Facebook Dating: Der neue Kopfschmerz in Beziehungen

Asunción: So schön Konnektivität auch sein mag, so sehr schmerzt sie auch bei denen, die ihren Mann oder ihre Frau nicht über den Weg trauen. Facebook, was so gut wie jeder Paraguayer nutzt, sorgt spätestens ab jetzt für Kopfschmerzen.

Im Gegensatz zu Tinder ist Dating ein Teil der Facebook App und somit legitim an Bord. Für Ledige ist dies, sofern sie Kontakt suchen, eine sinnvolle Sache, für Liierte jedoch kann dies zu Diskrepanzen führen.

Dr. Eraida González ist der Meinung, dass der Prozentsatz der Untreue sowie fehlende Kommunikation in Paraguay recht hoch sind.

Für Dr. Mirna Vallejos hingegen ist „Facebook Dating eine Tür, die die Beziehung zu einem Risiko macht, da man schnell Kontakt mit Gleichgesinnten bekommt. Ich sehe immer fehlende soziale Geschicke oder geringes Selbstbewusstsein bei Personen, die so etwas benutzen. Bei ihr in der Praxis kommen zudem viele junge Personen oder Paare, die dank sozialer Netzwerke Probleme bekamen und nun Konflikte beseitigen müssen.

Einer der größten Probleme sind falsche Profile. Dies muss nicht zwangsläufig eine Ausrede des Mannes oder der Frau sein, wenn man erwischt wird. Tatsächlich lassen sich falsche Profile einrichten, die dann großen Schaden anrichten können.

Kommissar Diosnel Alarcón von der Informatik Einheit der Nationalpolizei erklärte, dass Facebook das Profil nicht überprüft und immer etwas passieren kann. Damit kann neben Betrug auch Erpressung einhergehen. Aus diesem Grund rät er niemals finanzielle Daten offenzulegen und keine Adressen zu veröffentlichen.

Wer sich dann zu einem Date entschließt sollte nicht alkoholisiert sein, nicht zu jemand nach Hause gehen, sondern sich an öffentlichen Plätzen oder Restaurants treffen. Auch vor intimen Fotos im Chat wird ausdrücklich gewarnt.

Wochenblatt / Extra

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4 Kommentare zu “Facebook Dating: Der neue Kopfschmerz in Beziehungen

  1. Christian2005

    Einfache Lösung, Facebook boykitieren, das ist so unnütz wie Leberkrebs!

  2. Wer auf Fratzenbuch, sein privates Leben postet, egal Fotos oder sein nächstes Urlaubs Ziel mit allen Daten, wann es losgeht, ist ein großer Vollpfosten, auf so eine Gelegenheit warten die Banditen nur. Aber ich bin ! seht, was ich habe und mir leisten kann. Danach ist das Geheule groß, wenn etwas passiert.

  3. Facebock hat durchaus seine Berechtigung. Zwar bin ich nicht auf Facebock, dennoch gibt es Menschen, zB. hierher Ausgewanderte oder auch wieder Zurückgewanderte, die via Facebock mit ihren Freunden und Verwandten in Kontakt bleiben.
    Den meisten Indern in Metrobus fehlt wohl das Wissen und Verständnis von Kundenpflege, Marketing und Technik, also einem Wissen für was man eine eigene Homepage betreiben könnte. Die „link not found“ Verlinkungen haben mitlerweile stark abgenommen, sodass ich annehme, dass seit an der Uni in Asu Informatik studiert wird, was Wissen zugelegt hat.
    Hosting ist hierzulande schweineteuer, einen Bruchteil des zur Verfügung gestellten Speicherplatzes zum gleichen Preis wie in Europa. Der Service ist katastrophal. Ich musste denen schon mitteilen, dass man zuerst die URL registrieren lassen muss bevor man am Domainname-Service herumschraubt, schon etliche male den Provider wechseln müssen, das mir das Ganze dann irgend wann zu blöd wurde. Die haben ja auch keinen eigenen Serverpark sondern betreiben auch nur einen Resellerhosting in Texas.
    Dennoch und gerade weil hierzulande das Datenvolumen für Facebock grati ist, nutzen viele Gewerbetreibende natürlich diesen grati-Dienst. Kundenservice wie Öffnungszeiten, Groggi, Aktionen etc. kennt man gar nicht, es genügt die Ware mit einem Foto anzupreisen, selbstverständlich werden keine Preise angegeben, die Konkurrenz könnte sich ja ab den viel zu hohen Preisen kaputt lachen, lachen aber selbst nicht über ihre eigenen viel zu hohen Preise für Artikel, die sie via Amazon bestellt und ein paar hundert Dollar drauf schlagen.
    Ein paar wenige Großfirmen wie Stock Supermercados, insbesondere sein Shop, und natürlich alle Telekommunikationsfirmen haben natürlich den Sinn und Zweck eines eigenen Internetauftritts mittlerweile verstanden.
    Trotzdem folge ich diesen Firmen nicht auf Facebock, Tschwitscher, Instantgram und wie der ganze Unsinn noch alle heißen. Naja, die eigene Homepage ist und bleibt eben auch nur ein Kanal. Die meisten Geschäfte hierzulande leben eh von der Mund zu Mund Propaganda und können ihre Artikel höchstens den Nachbarn in irgend einem Viertel verkaufen.