Fall Eisen: Beschluss der Staatsanwaltschaft nicht umgesetzt

Itapúa: Die Familie Eisen kommt nicht zur Ruhe. Obwohl die rechtliche Seite gesichert ist fehlt es an der notwendigen Durchsetzung. Die Nationalpolizei steht im Fokus der Verantwortung.

Die Staatsanwaltschaft, vertreten durch Walter Castro und Alcides Giménez Zorrilla, kam zu dem Anwesen der Familie Eisen in Mayor Otaño, Itapúa. Sie hatten einen Durchsuchungsbeschluss dabei um Untersuchungen wegen dem Überfall auf die Farm am vergangenen Freitag und der Geiselnahme vorzunehmen. Auf dem Gelände haben sich immer noch bewaffnete Personen verschanzt und weigern sich dieses zu räumen.

Kommissar Aristides Alcides Pereira von der Nationalpolizei war der Einsatzleiter. Er bekam den schriftlichen Auftrag der Staatsanwälte für die Verhaftung der bewaffneten Personen auf dem Gelände der Familie Eisen überreicht. Überraschenderweise weigerte sich Pereira den Auftrag durchzuführen. Laut dem offiziellen Protokoll der Staatsanwaltschaft lautete seine Aussage: „Ich weigere mich, den Beschluss durchzusetzen, denn ich habe zu wenig Personal dafür“, sagte Pereira.

Vor zwei Jahren wurde das Gelände der Familie Eisen besetzt und illegal Getreide angebaut. Nach langen Streitigkeiten vor Gericht konnte ein Gerichtsbeschluss zur Räumung durchgesetzt werden. Nun besteht sogar ein Haftbefehl gegen Geovani Luiz Tonel, der im Verdacht steht, der Drahtzieher der neuen Besetzung auf dem Grundstück der Eisens zu sein. Er soll sich dort verschanzt haben, aber der Beschluss der Staatsanwaltschaft konnte aufgrund der Weigerung von Seiten der Nationalpolizei nicht durchgesetzt werden. Auch der Oberste Gerichtshof hat betätigt, dass die Familie Eisen ihr Anwesen rechtmäßig besitzt.

Quelle: ABC Color

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9 Kommentare zu “Fall Eisen: Beschluss der Staatsanwaltschaft nicht umgesetzt

  1. In keinem Land der Erde würde es ein Polizist wagen, egal wessen Dienstgrades, sich einem Befehl zu widersetzen. Nicht einmal im tiefsten Afrika. Die Folge davon wäre mindestens ein sofortige Entlassung mit weiteren schwerwiegenden Folgen. In Paraguay dagegen herrschen offensichtlich “Narrenfreiheit” für Staatsbedienstete und die Polizei. Jeder macht was er will, manche überhaupt nichts, und alles ohne Folgen. Doch ohne Rückendeckung von oben und ohne die richtigen Amigos an der richtigen Stelle, wären diese Widersetzlichkeiten nicht möglich. Interessierte Investoren für Paraguay werden das sicherlich aufmerksam registrieren. Da kann der Präsident des Landes mit noch so vielen schönen Worten und Versprechungen locken.

    1. Manni und Philipp,Danke für deinen Beitrag.
      Denk doch mal nach warum der Polizeichef kneift! Das ist eine ganz heiße Kartoffel an die sich jeder die Finger verbrennen kann. Auch der deutsche Einsatzleiter/Polizeichef kneift und fordert Verstärkung an!
      Ca, eine oder halbe Hundertschaft und das SEK, mit Hubschrauber, Hundestaffel und Ambulanzen
      Zieht der Mann durch,was ohne viel Gerede möglich ist.
      Besteht die Möglichkeit das es tote Zivilisten, vielleicht tote Polizisten gibt. War das nicht schon mal da in Paraguay!
      Die Partei des lieben Präsident des Landes möchte eine Chance haben gewählt zu werden.Da passen Begräbnisse nicht rein! Und Posten/ Planstellenschiessen schon gar nicht
      Wenn HC im Ausland wirbt mit schönen Worten und Versprechungen,Investitionsschutzabkommen usw., der Schutz gilt nicht kleinen Mann in der Preislage Eisen!!! Die großen Kartoffeln bekommt nicht jeder!
      Der Einsatzleiter hat richtig gehandelt, hier kann es zum kleinen Kampfeinsatz kommen mit harten folgen.
      Darauf haben es die Landbesetzer angelegt,sie wollten Provozieren, die Misshandlung/Folter der Kinder, die Brutalität deutet darauf hin.Kommissar Aristides Alcides Pereira hat das erkannt und will nur sicher gehen das es zu diesen Fanal nicht kommt.
      Respekt für die Weitsicht die hat nicht jeder!

      1. Wolfgang das ist einerseits richtig. Aber … wenn der Staat kneift (aus welchen Gründen auch immer) übernehmen Kriminelle oder/und politische Wirrköpfe das Ruder. Damit wird die Macht der Kriminellen/politische Wirrköpfe immer stärker, bis man der Lage nicht mehr Herr wird. Es ist Aufgabe des Staates und seiner ausführenden Organe das Recht und den Schutz seiner Bürger ohne Kompromisse durch zu setzen. Egal um welchen Preis. Der Polizeikommissar muß in diesem Fall unverzüglich Verstärkung über den Staatsanwalt anfordern. Selbstverständlich hätte der Staatsanwalt schon von vornherein für diese Verstärkung sorgen müssen – außer er wollte/durfte nicht. Vermutlich ist auch in diesem Fall wieder etwas faul, wie fast immer in diesem Land. Wem kann man hier noch trauen und vertrauen?

      2. Nun ja, lieber Wolfgang, Deine Worte sind (auch) nachvollziehbar, wie diejenige von Manni.
        Stell Dir aber vor, es wäre nicht irgendein Deutscher, sondern ein hiesiger Poderoso, dann würde es wenige Stunden dauern, und die Sache wäre erledigt. Mit oder ohne Blut.
        Ich habe da leider auch einiges gesehen.

        1. Ich kann dir nur zustimmen. was der Staat macht die eine Seite.
          Einige Sachen werden in Paraguay privat anderst geregelt.
          Das ist auch mit das schöne Paraguay, nach den Frauen!
          Die Leute die ich kennen gelernt habe machen von Ihren Hausrecht gebrauch.
          Die Verwandschaft zuzsammen getrommelt.Die Polizei wenn überhaupt kommt zur rechten Zeit,sammelt sie was liegen bleibt ein.
          Auf den hiesigen Poderoso bin bewusst nicht eingegangen das ist eine andere Liga!
          Das gäbe ein ganz böses Erwachen, bei den Gesindel!

  2. Ich hätte da eine Idee: Man könnte die paraguayische gegen die deutsche Polizei austauschen.
    In Deutschland würde die Polizei gerne öfters durchgreifen – dürfen sie aber nicht (vor allem wenn Moslems involviert sind), in Paraguay soll die Polizei durchgreifen – wollen sie aber nicht.

    1. Keine gute Idee! Was will man schon mit so viel halbgebildeten und eingebildeten Polizisten in Deutschland anfangen. So weit ich mich erinnern kann, wollte der damalige Präsident Duarte Frutos die gesamte Polizeitruppe aussieben und mit jungen Leuten, die alle ein Abitur aufweisen können, auffüllen. Was ist eigentlich daraus geworden? Der Gedanke und Ansatz war gut.

      1. Manni, mit den Sieben ist es eine Sache für sich, der Wunsch ist gut aber schlecht umsetzbar.
        Einer seits was machen die Endlassen sie werden Kriminell, die Drogenbose haben einige Rekrutiert,
        So schlecht sind die eingebildeten deutschen Polizisten nicht die können schon was.
        Wenn man sie machen lässt,
        Hab keine Angst das Grundstück der Familie Eisen wäre richtig gesäubert.Bei Bewaffneten Widerstand
        würde diesen Gesindel der…. anständig veroelt wurden auch deutschen Beamten.

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