechtigt. Man kann nicht als Bischof „Wasser predigen und selbst den Wein saufen“ (steht auch in der Bibel wie vieles was man nicht hören will) Dieser ehemalige Bischof Lugo hat seinen Beitrag dazu geleistet, daß so „manches Schäflein der Gemeinde“ an ihren Hirten irre werden und sich abwenden. Kann man menschlich absolut nachvollziehen. Doch die Frage ist, warum ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt diese Anschuldigungen gegen Lugo wieder aus der Mottenkiste hervor geholt werden. So ist es eben, wer eine „Leiche (oder gleich mehrere) im Keller hat“ muß immer damit rechnen, daß diese zu gegebenem Zeitpunkt wieder an´s Licht gezerrt wird. Jetzt ist der Zeitpunkt wohl gekommen, da Lugo gegenüber Cartes und Nicanor nicht gefügig ist. Die Politik ist eben meist ein schmutziges Geschäft und wer sich in diese Dreckbrühe hinein begibt kann nicht sauber bleiben.

    1. So ist das mit Menschen, die vom religiösen Wahn betroffen sind. Sie bringen dem Bischof die Jungfräulichkeit ihrer Töchter.

      1. In diesem speziellen Fall gebe ich Ihnen ausnahmsweise mal recht. Auch wenn Sie mit Ihrem Kommentar im Grund etwas ganz anderes bezwecken wollten. Man kennt Sie ja! Es kommt eben immer darauf an, ob man Einzelaspekte seriös kritisiert oder in der Absicht von verallgemeinerter Verunglimpfung und Beschimpfungen ganze Menschengruppen mit einem persönlichen Feldzug überzieht. Niemand mit Verstand käme auf die Idee, die gesamte Belegschaft der Volkswagengruppe als Kriminelle zu bezeichnen, nur weil einiger der Vorstände sich krimineller Machenschaften bemächtigten. Was hier gilt, gilt auch für andere Bereiche, wie z.B. die Christen. Geht das in Ihren Kopf endlich hinein? Oder sind Sie so vernagelt das nicht unterscheiden zu können?

        1. Da ist er ja wieder, der Agnostiker- und Ateistenhasser der diesen vorwirft, Christenhasser zu sein, was natürlich nur seiner Phantasie entspricht. Denn nie habe ich behauptet, Christen zu hassen sondern nur Dödel und Dummschwätzer zu verachten, nicht zu hassen.
          Basel: Täter tötete Obdaclosen in religiösem Wahn. Der mutmaßliche Täter sei ein religiöser Fanatiker und werde als schuldunfähig eingestuft.
          Quelle: http://www.20min.ch von heute
          Schade, dass die schweizer Rechtsprechung nicht auf Paraguay übertragen werden kann. Das wären doch echt gute Nachrichten für religös Whansinnige in diesem Lande, oder?

          1. Ihre Kommentare sind wirklich unterirdisch! Wie kommen Sie auf die Idee, ich wäre ein Agnostiker- und Atheistenhasser? Ich habe stets hier festgestellt, daß ich selbstverständlich akzeptiere, wenn jemand Atheist ist. Aber gleichzeitig gefordert, daß mir und anderen Christen das gleiche Verständnis entgegen gebracht werden solle. Doch genau dies ist nicht der Fall. Statt dessen seit Monaten primitive Beleidigungen gegen mich und gegen die Christen insgesamt. Und lügen sie das ja nicht weg. Dies läßt sich schließlich anhand unzähliger Kommentare von Ihnen und Ihresgleichen in diesem Forum problemlos nachweisen. Im übrigen habe ich Achtung vor Agnostikern, denn diese sind im Gegensatz zu Ihnen offen gegenüber Gläubigen, beschäftigen sich sehr ernsthaft mit der Frage nach Gott und führen keine Hetzkampagnen gegen Christen. Doch vermutlich kann man Ihnen mit sachlichen und vernünftigen Argumenten nicht kommen, denn Sie scheinen wirklich total vernagelt in Ihrem Haß auf Christen zu sein. Und wenn darauf die Sprache kommt, dann leugnen sie alles, wollten es so nicht gemeint haben. Nicht einmal zu Ihren eigenen Kommentaren stehen Sie.

          2. @Manni: recht gerne wüde ich einmal für einige wenige Sekunden in Ihr Gehirn blicken können. Ei, was wäre das eine Gaudi.! Manni hat immer recht, auch wenn es Lügen und Halbwahrheiten bzw. Phantasien sind. Weiß er zwichen Tagtraum und Realität zu unterscheiden?

  3. Gestern kamen ein religioes Wahnsinniger und 6 seiner Gesinnungsgenossen an den Galgen in Japan, wegen der Anschlaege auf die U-Bahn 1995. Ich glaube ich nehme jetzt mal einen Prosecco.

  4. Kurzweil zum Wochenenende:
    Lösen Sie das Ja / Nein-Rätsel innerhalb der angegebenen Zeit.
    Es kommen ausschliesslich Ja / Nein-Antworten in die Bewertung.

    Sie können schneller lösen, wenn Sie vermeiden, dazu in die Lösungen zu schauen.

    Qualifikationsfrage:

    1. Verpflichten Evangelische Räte zu besonderem Gehorsam gegenüber dem Papst?
    Ja / Nein (0,5 Sek.)


    2. „Papst Franziskus ist 60 Jahre Jesuit…“ Ja /Nein (1 Sek.)

    3. Referieren Sie den höchsten Eid der Jesuiten – bitte auswendig und mit Betonung!
    Ja / Nein (15 Sek.)

    4. Erlaubt der Vatikan Sex mit Kindern ab 12 Jahren? Ja /Nein (0,5 Sek.)

    5. Hat sich der Vatikan mit Milliarden Opfergaben für Kindesmissbrauch entschuldigt?
    Ja / Nein (2 Sek.)

    6. Hat Papst Franziskus Jorge Mario Bergoglio einen Haftbefehl erhalten? Ja / Nein (1 Sek.)

    Lösungen

    1. https://de.wikipedia.org/wiki/Jesuiten

    2. https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2018-03/jesuit-gesellschaft-jesu-bergoglio-orden-papst-franziskus.html

    3. http://www.sauberer-himmel.de/wp-content/uploads/2017/10/Eid-der-Jesuiten.png

    4. https://www.welt.de/politik/deutschland/article7319676/Vatikan-hat-niedrigstes-Schutzalter-fuer-Kinder-in-Europa.html

    5. https://www.pravda-tv.com/2018/05/vatikan-zahlt-stillschweigend-vier-milliarden-dollar-an-opfer-von-kindesmissbrauch/

    http://www.spiegel.de/panorama/sexueller-missbrauch-jesuiten-zahlen-166-millionen-dollar-entschaedigung-a-753274.html

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/entschaedigung-fuer-missbrauch-opfer-lehnen-jesuiten-angebot-ab-a-741963.html

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/missbrauch-jesuiten-bericht-bringt-grausige-details-ans-licht-a-697115.html

    6. http://brd-schwindel.ru/papst-franziskus-soll-wegen-kindesmissbrauchs-und-mehrfachen-mordes-verhaftet-werden/

    http://brd-schwindel.ru/papst-franziskus-vermeidet-verhaftung-durch-abbruch-wurden-kinderopfer-abgesagt/

    Es gibt einen Preis, sechs „Ja“ – Antworten in 20 Sek. vorausgesetzt:

    1. Preis: – Verbreiten Sie die „Frohe Botschaft“ (s. Link) unter Zugrundelegung der Fragen 1 -6 (Anforderung des Preises: Na Sie wissen schon wo.)
    https://www.deutschlandfunk.de/staat-und-religion-der-vatikan-und-die-menschenrechte.886.de.html?dram:article_id=308219

    Trostpreis: Schreiben einen Sonderkommentar im Wochenblatt, sollten die Links die Unwahrheit berichten, dieses Mal jedoch auschließlich mit Fakten und Beweisen.

    1. Ich habe gewusst, dass die mit Fakten unterlegten Gegenkommentare ausbleiben.
      Ich habe es nicht in 20 sec. geschafft, obwohl ich alles intuitiv richtig beantwortet habe.
      Ich sehe ein, dass ich deshalb keinen Preis gewonnen habe, aber das macht mich nicht traurig.
      Weiter so!

        1. Lieber Teilnehmer, nur keine Ungeduld, wobei die qualifizierte Beantwortung der Fragen in 19 Sek. als ein Wunder eingestuft würde. Bekanntermaßen ist ja hierfür jahrelanges Studium unerlässlich. Allerdings ist ja auch der Einsendeschluss erst für das Ende dieses Wochenendes festgesetzt und es hat noch niemand einen Preis angefordert.
          Um Ihre Ungeduld zu zügeln, sei hier die Hypothese gestattet, dass es, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, folgende Erklärungen geben könnte:
          Es werden Fakten für Gegenbeweise ausgearbeitet, was unmöglich in 19 oder 20 Sek. möglich ist.

          Oder das jahrelange Training innerhalb der Lehre zu Gehorsam und zurückgenommenener Bescheidenheit, die ja nebst der Liebe zu Kindern und Menschen, auch Askese und Besitzlosigkeit fordert, würde sicher mit der Annahme von irdischen Preisen gegen die Lehre verstoßen.
          Eine weitere Möglichkeit wäre, es wurden wider besseren Glauben keine 19 sek. erreicht.

          Andernfalls wird selbstverständilch ein Sonderpreis ausgelobt.

      1. Ja lieber Teilnehmer, es war dieses Mal auch nicht ganz leicht, obwohl man mit jahrelangem Studium es schon hätte schaffen können. Aber da Sie ehrlich waren, wird ein Bonuspunkt für Sie vorgemerkt. Leider kann jedoch nicht garantiert werden, ob es ein weiteres Preisrätsel geben wird.

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