Ex-Cartes Ministerin Soledad Núñez nähert sich der Opposition und erklärt energisch, keine Cartes-Anhängerin zu sein

Asunción: Die ehemalige Ministerin für Wohnungsbau, Soledad Núñez, erwähnte in einem Gespräch mit Radio Monumental, dass sie auf eigene Initiative mehrere Treffen mit Oppositionsvertretern im Hinblick auf ein politisches Projekt für die Wahlen 2023 abgehalten hat.

Auf die Frage nach einer möglichen Kandidatur für das Amt der Vizepräsidentin der Republik antwortete sie: “Ich weiß nicht, warum Frauen immer als Kandidatinnen für das Amt des Vizepräsidenten aufgestellt werden und nicht für das Amt des Präsidenten. Ich fühle mich in der Lage, dazu beizutragen, einige der in der Gesellschaft bestehenden Gräben zu überwinden”.

“Ich bin bereit, überall zu sein, um dem Land zu helfen”, sagte die ehemalige Ministerin.

Die ehemalige Ministerin der Cartista-Regierung sagte, dass sie am vergangenen Donnerstag mit dem Vorsitzenden der Authentischen Radikalen Liberalen Partei (PLRA), Efraín Alegre, zusammengetroffen sei und auch mit der Abgeordneten Kattya González gesprochen habe; außerdem habe sie ein Treffen mit Vertretern der Guasu-Front und anderen Sektoren geplant.

Ihre Cartes Vergangenheit

Soledad Núñez verwies auch auf ihre Beteiligung an der vorherigen Regierung und erklärte unverblümt: “Ich bin keine Cartista”.

Auf die Frage nach dem politischen Projekt von Horacio Cartes erklärte sie, dass es sich um eine Machtgruppe handele und dass “der Staat den Machtgruppen, die es im Land gibt, Grenzen setzen sollte”.

Im Hinblick auf das politische Projekt für 2023 wollte sie sich nicht dazu äußern, ob sie kandidieren wird oder nicht, sagte aber, dass ein Dialog dringend notwendig sei.

“Der Weg nach vorne ist ein Konsens, der über die traditionellen Parteien hinausgeht, wir müssen neue Wege in der Politik beschreiten”, fügte sie hinzu.

Amtsenthebungsverfahren gegen Quiñónez

Im Hinblick auf ein möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen die Generalstaatsanwältin Sandra Quiñónez bekräftigte die ehemalige Ministerin, dass die Staatsanwaltschaft transparent gemacht werden müsse.

“Es gibt einen Legitimationsverlust, sie kann morgen gehen, aber das System wird fortbestehen, wer wird sie ersetzen, ist eine der Fragen, die wir uns stellen müssen. Die Justiz braucht Menschen, die sich nicht nach den Interessen anderer richten”, sagte sie.

Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Parlamentswahlen bemüht sich die Opposition um Einigkeit, um der Colorado-Partei im Kampf um die Präsidentschaft der Republik die Stirn zu bieten. In der Mitte des Rennens sind mehrere Namen aufgetaucht, darunter jetzt auch Soledad Núñez, die wenn sie unabhängig agiert, durchaus eine Chance haben könnte.

Wochenblatt / Última Hora

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1 Kommentar zu “Ex-Cartes Ministerin Soledad Núñez nähert sich der Opposition und erklärt energisch, keine Cartes-Anhängerin zu sein

  1. Nun ja, freiwillig gibt das keiner zu Cartista zu sein. Aber an ihrem Tun wird man sehen, für wen sie wirklich ist.
    Wenn sie im Bündnis gegen Cartes antritt, dann ziehe ich den Hut vor ihr, weil sie somit ihren ehemaligen Paten den Stinkefinger zeigt. Der dürfte vielleicht schäumen jetzt vor Wut, wenn sie in die Opposition eintritt (und gerade bei Alegre, Cartes Todfeind).
    Mir würde es gefallen, da Nunez einen sehr gute Arbeit (wirklich!) bei der Senavitat machte, und ich denke sie ist beliebt.

    Aber die Colorados sollen sich erstmal ruhig selber die Köpfe einschlagen, wenn es dann ernst wird, sollten dann Leute wie Nunez oder Katya Gonzalez Wahlkampf betreiben.

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