Fahren Sie mit dem Bus in Paraguay?

Die Fernverbindungen mit einem Bus in Paraguay sind relativ gut erschlossen, es gibt viele verschiedene Anbieter und die Taktdichte auf den stark frequentierten Routen ist ausgesprochen hoch. Viele Leser werden jetzt sagen, „ich fahre nur mit meinem eigenen Auto, das brauche ich nicht“.

Jedoch hat der Bus auch viele Vorteile. Die Strecke Villarrica nach Asuncion kostet, je nach Anbieter, ungefähr 50.000 Gs. Dieser Preis ist schon hoch angesetzt, er fährt direkt ohne Passagiere unterwegs aufzunehmen. Die Reisezeit beträgt ungefähr drei Stunden. Man sitzt bequem, hat ausreichend Platz, kann schlafen, lesen oder auch am Laptop arbeiten und kommt entspannt am Zielort an.

Mit einem Kraftfahrzeug hat man wesentlich höhere Kosten, allein der Kraftstoffkonsum verursacht mehr Kosten als der Bus, dann kommen noch die Verschleißteile dazu. Man muss sich auf den Straßenverkehr konzentrieren, unterwegs finden Kontrollen der Straßenpolizei statt und hat dabei immer noch aufmerksam für andere, nicht voraussehbare Dinge, wie freilaufende Tiere, Schlaglöcher und andere Verkehrsteilnehmer zu sein. Endlich angekommen ist man sicherlich nervöser als der Fahrgast im Bus. Viel Zeit hat man auch nicht gewonnen.

Sicherlich spricht dagegen, dass man nicht unabhängig ist, es sind feste Abfahrtszeiten, zu denen man pünktlich erscheinen muss. Ebenso ist die Intimsphäre nicht vorhanden, u.U.sind noch 50 andere Fahrgäste im Bus. Noch dazu besteht keine Möglichkeit auf die Mitfahrer einzuwirken, diese haben ja auch ihr Ticket bezahlt und dürfen mitreisen. Entstehen unterwegs Probleme, besteht nur die Hoffnung, dass diese schnell gelöst werden.

Dies soll jetzt kein Appell sein, nur Busreisen durchzuführen, weil es vielleicht einige Vorteile gegenüber dem Autofahren hat. Manche werden sagen, das ist doch viel zu gefährlich, wie oft ist in Paraguay schon ein schwerer Busunfall passiert. Richtig,vergleicht man aber die Statistiken im Verhältnis zu beförderten Passagieren im Bus gegenüber den Kraftfahrzeugen ist diese um Längen besser. Es verhält sich wie mit dem Flugzeug, viele haben Angst davor, aber im Prinzip ist es sicherer als das Auto.

Falls Sie Ihren Schwerpunkt nicht auf die Intimsphäre setzen, neutral eingestellt sind und keine Angst haben, probieren Sie es einmal aus, Sie werden staunen, es kann Spaß machen in Paraguay Bus zu fahren.

(Wochenblatt / Foto: ABC Color)

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6 Kommentare zu “Fahren Sie mit dem Bus in Paraguay?

  1. Kann ich nur bestätigen – man sieht Dinge, die man vom Auto nicht sehen könnte, weil man viel höher sitzt.
    Noch lustiger ist aber eine Tour durch Central im Berufsverkehr mit dem Linienbus. Alles krachend voll und trotzdem drängeln sich geschätzte 150 Kg schwere Damen mit Chipakörben durch die Massen und walzen alles nieder.
    Auch der Geruch ist für einen Menschenfresser vermutlich nicht zu verachten – es „riecht stark nach rohem Menschenfleisch“.
    Trotzdem ist so eine (Tor)-Tour mal ganz amüsant. Besonders die älteren männlichen, blonden und blauäugigen DACHLer werden auf ihre Kosten kommen, wenn sie am Gang sitzen. Was da an billiger Anmache seitens junger oder älterer Chicas rüberkommt ist echt enorm. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass der Kopf des Herrn plötzlich von zwei mehr oder wenigen großen „Hügeln“ in die Mitte genommen wird oder Arm und Schulter als „Scheuerobjekt“ für Po oder dessen Kehrseite genutzt wird…. – Naja, wem’s gefällt.

    1. Tja, was soll dieser Artikel sagen? Ist schon etwas seeeeeehr kompliziert….
      Dies ist ein informativer Artikel über den öffentlichen (Nah- und) Fernverkehr.
      Wenn man den Beitrag Satz für Satz ließt – dann erschließt sich eine Botschaft, die jeder so verstehen kann, wie er möchte, so er im Stande ist, Deutsch zu lesen und das Gelesene auch zu verarbeiten:
      Ich lese daraus folgendes: Lass deine Privatkutsche für lange Touren mal zu Hause, schone die Umwelt und deinen Geldbeutel und erlebe mal was Neues, wenn du noch nie mit einem Bus (das sind die langen Fahrzeuge mit den vielen Fenstern…) gefahren bist. Voraussetzung ist natürlich dabei, dass man ein kleines bisschen Spanisch spricht, um ein Ticket zu kaufen und man keine Angst hat, mit 20 – 50 Paraguayer in einem Fahrzeug zu sitzen. Letzterer Punkt dürfte natürlich heikel werden – wenn man sich schon komplett einmauert und abschottet, wie kann man dann in einem Fahrzeug gemeinsam mit Paraguayern sitzen – ist gefäääääährlich – Dengue, Aids, Husten, Überfälle, Filzläuse (na gut – dazu muss man schon etwas „eng sitzen“), Analphabetentum, Schnupfen, Haarausfall, Krätze, Herzinfarkte, Schlaganfälle – wenn nicht sogar Parodondose oder ungewollte Schwangerschaften….
      Vielleicht einfach mal versuchen – ist gar nicht so schlimm und tut auch überhaupt nicht weh.

      1. @manu1234: Nur gut, vor allem der Teil der mit „ist gefäääääährlich – Dengue, Aids, Husten“ beginnt.
        Ich bin oft mit dem Bus unterwegs, auch mit den „schrecklichen“ Bussen.
        Mehr sparen und gleichzeitig Spaß haben, geht nur mit dem Bus.
        Man muss natürlich auch offen auf die Einheimischen reagieren bzw. diese auch akzeptieren.
        „ist gar nicht so schlimm und tut auch überhaupt nicht weh.“ Für viele DACH’ler schon!
        Weil sie meinen, sie wären der Nabel der Welt und alleine die seelig machenden Geschöpfe auf diesem Planeten.

  2. Mache laengere Fahrten z.B. nach Ciudad del Este immer mit dem Bus.. Keinen Aerger mit Strassenbullen, keine Strassengebuehren. Damen haben mich noch keine umarmt, die Damen sind hier doch eher zurueckhaltend. Aber man findet immer Gespraechspartner und auch Einladungen in den letzten Weiler.
    Gut ist auch noch, wenn man ein paar Brocken Guarani kann, vorzugsweise grobe Redensarten, dann freuen sich die Paraguayer mit ihrem kindlichen Gemuet.
    Krankheiten habe ich auch noch keine davon getragen, auch wenn ich am Terereausschank teilnehme.

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