Ex Präsident der Itaipú Rentenkasse Cajubi lebt in einer 800.000 US-Dollar Villa

Ciudad del Este: Importierte Dachziegel, Aufzug, Sicherheitskameras sind nur einige Extras, die das Haus der Person verschönern, welche verantwortungslos mit den Einlagen der Rentenkasse mindestens 104 Millionen US-Dollar Schaden angerichtet hat.

Der Ex-Präsident des Administrationsrates der Rentenkasse der Itaipú Angestellten (Cajubi), Víctor Bogado Núñez, denunziert wegen Unterschlagung, wohnt in einem Palast wessen Wert rund 800.000 US-Dollar beträgt.

Das Haus hebt sich durch seine Größe hervor an der Straße Choferes del Chaco in der Area 4 von Ciudad del Este. Nachbarn von Víctor Bogado erzählen, dass für den Bau des Hauses die Dachziegel aus der Schweiz und die Bodenfliessen aus England importiert wurden. Einen Aufzug besitzt das Haus ebenfalls.
Neben diesem Eigentum hat der Ex Administrator der Rentenkasse weitere zwei Häuser im exklusiven Paraná Country Club von Hernandarias.

Víctor Bogado Núñez war der Präsident der Rentenkasse von 2005 bis 2007, eine Periode, in der eine Serie von undurchschaubaren Investitionen getätigt wurde.

Von den 800 Millionen US-Dollar die die Kasse hätte haben müssen, gibt es nur noch 248 Millionen der nordamerikanischen Währung.

Derzeit gibt es 1.100 Itaipú Rentner und Pensionäre, die auf die Zahlungen der Cajubi angewiesen sind. Weitere 2.000 zahlen regelmäßig in die Rentenkasse ein, nach internen Berichten.

Das Defizit der Cajubi betrug in den letzten Jahren somit 600 Millionen US-Dollar. In der Periode zwischen 2005 und 2007 allerdings wurde der höchste Verlust (104 Millionen US-Dollar) registriert.

Genau in diesem Zeitraum kümmerte sich der Neffe des Gerichtsministers Víctor Núñez, Victor Bogado Núñez, um die finanziellen Angelegenheiten.
Bogado Núñez wurde bei der Staatsanwaltschaft wegen Vertrauensbruch angezeigt und wird untersucht von Staatsanwalt Sergio Alegre. Jedoch wurde der Ex Präsident, der schon seit Monaten angezeigt wurde, bis jetzt noch nicht angeklagt.

Die Denunzianten nehmen an, dass die Beziehungen zum Gerichtshof Gründe sein könnten weswegen sich die Staatsanwaltschaft nicht die Finger verbrennen will und somit den Verlust von 104 Millionen US-Dollar sowie rund 3 Millionen US-Dollar Kommissionszahlungen an Victor Bogado Núñez, ungestraft passieren lässt.

Bogado wurde von Víctor Bernal, enger Freund von Nicanor Duarte Frutos in das Amt gebracht. Der heutige Senator wurde nach seiner Amtszeit als paraguayischer Direktor des zweistaatlichen Wasserkraftwerkes wegen unerlaubter Bereicherung untersucht. Nachdem Bernal den ermittelnden Staatsanwalt Schmiergeld anbot, dieser annahm und alles auf Video aufgenommen wurde, allerdings von Bernal, waren die Untersuchungen gegen ihn zu Ende.

(Wochenblatt / Última Hora / Foto: Última Hora)

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