Ex-Abgeordnete Tarragó bekennt sich schuldig

New Jersey: Um einem Geschworenengericht zu umgehen und um die Anklage auf einen Punkt zu reduzieren, und so womöglich das Strafmaß, bekannte sich die Ex-Abgeordnete Cynthia Tarragó schuldig der Geldwäsche aus dem Drogenhandel.

Tarragó, die eigentlich als Bürgermeisterkandidatin für Honor Colorado geplant war und sich aktuell im Wahlkampf befunden hätte, wartet mit ihrer getroffenen Entscheidung bei der Staatsanwaltschaft in New Jersey nur noch darauf, dass die Richterin Freda L. Wolfson das Strafmaß bekannt gibt, welches neben einer Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar bis zu 20 Jahren reichen kann. Ihr Eigentum in den USA, welches mit 119.049 US-Dollar taxiert wurde, gilt schon als konfisziert.

Cynthia Tarragó hatte sich am 10. November 2019, 11 Tage vor ihrer Festnahme durch das FBI in Asunción als Vorkandidatin für den Bürgermeisterposten im Flügel Honor Colorado lanciert. Für ihren deutschen Ehemann Raimund Va schnappten auch die Handschellen.

Am 29. Juni 2020 übermittelte der leitende Staatsanwalt von New Jersey, Craig Carpenito, einen Deal an Andrea Bergman, die Pflichtverteidigerin der Ex-Abgeordneten. Tarragó akzeptierte den Deal am 23. Juli 2020, in dem sie sich für schuldig der Geldwäsche aus dem Drogenhandel bekennt und vollumfänglich mit den Autoritäten in dem Fall zusammenarbeitet, was darauf schließen lässt, dass die alle Hintermänner mit Namen benennen muss, die daran beteiligt waren. Wenn sie dem nachkomme, wird sie nicht wegen anderer Sachen angeklagt.

Wochenblatt / Abc Color / Hoy / Última Hora

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5 Kommentare zu “Ex-Abgeordnete Tarragó bekennt sich schuldig

  1. Das hat sie nun davon. Man stelle sich nur vor, diese „feine Dame“, Mitglied der honorigen Staatspartei der Colorados, wäre nicht geschnappt worden, dann könnte sie heute womöglich tatsächlich auf einem Bürgermeisterposten sitzen. Von da an ginge ihre Karriere dann vielleicht weiter bis hinauf zum Präsidentenposten des Landes. Wie viele solcher zwielichtiger Partei-Amigos mögen sich da noch im Hintergrund tummeln? Meine Güte!

  2. Cool, in USA kann man etwas zugeben, dann wird man wegen anderen Delikten nicht angeklagt, immer noch besser als in Kindergartenjustizistan, wo sie schon gar nicht angeklagt worden wäre, bis hiesig Hausfrauen-TV Wind davon bekommen hätte, dann wäre sie angeklagt worden, doch weil die arme Frau dringend Streichhölzl und BierBücksen benötigt hätte, um den Müll abzufackeln und leere-Bierbücksentürmchen zu bauen, wäre Sie für hiesig Colorado-Korruptie-Partei ans Fressifressi-Trögchen des Steuerzahlers gesetzt worden. Da freut sich der/die/es Stellvertreter*in sicher er geschafft zu haben.

  3. Woher habt ihr die Info, dass ihr Ehemann Deutscher ist? Nach den Fotos und dem Namen sieht er eher aus wie ein Portugiese/Brasilianer aus.
    Wird spannend sein, welche Namen sie noch ausspricht. Cartes wird sicher nicht dabei sein (aus Angst vor dem König Paraguays). Es sei denn sie kommt in ein Zeugenschutz mit neuer Identität usw.
    Auf jeden Fall werden garantiert so einige Politiker nicht mehr in die USA reisen.

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