Exponentielle Zunahme von Lungenerkrankungen

Asunción: In den letzten Jahren hat es eine exponentielle Zunahme von Lungenkrebs und weiteren Lungenerkrankungen in Paraguay gegeben. Die Hauptursachen dürften wohl das Rauchen und die Luftverschmutzung sein.

Victor San Martin, ein Spezialist für Pneumologie im Hospital de Clinicas, erklärte, dass die Fälle von Lungenkrebs in mehr als 90 Prozent fatal seien, das heißt, die Wahrscheinlichkeit des Überlebens bei Lungenkrebspatienten betrage nicht mehr als fünf Jahre mit dieser Diagnose.

Lungenkrebs ist eine der führenden Krebserkrankungen und Todesfälle im Land, die direkt mit der Exposition gegenüber Tabakrauch, sowohl aktive als auch passive, verbunden sind, unterstreichen die Presseberichte von mehreren Kliniken.

Martin erklärte weiter, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) selbst auf internationaler Ebene mit großer Sorge die Auswirkungen der Luftverschmutzung betrachte, die eine Reihe von Substanzen enthielten, die die Gesundheit der Bevölkerung beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang erwähnt er, dass das Verbrennung von Biomasse, der Wälder und von organischen Abfällen Stoffe in der Umwelt freisetzen, die die Menschen krank machen können. Auch die massive Erhöhung der Fahrzeuge im Land trage dazu bei.

Nach den Symptomen gefragt, erklärte Martin, dass “hauptsächlich der Husten als erstes auftritt, weil der Tumor in der Lunge wie ein Fremdkörper wächst und eine Reizung erzeugt. Zusätzlich sind Karies und Gewichtsverlust Indikatoren für fortgeschrittenen Lungenkrebs“.

Wird die Krankheit frühzeitig erkannt und der Tumor ist noch klein, ohne Metastasierung, kann die Beseitigung durch eine Operation Heilung versprechen.

„Chemotherapie und Strahlentherapie sind palliative Elemente, um das Fortschreiten von Lungenkrebs zu stoppen. Es gibt weitere sehr vielversprechende Therapien, wie die monoklonale, eine Art von Behandlung, die speziell auf die Gruppe maligner Zellen ausgerichtet ist. Es wird immer noch geforscht, um Impfstoffe zum Schutz vor dieser Krebserkrankung zu finden, aber bisher erfolgte diesbezüglich keine Empfehlung der WHO“, sagte Martin.

„International haben wir Daten, dass die Exposition gegenüber Tabakrauch auf globaler Ebene in etwa zwischen 29 bis 30 Prozent bei allen Krebsarten in Verbindung steht. Es gibt eine direkte Beziehung zu Lungen-, Kehlkopf-, Magen-, Blasenkrebs, prädisponierend sogar Brust- oder Gebärmutterhalskrebs, ein Risikofaktor mit einer großen Menge von onkologischen Erkrankungen“, fügte Martin an.

Er forderte schließlich die Gesundheitseinrichtungen auf, dieses ernste Problem verstärkt an die breite Öffentlichkeit zu übermitteln, um endlose und insbesondere teure Behandlungen in dem Bereich zu vermeiden.

Wochenblatt / Agencia de Información Paraguaya

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6 Kommentare zu “Exponentielle Zunahme von Lungenerkrankungen

  1. Dass Rauchen gesundheitsschädlich ist weiß hierzulande auch jeder Eingeborene. Deshalb spielen sie lieber Fußball, während nebenan Plastik, Windeln, Ratten, alte Kinderwägen, Batterien, Leutchstoffröhren, Bierbüchsen und sonstig Brennbares am abfackeln ist. Rauchen und Müllabfuhr kann man sich eben nicht leisten, billig Bier ist schon caro genug.
    Ich meine damit, dass es mir im Prinzip ziemlich egal ist, wenn irgend wer in den Pampas seinen Müll anzündet, aber sicher nicht dort wo Haus an Haus steht.
    Aber was willst bei Durchschnitt IQ 80, wobei lange nicht jeder Durchschnitt erreicht, erwarten? Vielleicht ein dummes Grinsen. Ja. Ein Messer im Rücken. Ja. Sonst noch was. Nein.
    Wobei man erwähnen muss, dass die Intelligenteren von den Eingeborenen ihren Müll nicht anzünden, wenn der Wind so steht, dass der Gestank in ihr eigenes Haus zieht (dazu müssen nicht Ansässige wissen, viele der Eingeborenen haben kein Glas im Fenster, entweder ist es offen oder durch die Lage geschlossen).
    Naja, dann gibt es eben noch die Anderen, die zünden ihren Müll schon aus Gewohnheit an, so wie man Terere macht, ob’s ihnen selbst ins Haus zieht, es regnet oder sie gerade draußen mit ihren Kinder beim Biersaufen neben dem Abfackeln bei Kindergartenmusik ihren HugiHugi-Indianertanz vorführen.

  2. Hier wird doch ganz bewußt eine falsche Fährte gelegt. Nicht das „Rauchen“ ist in Paraguay die Hauptursache für Lungenkrebes wie alle anderen sehr gehäuft auftretenden Atemwegserkrankungen – sondern das dümmlich, unverschämte Verbrennen von Hausmüll an jeder Ecke. Nirgendwo ist man mehr sicher vor diesen „Düften“. Zu jeder Tages- und Nachtzeit wird verbrannt, was brennbar oder auch nicht brennbar ist. Entweder sind die Menschen, die solches tun total verblödet, oder begriffsstutzig oder ignorant oder sie haben tatsächlich noch nie in ihrem Leben von den gesundheitlichen Auswirkungen eines solchen Tuns gehört. Zumindest die hochdotierten Politiker müßten es besser wissen und unverzüglich die längst überfälligen Maßnahmen ergreifen. Das würde nicht einmal viel kosten und ließe sich schnell lösen: Jeder Haus- und Grundstücksbesitzer wird verpflichtet neben seinen Grundsteuern automatisch eine Müllentsorgungsgebühr zu entrichten, sowie vor seinem Grundstück einen Müllkorb o..ä. zu installieren. Im Gegenzug werden die Gemeinden verpflichtet mindestens 2x wöchentlich den Müll abzuholen. Zusätzlich werden Kontrolleure eingestellt, die jede illegale Müllentsorgung- und Verbrennung zur Anzeige bringen. Die Löhne der Kontrolleure speisen sich aus den hohen Bußgeldern die verhängt werden. Wer nicht bezahlt, dem droht wie in Spanien eine Zwangshypothek auf sein Grundstück. Nach spätestens zwei Jahren Nichtbezahlung wird das Grundstück zwangsenteignet und aus dem Verkaufserlös die Schulden beglichen. Einem sturen, unbelehrbaren Volk kann man nicht mit gutem Zureden schlechte Angewohnheiten austreiben. Manchmal hilft nur noch der Knüppel.

    1. Herr Manni, Sie schreiben ja selbst immer wie verarmt dieses Land ist, glauben Sie, wenn die das Geld hätten um die Müll Gebühr zu bezahlen, würden sie das sicher tun. Aber die haben das Geld nicht. Viele zahlen auch keine Grundstücksteuer, weil sie dieses Geld für was anderes brauchen.
      In der Schule müssen die Kinder aufgeklärt werden, nur so kann man das langsam in den griff bekommen.
      Ich habe ein Lehrer in der Nachbarschaft, der verbrennt den Müll auch, oder er wirft in auf die Strasse.
      Wie soll denn das norme Fussvolk das verstehen, wenn das Lehrer das nicht mal verstehen?????

  3. Nachtrag, ich bin überzeugt, dass nicht das verbrennen von Müll der Grund ist, für die Lungenerkrankung, sondern die Abgase vom Strassen verkehr. Das ist das schwerwiegende Problem, das in den griff zubekommen.
    Das ist der 1. Schritt wo gemacht werden muss.

  4. Da bin ich voll und ganz Rolfs Meinung: Obwohl hierzulande ein aktives Gesetz vor sich hin schläft fahren Stinkerocheln unbehelligt herum, aus denen pechschwarzer Rauch noch Minuten riechbar ist, während sich die Polizei unter dem Mango um ihr Facebock-Profil kümmert. Müssen Benzin sparen. Man weiß ja nie ob Frau einem noch Privates zu erledigen obliegt.
    Obwohl es ja Paraguayer geben soll, die freiwillig mit ihrem Auto einmal jährlich zur Abgasprüfung fahren, obwohl es kein Gesetz vorschreibt.
    Übrigens sind auch die Anti-Moskito-Spiralen gut geeignet gegen eine gesunde Lunge, am besten zündet man die vor dem Zubettgehen im Schlafzimmer an, dann wird man auch nicht an Dengue erkranken. Diese unterstützen auch Faulheit seinen Müll überall hinzuwerfen wo er gerade anfällt, ab und zu seine ums Haus gepflanzten PET-Blumentöpfe (leer, schon verdorrt, da Gießen Arbeit verursacht) von stehendem Wasser zu befreien und unsägliches Können Abwasserkanäle zu bauen, die mindestens 14 Tage nach Neuerbauung ihren Zweck erfüllen, so dass auch Wochen nach Regenfällen überall Mosquito – Swimmingpools anzutreffen sind.

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