Fahrzeugaufpasser bald im Hungerstreik

Asunción: Weil die neu errichtete Küstenstraße auch Anziehungspunkt der mittlerweile unbeliebten Autobeschützer wurde und die Kommune etwas dagegen unternahm, erklärte der Sprecher der Autoaufpasser, Daniel Sánchez, dass er und seine Kameraden in den Hungerstreik treten wenn ihnen die Arbeit auf dem besagten Teilstück untersagt wird.

Während der Großteil der Autobesitzer nun endlich aufatmet weil es ein Verbot gibt, bringt dieser Personenkreis das typische Mittel ins Spiel was auf unerklärliche Weise ständig zum Erfolg wird.

Das Stadtratsmitglied Martín Arévalo erklärte gegenüber den Medien, „dass er stolz sei über die Baufortschritte die das Ministerium für Öffentliche Bauten und die Hauptstadt vollbracht hätten. Und nun bedienen sich erneut die Autobeschützer“.

Zur Verteidigung erklärte Sánchez, dass es keinen festgelegten Tarif gibt und die Zahlung freiwillig ist. Die Vergangenheit jedoch bewies das Gegenteil. Wer nicht zahlte wurde nicht nur verbal angegriffen.

„Soll der Stadtrat doch kommen, es gibt auch Menschen die unseren Dienst wollen“, urteilte Sánchez. Er erinnerte ebenso über 3.500 Mitglieder in seiner Organisation zu verfügen und dass sie anerkannt wären vom Ministerium für Arbeit und Justiz. Aus diesem Grund fordern sie den Einlass in besagten Bereich.

„Wenn uns der Zugang verboten wird, machen wir einen Hungerstreik. Im Januar haben wir keine Arbeit weil alle nach Encarnación fahren“, unterstrich er.

(Wochenblatt / Abc)

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9 Kommentare zu “Fahrzeugaufpasser bald im Hungerstreik

  1. Hmm, im Januar arbeiten sie nicht, weil alles nach Encarnación fährt? Dachte, dass sie das ganze Jahr nicht arbeiten! Oder zählt die Frage: «Puedo guardar tu auto» (kann ich auf dein Auto aufpassen), dann wieder unter den Baum sitzen und kalten Tee trinken schon als Arbeit? Persönlich entschuldige ich mich wenn immer möglich, dass ich etwas zuhause vergessen hätte und parke dann um die Ecke, denn wer den Cent nicht ehrt ist des Euro nicht wert.
    Mich stört es ja weniger, dass sie ähm arbeiten, viel mehr stört es mich, dass ich die Dienstleistung gar nicht haben will.
    Ebenso wollen mir die Typen immer die Scheiben am Auto reinigen, am liebsten wenn es regnet oder ich sie gerade zuvor geputzt habe. Mann! Meine Wischer funktionieren! Da musste ich doch schon mal aussteigen als mir so einer mit dem Abreissen des hinteren Schweibenwischers gedroht hatte. Bei Regen! Wegen solchen Dummheiten können dem einen dann die Hand weh tun und der andere muss sich ein paar Monate mit dem Röhrchen flüssig ernähren.
    Dabei wäre es doch in einem Land an dem es an so vielem mangelt für einen Einheimischen nicht so eine Riesensache eine Dienstleistung auf die Beine zu stellen. Aber nein, sie müssen immer das machen was hundert andere auch machen. Viele sind einfach ideenlos, waren halt noch nie im Ausland und was im Tele gezeigt wird, spielt sich nur innerhalb der Spielfilmstudios ab?!.

  2. «Puedo guardar tu auto» müsste richtig heissen: „puedo cuidar tu auto“ ansonsten muss ich dem Schreiber recht geben.

    Das Thema ist, keiner will arbeiten. Und mit „cuidar“ braucht man nur einen Fetzen in der Hand und einen schattigen Baum, damit die Arbeit des „Sitzens und Wartens“ nicht zu anstrengend wird. Da ich viel mit dem Auto in ASU unterwegs bin, bin ich ein täglich Betroffener. Wenn möglich stelle ich mein Auto auf einen bewachten Parkplatz, die sind aber in letzter Zeit (ausser Jänner und Februar) immer öfter besetzt.

    Ebenso sind die Scheibenreiniger an den Kreuzungen eine Plage. Um in keinen Konflikt einzutreten gebe ich eine „Moneda“ ohne den Service in Anspruch zu nehmen. Gefährlich sind nur diejenigen die unter Drogen stehen.

    In letzter Zeit gibt es vermehrt Überfälle, wo einem das Kennzeichen abmontiert wird und ein Auto fährt dann nebenher und zeigt einem das Kennzeichen durchs Autofenster. Der Lenker bleibt stehen, da er glaubt das Kennzeichen verloren zu haben und der Rest ist bekannt.

  3. Ich fühle mich ständig von diesen Automardern bedroht – Bin oftmals in Asu ins Theater gegangen – aber jetzt habe ich Angst mein Auto nach dem Theaterbesuch in Teile zerlegt , beschädigt , oder gar nicht mehr wiederzufinden.
    Hier handelt es sich um eine reine Erpressung. Auch wenn ich egal wie viel GS bezahle kann ich nicht sicher sein mein Auto so wieder zu finden wie ich es vor dem Theaterbesuch peparkt habe. Im Schadensfall steht ganz sicher keiner der Banditen für seine mißlungene “ Arbeit “ ein !

    Laß sie doch einen “ Hungerstreik “ machen – die mogeln doch sowieso dabei ,da passiert schon nix !

    Klar das die verantwortlichen Poliker auch Angst haben , denn wenn sie NEIN zu der Erpressung sagen fehlt plötzlich ein Familienmitglied oder sein Haus brennt nieder – natürlich nur wegen einens Kurzschlusses ! ! !

    In der Konsequenz fahre ich nicht mehr in die Stadt . Was ich brauche bekomme ich auch in den alten und neuen Kaufzentren mit eigenem Parkplatz oder Tiefgarage . Davon gibt es ja nun genug Auswahl !

  4. Oh Mann, wenn man die Kommentare hier liest, frage ich mich, ob es nicht doch vielleicht besser wäre, sie (die Unzufriedenen )würden wieder nach dem guten Europa zurück gehen wo doch alles so viel besser ist als hier. Ist mir echt unverständlich wie man in einem Land leben kann wo, aller Anschein nach, alles nur Gauner und Verbrecher leben.

    1. Ach übrigens, hab noch was vergessen. Ich habe auch in Europa mehr als genug faule Leute kennengelernt dafür brauchte ich nicht nach Paraguay zu kommen, nur ist der Unterschied zu hier, dass diese noch vom Staat gesponsert werden was hier wohl kaum der Fall sein dürfte. Um noch auf den Einwand der Ideenlosigkeit zu kommen würde ich mal behaupten das die Europäer diesbezüglich auch nicht viel besser sind. Entweder betätigen sie sich als meist erfolglose Gastwirte oder Immomakler viel mehr Ideen haben sie auch nicht zu bieten.

  5. Ich hatte noch nie Probleme mit den Scheibenputzern oder den Aufpassern.
    Auch bei Ablehnung ihrer Dienste wurde ich bisher weder bedroht noch das Fahrzeug beschädigt.
    Laßt doch die Menschen versuchen ihr Geld zu verdienen, keiner von ihnen bekommt vom Staat Geld in den Rachen gesteckt wie in Good Old Germany, wo man sich gemütlich auf Kosten der Allgemeinheit ein wirklich faules, angenehmes Leben machen kann.
    DIE müssen morgens noch nicht einmal aufstehen, um sich irgendwo unter einen Baum zu setzen…………
    Oder sonstwie versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
    Verarme ich denn, wenn ich einem Fensterputzer eine Münze gebe, oder dem Autoaufpasser ?
    Muß ich wirklich bei den Ärmsten das Sparen anfangen ?

    @lorry
    stimmt genau. Jeder Europäer, der einen Topf Wasser kochen kann, ohne daß es anbrennt, meint, er könne ein Restaurant eröffnen.
    Über die Immobilienmakler sag ich jetzt mal nichts 🙁

  6. Die Frage ist nicht ober ein Europäer keine Geschäftsideen hätte, sondern ob er für 10 Euro am Tage arbeiten möchte. Also investiert er erst einmal in einen nach europäischem Standard eingerichteten Betrieb und erhofft sich dadurch auch einen höheren Verkaufspreis seiner Ware bzw. seiner Dienstleistung.
    Das ist ein grosser Fehler, denn bei einem Durchschnittseinkommen von 500+ Euro mtl. ist es hier in PY der Masse einfach zu teuer.
    Aber die meisten Paraguayer machen genau das, was 100 andere Paraguayer auch machen. Fährt einer mit Lautsprecher durch die Strassen und verkauft Chipa und es läuft, machen dass 99 andere dann nach. Eröffnet einer eine Ferreteria (Eisenwarenladen) befinden sich nach drei Monaten gleich drei Ferreterias an der Ecke. So zieht sich das durchs Land.
    Hier im Land gibt es fast keine Internetshops, fast keine Poolreiniger, keine private Müllabfuhr, keine Firmen die sich auf Russpartikelfilter spezialisiert haben usw.
    Für Europäer lohnt sich das alles nicht, da sie wie oben erwähnt nicht für 40+ Euro am Tage arbeiten möchten.
    Dem Paragaguayer mängle ich aber an, dass er nicht darüber hinaus Geschäftsideen hervorbringt als (evtl. geklaute) Kaugummis, Getränke und Frückte im Bus zu verkaufen, Autoscheiben zu reinigen oder parkierte Autos zu bewachen. Das gibt es schon alles in 1000-facher Ausführung.
    Exkurs: Und, nein Lorry, ich fliege nicht zurück, auch wenn Sie mir den Tipp nun schon zum 3x auferlegt haben. Das Argument ist für mich keine sachliche oder humorvolle Ergänzung sondern einfach nur wie eine Schallplatte mit Autorücksprung.
    Rücksprung: Nein, die paraguayschen Klein- und Mittelbetriebe (KMU) müssen hier gewaltig nachholen, das Rad zwar nicht neu erfinden, sicherlich bewegt es sich dann Richtung europäische Verhältnisse, aber in Europa gibt es einfach viele umgesetzte Geschäftsideen, bei welchen der Paragayer in diesem Land etwas neues schaffen könnte. Statt Scheiben zu putzten, …

    1. Oohh, neu in Paraguay? Kauft euch wenigstens mal ein Auto, um mitreden zu können.

      Das, was Du schreibst sind die ewigen Erfahrungen und Einsichten von Neuzuwanderern, die nicht länger als ein paar Monate hier sind.

      Erkundigt euch aber trotzdem mal nach dem sueldo minimo. Da seit ihr mit 500 Euro ganz schön weit weg von der Realität. Ich kenne schon viele Deutsche, die für 500 Euro im Monat sich gleich zwei Beine ausreissen würden.

  7. den einzigen echten hungerstreik in paraguay fuehrten
    in den siebziger jahren inhaftierte mitglieder der
    kommunistischen partei paraguays durch.der ganze rest
    ist nur show fuer die medien.personen wie die fruehere
    vorsitzende der lehrer gewerkschaft,corinna falcon,
    erfreuen sich trotz ihrer zahlreichen „hungerstreiks“
    bester gesundheit.ueber einen hungerstreik dieser
    „parkplatzpiraten“kann ich nur lachen.fuer die medien
    aber wieder ein „gefundenes fressen“.

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